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Betriebssicherheit Sicherheitshinweise zum Betrieb des Moduls Verriegeln des MTC2/Anbringen v on Warnschildern für Servicearbeiten 36 SIPLACE MTC2 Bedienungsanleitung Überprüfen der Verriegelung X Prüfen Sie, ob die oben…

Betriebssicherheit
Hinweis bei auftretenden Netzschwankungen Sicherheitshinweise zum Betrieb des Moduls
SIPLACE MTC2 Bedienungsanleitung
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2.4.10 Hinweis bei auftretenden Netzschwankungen
Starke netzseitige Oberwellen können zu einem Kommunikationsfehler zwischen SIPLACE-Station und
MTC2 führen. Durch Neustart geht das System ohne Datenverlust wieder in Betrieb.
2.4.11 Verriegeln des MTC2/Anbringen von Warnschildern für Servicearbeiten
2.4.11.1 Aufgabe und Zweck
Um während Service- und Instandhaltungsarbeiten eine u. U. schwere Verletzung von Mitarbeitern
durch wiederkehrende, elektrische Spannung oder Bewegung von Achsen des MTC2 zu verhindern,
muss der MTC2 gegen Wiedereinschalten gesichert und durch Anbringen von entsprechenden
Warnschildern gekennzeichnet werden.
Halten Sie sich strikt an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise.
2.4.11.2 Beschreibung des Vorganges
Halten Sie sich immer an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise, wenn Sie die Energie im
MTC2 freischalten, regeln oder freisetzen wollen.
Vorbereitung und MTC2 aus der Maschine herausfahren.
X Unterrichten Sie alle betroffenen Mitarbeiter.
X Schalten Sie die SIPLACE-Station bzw. alle Zusatzgeräte ab. Führen Sie dazu die normalen
Abschaltverfahren durch, wie
Drücken des HALT-Tasters,
Herunterfahren des Stationsrechners,
Abschalten der SIPLACE-Station am Hauptschalter.
X Trennen Sie den MTC2 (bzw. die SIPLACE-Station) von der Netzversorgung.
X Fahren Sie den MTC2 für alle Servicearbeiten und für bestimmte Instandhaltungsarbeiten (siehe
Instandhaltungsanleitung MTC2) aus der SIPLACE-Station heraus. Der Abdockvorgang ist
auszuführen, wie im Abschnitt (4.2.5 Abdocken
J
66 ) dieser Anleitung beschrieben.
Verriegeln der Anlage
X Bringen Sie überall dort ein Schloss an, wo dies vorgesehen ist.
X Verriegeln Sie den MTC2 am MTC-Hauptschalter.
X Sichern Sie auch das Netzkabel des MTC2 gegen ungewollten Wiederanschluss.
Anbringen von Warnschildern
Der MTC2 kann nur zusammen mit der SIPLACE-Station betrieben werden. Daher ist in jedem Fall ein
Warnschild an dem freigeschalteten MTC2 anzubringen, um die Mitarbeiter davon zu unterrichten, dass
der MTC2 zu Servicezwecken freigeschaltet worden ist. Das Schild muss sicher befestigt werden, es
muss von allen Seiten einsehbar sein und darf nur von demjenigen entfernt werden, der es angebracht
hat.
HINWEIS:
Die nachfolgende Beschreibung beinhaltet die Mindestanforderungen, die an das Verfahren
zum Verriegeln bzw. Anbringen von Warnschildern am MTC2 bei Instandhaltungs- und
Servicearbeiten gestellt werden. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die nötig sind, um die
Arbeit sicher zu beenden, können von der Arbeitssicherheit, dem Sicherheitsbeauftragten, der
Sicherheitskommission und der Gesundheitsabteilung spezifiziert werden.
Betriebssicherheit
Sicherheitshinweise zum Betrieb des Moduls Verriegeln des MTC2/Anbringen von Warnschildern für Servicearbeiten
36 SIPLACE MTC2 Bedienungsanleitung
Überprüfen der Verriegelung
X Prüfen Sie, ob die oben genannte Verriegelung vorhanden und richtig angebracht ist.
Freisetzen gespeicherter Energie
X Warten Sie die auf den Warnschildern angegebenen Entladezeiten ab, bevor Sie Arbeiten an den
so gekennzeichneten Baueinheiten durchführen. Gehen Sie im Detail vor wie in der Serviceanleitung
beschrieben.
Entfernen der Schlösser/Warnschilder
Folgende Schritte sind nötig, um den MTC2 wieder betriebsbereit zu machen:
X Überprüfen Sie den Arbeitsbereich. Sorgen Sie dafür, dass das autorisierte Personal sämtliches
Werkzeug entfernt und alle Sicherheitseinrichtungen wieder in Kraft setzt.
X Unterrichten Sie alle betroffenen Mitarbeiter.
X Informieren Sie alle Mitarbeiter in dem betreffenden Bereich, dass die Maschine wieder in Betrieb
genommen wird, ehe Sie auch nur eines der Schlösser bzw. Warnschilder entfernen.
X Jeder dazu autorisierte Mitarbeiter muss sein eigenes Schloss entfernen und unter Verschluss
nehmen.
X Schalten Sie den Automaten ein und lassen Sie während des Betriebs autorisiertes Personal
überprüfen, ob die Reparaturen ordnungsgemäß durchgeführt worden sind.
2.4.11.3 Testen
Wartungspersonal oder Elektriker dürfen die Schaltungen testen, indem Sie diese kurzzeitig aktivieren,
ohne das Verriegelungsverfahren aufzuheben. Dies allerdings nur, wenn keine weiteren Personen mehr
Arbeiten an der zu testenden Baugruppe ausführen.
Es ist außerordentlich wichtig, dass alle weiteren Start-Taster mit dem Warnschild "Nicht in Betrieb
nehmen" gekennzeichnet sind, um so ein unbeabsichtigtes Starten der Anlage in dieser Zeit zu
verhindern.
2.4.11.4 Verantwortung und Pflichten
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Wartungspersonals und der Elektriker sicherzustellen,
dass dieses Verfahren eingehalten wird.
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des unmittelbar Vorgesetzten des Wartungspersonals und
der Elektriker, sein Personal in dieses Verfahren einzuweisen.
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Sicherheitsbeauftragten, unter Einbeziehung der
Sicherheitskommission, der Gesundheitsbehörden (Health Service Department) und den
Führungskräften der verschiedensten Abteilungen und Vizepräsidenten, das Verfahren zum
Verriegeln und Kennzeichnen der Verriegelung der Automaten zu regeln.
2.4.11.5 Schulung der Mitarbeiter
Mitarbeitertraining
Die Sicherheitsregeln legen fest, dass jeder Mitarbeiter geschult werden muss, nicht jeder
Mitarbeiter aber der gleichen Gefahrenklasse ausgesetzt ist. Deshalb sind umfangreiche
Schulungsmaßnahmen nicht für jeden einzelnen Mitarbeiter erforderlich.
Um festzulegen, wie viel Schulung ein Mitarbeiter benötigt, werden die Mitarbeiter in drei Kategorien
mit jeweils eigenem Schulungsniveau unterteilt, wie nachfolgend beschrieben.

Betriebssicherheit
Restspannungen an den Umrichtern nach dem Abschalten des MTC2 Sicherheitshinweise zum Betrieb des Moduls
SIPLACE MTC2 Bedienungsanleitung
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Autorisierte Mitarbeiter
Diese Personen installieren die Schlösser und Warnschilder und führen auch die Wartungs- und
Servicearbeiten durch. Sie müssen deshalb am meisten über Energieregelung wissen. Zunächst
müssen sie alle Energiequellen erkennen und messen können. Autorisierte Mitarbeiter müssen auch in
der Lage sein, Energiequellen zu finden, die nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind, wie
auf den Gebieten der Elektrik, Mechanik, Hydraulik, Pneumatik, Chemie, Thermik und Gravitation.
Sobald diese Mitarbeiter all diese Energiequellen erkennen können, müssen sie geschult werden, die
Energie freizuschalten, zu regeln und gefahrlos freizusetzen.
Betroffene Mitarbeiter
Dabei handelt es sich um Mitarbeiter, die jene Maschinen oder Baugruppen bedienen, die deaktiviert
werden sollen. Dazu zählen auch Mitarbeiter, die in einem Bereich arbeiten, dessen Anlagen verriegelt
werden müssen bzw. diese Verriegelung gekennzeichnet werden muss. Diesen Mitarbeitern muss das
Wesen des Energieregelungsprogramms klargemacht werden. Sie müssen wissen, warum dieses
Verriegelungs- und Kennzeichnungsverfahren so wichtig ist, wie die Schlösser und Warnschilder
aussehen und warum sie diese nicht entfernen dürfen.
Alle anderen Personen
Wie der Name schon sagt, fallen darunter all jene Mitarbeiter, die nicht autorisiert bzw. die nicht von
diesem Verfahren betroffen sind. Dazu gehören Büropersonal, Ingenieure, Führungskräfte und
höheres Management. Auch wenn dieser Personenkreis keinen direkten Bezug zu den Anlagen hat,
die verriegelt werden müssen bzw. deren Verriegelung gekennzeichnet werden muss, ist ein
gewisses Maß an Schulung angebracht.
Um das Verriegelungs- und Kennzeichnungsverfahren zu analysieren, wird die mit
Sicherheitsfragen betraute Abteilung in regelmäßigen Abständen Inspektionen durchführen. Im
Rahmen dieser Inspektion wird die Sicherheitsabteilung dokumentieren, ob alle Aspekte des
Verfahrens befolgt werden. Je nach Lage der Dinge wird die Sicherheitsabteilung das Verfahren
formal überprüfen oder eine erneute Schulung zum Verfahren veranlassen.
2.4.11.6 Überprüfung
Dieses Verfahren wird je nach Sachlage überprüft und geändert, mindestens aber einmal pro Jahr.
2.4.12 Restspannungen an den Umrichtern nach dem Abschalten des MTC2
Es dauert ca. 5 Minuten, bis die Zwischenkreisspannungen der Umrichter sich bis auf ungefährliche
Restspannungen entladen haben, wenn der MTC2 auf eine der folgenden Arten abgeschaltet wird:
durch Betätigen des NOT-HALT-Pilzdrucktasters,
durch Öffnen einer Schutztür oder
über die SIPLACE-Station
Wenn der MTC2 abgeschaltet ist, werden die Schützsicherheitskombinationen weiterhin mit 24 V AC
über die SIPLACE-Station versorgt.
HINWEIS:
Beachten Sie die geltenden Unfallverhütungs- und DIN-Vorschriften (insbesondere DIN EN
60204, Teil 1).
Nur qualifiziertes bzw. geschultes Personal darf die Abdeckung über den Umrichtern öffnen.