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5 Lack- und V ergussaushär tung Für beste T rocknungsergebnisse ist es wichtig, Pro zess und Material genauestens aufeinander abzustimmen. Man unter - scheidet physikalisch härtende Lacke, die sehr schnell rein durch Lös…

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Schutzlackbeschichtungen steigern die Zuverlässigkeit und
die Lebensdauer Ihrer Produkte. Sie erhöhen die Kriech-
stromfestigkeit Ihrer Baugruppen und schützen vor aggres-
siven Umwelteinüssen wie Feuchtigkeit, Korrosion, Chemi-
kalien und Staub. Vergussmassen dienen der Reduktion von
mechanischem Stress, z.B. Vibrationen auf der Baugruppe.
Diese Materialen müssen zuverlässig ausgehärtet werden, um
später in Endgeräten der Automobilindustrie, Medizintechnik
oder sicherheitsrelevanten Modulen der Luft- und Raum-
fahrttechnik enwandfrei zu funktionieren. Der Lack bestimmt
den Prozess! Je nach Beschichtungsmaterial wird im
Trocknungsverfahren Konvektion, also bewegte warme Luft,
oder zusätzlich Infrarot-Strahlung im Kombinationsheizver-
fahren für eine besonders flexible Prolierung eingesetzt.
Dabei werden je nach Produkt- und Prozessanforderungen
Temperaturen bis max. 250 °C für die optimale Aushärtung
der Baugruppen genutzt.
Für jede Anwendung das perfekte System
Unendlich viele Möglichkeiten mit dem RDS
Industriefelder
Aushärtungs- und Trocknungstechnologien für
Reinraumanforderungen im Halbleiterbereich
Aushärtung von Klebern, Lacken, Gießharzen,
Vergussmassen, Silikongel etc.
Trocknungsverfahren
für Schutzlackbeschichtungen
RDS Anwendungsbereiche
Glas | Glob Top-Applikationen | Aushärtung von Elektropasten | Chip-Scale Packaging | Aushärtung
von Schutzlacken | Einbrennen von Widerstandspasten | Aushärten von Vergussmassen | Aushär-
tung von Kleberlacken und Kleber | Aushärten von Green Tape/Keramik-Rohlingen | Aushärtung
von Bauteilverkapselungen | Flip Chip-Prozesse | Trocknungsprozesse in der Hybrid-Metallisierung
Reinraumanforderungen | Aushärtungsprozesse in der Hybridherstellung | Aushärtung von Wider-
standspasten in der Dickschicht-Technik | Aushärten von Underll-Materialien | Aushärtung von
Gießharzen | Cavity fill bei BGA-Gehäusen

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Lack- und Vergussaushärtung
Für beste Trocknungsergebnisse ist es wichtig, Prozess und
Material genauestens aufeinander abzustimmen. Man unter-
scheidet physikalisch härtende Lacke, die sehr schnell rein
durch Lösemittelabgabe aushärten, oxidativ härtende Lacke,
die durch Luftsauerstoff trocknen, chemisch härtende Lacke,
oft 2K-Materialien und strahlungshärtende Lacke, die bei-
spielsweise mit UV-Strahlung aushärten. Für Letzteres wird
ein separater UV-Trockner benötigt. Die RDS Anlagen eignen
sich bestens zur Aushärtung von Polyurethanharzen, Acryl-
harzen, Epoxidharzen, Acrylatharzen und Silikonverguss-
massen.
Insbesondere bei Schutzlacken, welche leicht flüchtige
Lösungsmittel beinhalten, ist ein langsames Erwärmen der
Baugruppe essentiell, da ein zu großer Temperaturgradient
in der Aufheizphase dazu führen kann, dass die oberste
Lackschicht zu schnell aushärtet und das darunter liegende
Lösemittel nicht mehr austreten kann.
Die Trocknungssysteme von Rehm Thermal Systems ver-
fügen aus diesem Grund über zwei kurze Zonen im Einlauf-
bereich, welche separat geregelt werden, um hierdurch den
optimalen Temperaturgradienten für den entsprechenden
Lack einstellen zu können.
Innovative Verfahren
abgestimmt auf Material und Produkt

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Optimales Wärmemanagement
mit IR-Strahlung und Konvektion
Durch unsere langjährige Erfahrung wissen wir
genau, welche Stellglieder benötigt werden,
um ein System aufzubauen, das einfach und
individuell an die verschiedenen Prozessanfor-
derungen und Produktionslandschaften unserer
Kunden angepasst werden kann.
Die RDS Systeme sind modular aufgebaut. Die
efzienten Ober- und Unterseitenheizungen
funktionieren mit Infrarot-Strahlung (IR) und/oder
Konvektion, um die unterschiedlichsten Materia-
lien zuverlässig zu trocknen. Mit der Realisierung
dieser beiden Wärmeübertragungsverfahren
sind die Anlagen optimal auf die Verarbeitung
lösemittelhaltiger Lacke und Vergussmassen
ausgelegt. So besteht der RDS Trocknungsofen
aus mehreren separat regelbaren Heizzonen. In
der Aufwärmphase werden die Baugruppe und der
Schutzlack auf Temperatur gebracht. Sowohl die
oberen wie auch die unteren IR-Strahler können
mit verschiedenen Solltemperaturen angesteuert
werden. So wird im Einlaufbereich des Trockners
vorzugsweise ein erhöhter IR-Strahlungsanteil
und eine reduzierte konvektive Wärmeübertra-
gung auf die Baugruppe aufgebracht. Hierdurch
werden insbesondere Lacke gleichmässig erwärmt
und durch die geringe Konvektion nicht auf der
Baugruppe verblasen.
In der Trocknungsphase wird die Temperatur ge-
halten bis das Material vollständig ausgehärtet ist.
Hierfür wird eine verstärkte Konvektion benötigt,
da die ausdampfenden Lösemittel abgeführt wer-
den müssen. In der anschließenden Abkühlphase
werden die Bauteile schonend herunterkühlt.