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7 Visionsysteme Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G
7.2 LP-Visionsystem Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx
7 - 18 Einrichter
Eigenschaften des Einfachkreuzes
Informationsgehalt etwas geringer als beim Doppelkreuz
Geringerer Platzbedarf im Layout als beim Doppelkreuz
Unempfindlicher als das Doppelkreuz bei hohen Verzinnungen
Abmessungen der Marke
Einfach- und Doppelkreuz
Abb. 7.2.3 Einfach- und Doppelkreuz mit idealen Abmaßen
Die Mindestabmaße für eine Marke in Länge (l) und Breite (b) hängen von der Strichstärke (s) und der Struk-
tur der Marke ab.
Länge (l) und Breite (b)
Für die gute Erkennbarkeit einer Marke sollten Länge und Breite mindestens 0,9 mm beim Einfachkreuz
und 1,8 mm beim Doppelkreuz betragen. Die Idealmaße betragen für das Einfachkreuz 2,0 mm und für
das Doppelkreuz 2,75 mm. Im Normalfall sind Länge und Breite gleich.
Strichstärke (s)
Die Strichstärke kann sich nach gängigen Strukturbreiten richten und wird zudem von der Markenart
abhängig sein. Achten Sie jedoch auf eine Mindeststrichstärke von 0,3 mm. Die ideale Strichstärke liegt für
beide Markentypen bei 0,5 mm.
Strichabstand (a)
Der Strichabstand richtet sich ebenfalls nach der Markenart. Er sollte auf keinen Fall 0,5 mm unterschrei-
ten. Beim Doppelkreuz beträgt der ideale Abstand 0,75 mm.
Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G 7 Visionsysteme
Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx 7.2 LP-Visionsystem
Einrichter 7 - 19
Dicke (d)
Insbesondere bei Marken aus Zinn sollten Sie darauf achten, daß eine Wölbung von 1/10 der Struktur-
breite nicht überschritten wird. Wird dieses Wölbungsmaß überschritten, kann unter Umständen die Marke
nicht gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Die Folge sind unterschiedliches Reflexionsverhalten und Större-
flexionen. Eine Erkennung der Marken ist dann nicht mehr gewährleistet.
Empfohlene Markenabmessungen
Bewertung der Markenformen
Bei verzinnten Strukturen und hoher Dimensionsstabilität (geringe Ätzschwankungen) können Vollkreis bzw.
Vollquadrat als sehr günstige Markenformen angesehen werden (Verhältnis Markendicke / Vorbelotungs-
stärke groß!). Nimmt die Dimensionsstabilität ab, so ist der Vollkreis dem Quadrat vorzuziehen.
Für die Markenformen Einfach- und Doppelkreuz ist Kupfer blank vorteilhaft, sofern die Oxidation noch nicht
zu fortgeschritten ist.
Markenoberfläche
Achten Sie auf eine möglichst ebene, gering oxidierte Markenoberfläche. Vermeiden Sie Benetzung der
Marke mit Lötstopplack, da sich sonst der Kontrast gegenüber dem Untergrund verringert oder Störrefle-
xionen auftreten können. Ähnliche Effekte entstehen auch bei verzinnten Marken.
Kontrast der Marken
Wählen Sie für eine gute Markenerkennung einen starken Helligkeitskontrast zwischen Marke und Basis-
material, d. h. helle Marken auf dunklem Basismaterial und umgekehrt. Tragen Sie zum Beispiel auf Kup-
fer- oder Zinnuntergrund dunkle Marken auf. Bei Keramiksubstraten mit heller Oberfläche und ungünstigen
Reflexionseigenschaften hilft oftmals, dunkles Widerstandsmaterial unterzulegen, um das Kontrastverhal-
ten zu verbessern.
Markentyp
Einfachkreuz Doppelkreuz
Bereich Idealbereich Bereich Idealbereich
Länge (l) 0,9 mm (min) 2,0 mm 1,8 mm 2,75 mm
Breite (b) 0,9 mm (min) 2,0 mm 1,8 mm 2,75 mm
Strichstärke (s) 0,3 - 1,5 mm 0,5 mm 0,3 - 0,75 mm 0,5 mm
Strichabstand (a) 0,5 mm (min) 0,75 mm
Dicke (d) < 1/10 der Strukturbreite < 1/10 der Strukturbreite
7 Visionsysteme Betriebsanleitung SIPLACE 80 S/F/G
7.2 LP-Visionsystem Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.010.xx
7 - 20 Einrichter
Anzahl der Marken
Bei der Verwendung von Keramiksubstraten und kleinen Leiterplatten genügt es in der Regel, zwei Paß-
marken aufzutragen. Bei größeren Leiterplatten empfiehlt es sich allerdings, drei Marken zu definieren.
Die einzelnen Marken können unterschiedliche Strukturen aufweisen. Sie vereinfachen aber die Erken-
nungsmethodik, wenn Sie für jede Marke dieselbe Struktur verwenden.
Korrektur bei zwei Marken
x-Lage
y-Lage
Verdrehung der Leiterplatte
Korrektur bei drei Marken : Idealerweise liegen die Geraden durch je zwei Markenzentren parallel zu
x- und y-Achse
x-Lage
y-Lage
Verdrehung der Leiterplatte
Scherung
Verzug der LP in x-Richtung
Verzug der LP in y-Richtung
HINWEIS
Sie dürfen auf keinen Fall 3 Marken so positionieren, daß sie auf einer Geraden liegen.
Abstand der Marken zueinander
Die Marken können Sie beliebig auf die Leiterplatte verteilen. Sinnvoll ist es, wenn die Abstände der Mar-
ken an den beiden Achsen möglichst groß sind. Je weiter die Paßmarken auseinander liegen, umso
genauer sind die optische Lage- und Winkelbestimmung.