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Betriebsanleitung SIPLACE CA-Serie 2 Betriebssicherheit Ausgabe 08/2011 DE 2.8 Sicherheitseinrichtungen 91 2.8.4.1 Aufbau der SIPLACE-NOT -HAL T -Schleifen Folgende Kont akte sind in Serie geschaltet und bilden die NOT -…

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2 Betriebssicherheit Betriebsanleitung SIPLACE CA-Serie
2.8 Sicherheitseinrichtungen Ausgabe 08/2011 DE
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Schützsicherheitskombination 3TK2806 2
Die Schützsicherheitskombination ist im Stromversorgungseinschub untergebracht. Sie wird zur
Überwachung der NOT-HALT-Schaltungen und Schutzeinrichtungen verwendet.
Drei Bedingungen müssen für die Aktivierung der Schützsicherheitskombination erfüllt sein:
Das Signal "Softwarefreigabe" muss erfolgt sein.
Die NOT-HALT-Schleife muss geschlossen sein.
Die Starttaste muss betätigt worden sein.
An der Frontseite der Schützsicherheitskombination befinden sich drei grüne LED für die
Betriebsanzeige (siehe Abb. 2.8 - 7
, Seite 91):
Die LED "Netz" zeigt an, dass Spannung anliegt.
Die LED "Kanal 1" und "Kanal 2" leuchten, wenn der Starttaster betätigt wurde, die NOT-
HALT-Schleife geschlossen ist und der Meldekreis keinen Fehlerstatus signalisiert.
Servicesteckdose (Pos. 2 in Abb. 2.8 - 6) 2
Die Servicesteckdose ist im Stromversorgungseinschub untergebracht und durch die Abdeckung
gesichert. Sie kann nur genutzt werden, wenn der Automat eine 5-Leiterverbindung (L1, L2, L3,
N und PE) zum Versorgungsnetz hat. Bei einem 4-Leiteranschluss - beispielsweise ohne N - ist
die Steckdose nicht nutzbar.
WARNUNG 2
Beachten Sie dazu auch die Sicherheitshinweise über lebensgefährliche Spannungen, auch
wenn der Automat ausgeschaltet ist! (Siehe Abschnitt 2.1.5 ab Seite 35)
2.8.4 NOT-HALT-Schleifen und Meldekreis an SIPLACE und SWS
Die NOT-HALT-Funktionalität der SIPLACE ist um die NOT-HALT-Schleife für das SWS erweitert
worden. Dazu ist das Schaltgerät 3TK2830-1CB30 (K6.1) in die Stromversorgung der SIPLACE
integriert (siehe Plan "Erweiterung NOT-AUS-CA-SIplace" [00386139].
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2.8.4.1 Aufbau der SIPLACE-NOT-HALT-Schleifen
Folgende Kontakte sind in Serie geschaltet und bilden die NOT-HALT-Schleife:
Schließkontakte der vier Schutzhaubenschalter
Schließkontakte der beiden Schutzschalter für die Abdeckklappen über dem LP-Transport
Schließkontakte der beiden NOT-HALT-Taster
Schließkontakte der Zuführmodul-Abdeckklappen (Option)
Schließkontakte der vier BE-Wagen bzw. SWS-Module (Wafer-Feeder)
Kanäle der Schützsicherheitskombination SSK K6 und Erweiterung K6.1 (3TK2830-1CB30)
Bei der NOT-HALT-Schleife 2 wird das CAN-Bus-Signal des Meldekreises (siehe Abschnitt
2.8.4.2
) dem Kanal 2 der Schützsicherheitskombination SSK K6 zugeführt. Ist die NOT-HALT-
Schleife geschlossen, und wird keine Fehlfunktion vom Meldekreis signalisiert, so leuchten zu-
sätzlich zur grünen Netzkontroll-LED der Schützsicherheitskombination die beiden grünen LED
der Kanäle 1 und 2.
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Abb. 2.8 - 7 Signal-LED an der Schützsicherheitskombination K6 und SWS-Not-Aus-Schaltgerät K6.1
(1) Netz / Power
(2) Kanal 1 / Channel 1
(3) Kanal 2 / Channel 2
(4) SWS-Not-Aus-Schaltgerät
Erweiterung K6.1 (3TK2830-1CB30)
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2.8.4.2 Aufbau des Meldekreises
Die Meldekontakte der Schutzschalter von Schutzhauben, von Abdeckklappen über dem LP-
Transport, von BE-Wagen bzw. SWS-Modul und von NOT-HALT-Tastern werden einzeln abge-
fragt. Im betriebsbereiten Zustand des Automaten sind alle Meldekontakte geschlossen. Wird z.
B. eine Schutzhaube angehoben, öffnet der jeweilige Meldekontakt. Über den CAN-Bus wird di-
ese Zustandsänderung dem Steuerrechner signalisiert. An der Bedieneroberfläche des Stations-
rechners und des SWS wird die entsprechende Fehlermeldung eingeblendet.
2.8.4.3 Funktionsbeschreibung der SIPLACE-NOT-HALT-Schleifen
Für das Starten und für den Betrieb des Automaten müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Die vorhandenen BE-Wägen müssen angedockt und angeschlossen sein.
Die SWS-Module müssen eingebaut und angeschlossen sein (
Not-Aus Interface- Stecker X1x).
Die SWS-Not-Aus-Schleifen (je eine pro SWS) müssen geschlossen sein.
Alle Schutzhauben müssen geschlossen sein.
Die beiden Abdeckklappen über dem LP-Transport müssen geschlossen sein.
Die NOT-HALT-Taster an Automat (2) und SWS (1 pro SWS) müssen entriegelt sein
Die Abdeckklappen (Option) über den Zuführmodulen müssen geschlossen sein.
Der Mindestbetriebsdruck muss erreicht sein.
Das Signal "Softwarefreigabe" muss aktiviert sein. Damit ist der Sicherheitskreis geschlos-
sen.
Von der Stromversorgung werden 24 V- an die Starttaster und die Schützsicherheitskombina-
tion durchgeschaltet.
Wird jetzt einer der Starttaster gedrückt, schalten die Schützsicherheitskombination SSK K6
und die Erweiterung K6.1und aktivieren folgende Komponenten:
Zwischenkreisspannung 250 V- für die Servoverstärker der Portalachsen
Zwischenkreisspannung 145 V- für die Sternachsen
Der Achseinschub (Axis Unit) bekommt ein "Servo Enable" - Signal für die Servoverstär-
ker
34 V- Betriebsspannung werden an die BE-Wagen durchgeschaltet
24 V- Betriebsspannung werden zu den Leergurtschneideinrichtungen durchgeschaltet.
Die LP-Transportsteuerung erhält das Freigabesignal für die LP-Klemmung, den LP-
Stopper und die Hubtischsteuerung
Damit ist die Maschine betriebsbereit.