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2 Betriebssicherheit Betriebsanleitung SIPLACE SX1/SX2 2.12 EGB-Richtlinien Ab Softwareversion SR.706.1 SP1 Ausgabe 10/2014 92 Bringen Sie Baugrup pen nicht mit aufladbaren un d hochisolierend en S tof fen in Berührung, …

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Betriebsanleitung SIPLACE SX1/SX2 2 Betriebssicherheit
Ab Softwareversion SR.706.1 SP1 Ausgabe 10/2014 2.12 EGB-Richtlinien
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2.12 EGB-Richtlinien
2.12.1 Was bedeutet EGB?
Fast alle modernen Baugruppen sind mit hochintegrierten Bausteinen bzw. Bauelementen in
MOS-Technik bestückt. Diese elektronischen Bauelemente sind technologisch bedingt sehr emp-
findlich gegen Überspannungen und damit auch gegen elektrostatische Entladung.
Die Kurzbezeichnung für solche elektrostatisch gefährdeten Bauelementebaugruppen ist ’EGB’.
Daneben findet man häufig auch die international gebräuchliche Bezeichnung ’ESD’ (Electrostatic
Sensitive Device). Nachstehendes Symbol auf Schildern an Schränken, Baugruppenträgern oder
Verpackungen weist auf die Verwendung von elektrostatisch gefährdeten Bauelementen und da-
mit auf die Berührungsempfindlichkeit der betreffenden Baugruppen hin.
EGB können durch Spannungen und Energien zerstört werden, die weit unterhalb
der Wahrnehmungsgrenze des Menschen liegen. Solche Spannungen treten be-
reits dann auf, wenn ein Bauelement oder eine Baugruppe von einem nicht elekt-
rostatisch entladenen Menschen berührt wird. Bauelemente, die solchen
Überspannungen ausgesetzt wurden, können in den meisten Fällen nicht sofort als fehlerhaft er-
kannt werden, da sich erst nach längerer Betriebszeit ein Fehlverhalten einstellen kann.
2.12.2 Wichtige Schutzmaßnahmen gegen statische Aufladung
Die meisten Kunststoffe sind stark aufladbar und deshalb unbedingt von den gefährdeten
Bauelementen fernzuhalten!
Beim Umgang mit elektrostatisch gefährdeten Bauelementen ist auf gute Erdung von
Mensch, Arbeitsplatz und Verpackung zu achten!
2.12.3 Handhabung von EGB-Baugruppen
Grundsätzlich gilt, dass elektronische Baugruppen nur dann berührt werden sollten, wenn dies
wegen daran vorzunehmender Arbeiten unvermeidbar ist. Fassen Sie dabei Flachbaugruppen
auf keinen Fall so an, dass dabei Bauelemente-Pins oder Leiterbahnen berührt werden.
Bauelemente dürfen nur berührt werden,
wenn man über EGB-Armband ständig geerdet ist oder
wenn man EGB-Schuhe oder EGB-Schuherdungsschutzstreifen in Verbindung mit einem
EGB-Boden trägt.
Vor dem Berühren einer elektronischen Baugruppe muss der eigene Körper entladen werden.
Dies kann in einfachster Weise dadurch geschehen, dass unmittelbar vorher ein leitfähiger, geer-
deter Gegenstand berührt wird (beispielsweise metallblanke Schaltschrankteile, eine Wasserlei-
tung usw.).
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Bringen Sie Baugruppen nicht mit aufladbaren und hochisolierenden Stoffen in Berührung, z.B.
Kunststoff-Folien, isolierende Tischplatten oder Bekleidungsteile aus Kunstfaser.
Legen Sie Baugruppen nur auf leitfähigen Unterlagen ab (Tisch mit EGB-Auflage, leitfähiger EGB-
Schaumstoff, EGB-Verpackungsbeutel, EGB-Transportbehälter).
Bringen Sie Baugruppen nicht in die Nähe von Datensichtgeräten, Monitoren oder Fernsehgerä-
ten. Halten Sie zum Bildschirm einen Mindestabstand von > 10 cm ein.
2.12.4 Messen und Ändern an EGB-Baugruppen
An den Baugruppen darf nur unter folgenden Bedingungen gemessen werden:
Das Messgerät ist geerdet (z.B über Schutzleiter) oder
vor dem Messen wird bei potentialfreiem Messgerät der Messkopf kurzzeitig entladen (z.B
metallblankes Steuerungsgehäuse berühren).
Verwenden Sie nur einen geerdeten Lötkolben, wenn Sie löten.
2.12.5 Versenden von EGB-Baugruppen
Bewahren Sie Baugruppen und Bauelemente grundsätzlich in leitfähiger Verpackung (z.B.
metallisierten Kunststoffschachteln oder Metallbüchsen) auf bzw. versenden Sie diese auch
in leitfähiger Verpackung.
Sind Verpackungen nicht leitend, müssen Sie die Baugruppen vor dem Verpacken leitend
umhüllen. Verwenden Sie dazu beispielsweise leitfähigen Schaumgummi, EGB-Beutel,
Haushalts-Alufolie oder Papier - unter keinen Umständen aber Kunststofftüten oder -folien).2
Achten Sie bei Baugruppen mit eingebauten Batterien darauf, dass die leitfähige Verpackung
die Batterieanschlüsse nicht berührt oder kurz schließt und decken Sie gegebenenfalls An-
schlüsse zuvor mit Isolierband oder Isoliermaterial ab.
Betriebsanleitung SIPLACE SX1/SX2 3 Technische Daten und Baugruppen
Ab Softwareversion SR.706.1 SP1 Ausgabe 10/2014 3.1 Leistungsdaten SIPLACE SX1/SX2
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3 Technische Daten und Baugruppen
3.1 Leistungsdaten SIPLACE SX1/SX2
3.1.1 Maschinenleistung
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Bestückkopftypen SIPLACE SpeedStar (C&P20)
SIPLACE MultiStar (CPP)
SIPLACE TwinStar (TH)
Bestückleistung
Die Bestückleistung wird durch die unterschiedlichen Kopfkombinationen und Kopfpositionen sowie die Transportkonfi-
gurationen beeinflußt. Auch individuell unterschiedliche Optionen und die kundenspezifischen Anwendungen beein-
flussen die Bestückleistung. Auf Anfrage kann SIPLACE Ihnen die jeweilige Realleistung für Ihr Produkt auf Ihrer
Maschinenkonfiguration berechnen.
IPC Wert [BE/h]
Entsprechend den herstellerneutralen Rahmenbedingungen der IPC 9850-Norm der Association Connecting Electro-
nics Industries.
SIPLACE Benchmark Wert [BE/h]
Der SIPLACE Benchmark Wert wird im Rahmen der Maschinenabnahme nachgewiesen und entspricht den Bedingun-
gen aus dem SIPLACE Liefer- und Leistungsumfang.
Theoretischer maximaler Leistungswert [BE/h]
Der theoretische maximale Leistungswert ergibt sich aus den maximal möglichen günstigsten Rahmenbedingungen für
jeden Maschinentyp und Einstellungen und entspricht den theoretischen branchenüblichen Bedingungen.
Bestückautomat SIPLACE SX2 Bestückbereich IPC Wert Benchmark Wert Theoretischer Wert
C&P20 / C&P20 48.000 60.000 67.750
CPP/CPP
*a
38.000 46.000 56.000
CPP
*b
/TH 23.100 27.000 31.000
TH/TH 10.200 11.000 13.000
Bestückautomat SIPLACE SX1 Bestückbereich IPC Wert Benchmark Wert Theoretischer Wert
C&P20 24.000 30.000 33.875
CPP
a
19.000 23.000 28.000
TH 5.100 5.500 6.500
Bestückpositionen 6.000 / Portal für die Collect&Place-Köpfe
2.000 / Portal für den TwinStar
*)a MultiStar CPP: tiefe Montageposition
*)b MultiStar CPP: hohe Montageposition