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1 Einleitung 1.3 Weitere Hinweise Serviceanleitung SIPLACE X-Serie S 06/2019 21 1.3.4.4 Messen und Ändern an EGB-Baugruppen Führen Sie nur dann Messungen an Baugruppen durch, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt i…

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1 Einleitung
1.3 Weitere Hinweise
20 Serviceanleitung SIPLACE X-Serie S 06/2019
1.3.3 Hinweise zu dieser Serviceanleitung
WARNUNG
Zusatzqualifikation erforderlich
Die in dieser Anleitung beschriebenen Servicearbeiten sind nur durch speziell geschulte
Servicetechniker zu leisten und erfordern daher eine entsprechende Zusatzqualifikation
und Zusatzkenntnisse.
Für spezielle Fragen bei Servicearbeiten wenden Sie sich bitte direkt an die SIPLACE-Kundenhot-
line oder senden Sie eine E-Mail an: hotline.siplace@asmpt.com.
1.3.4 EGB-Richtlinien
1.3.4.1 Was bedeutet EGB?
Abb.6: EGB-Aufkleber
Fast alle modernen Baugruppen sind mit hochintegrierten Bausteinen
bzw. Bauelementen in MOS-Technik bestückt. Diese elektronischen
Bauelemente sind technologisch bedingt sehr empfindlich gegen
Überspannungen und damit auch gegen elektrostatische Entladung.
Die Kurzbezeichnung für elektrostatisch gefährdete Baugruppen ist
EGB. Daneben findet man häufig auch die international gebräuch-
liche Bezeichnung ESD (Electrostatic Sensitive Device). Neben-
stehendes Symbol auf Schildern an Schränken, Baugruppenträgern
oder Verpackungen weist auf die Verwendung von elektrostatisch
gefährdeten Bauelementen und damit auf die Berührungsempfind-
lichkeit der betreffenden Baugruppen hin.
EGBs können durch Spannungen und Energien zerstört werden, die weit unterhalb der Wahrneh-
mungsgrenze des Menschen liegen. Solche Spannungen treten bereits dann auf, wenn ein Bau-
element oder eine Baugruppe von einem nicht elektrostatisch entladenen Menschen berührt wird.
Bauelemente, die solchen Überspannungen ausgesetzt wurden, können in den meisten Fällen
nicht sofort als fehlerhaft erkannt werden, da sich erst nach längerer Betriebszeit ein Fehlverhal-
ten einstellen kann.
1.3.4.2 Wichtige Schutzmaßnahmen gegen statische Aufladung
Die meisten Kunststoffe sind stark aufladbar und deshalb unbedingt von den gefährdeten
Bauelementen fernzuhalten!
Beim Umgang mit elektrostatisch gefährdeten Bauelementen ist auf gute Erdung von Mensch,
Arbeitsplatz und Verpackung zu achten!
1.3.4.3 Handhabung von EGB-Baugruppen
Grundsätzlich gilt: Berühren Sie elektronische Baugruppen nur dann, wenn Sie Arbeiten an den
Baugruppen ausführen müssen. Fassen Sie dabei Flachbaugruppen auf keinen Fall so an, dass
dabei Bauelemente-Pins oder Leiterbahnen berührt werden.
Behren Sie Bauelemente nur, wenn Sie selbst durch eine der folgenden Mnahmen geerdet sind:
Sie tragen ein EGB-Armband.
Sie tragen EGB-Schuhe.
Sie tragen EGB-Schuherdungsschutzstreifen in Verbindung mit einem EGB-Boden.
Bevor Sie eine elektronische Baugruppe berühren, entladen Sie Ihren eigenen Körper, indem Sie
unmittelbar vorher einen leitfähigen, geerdeten Gegenstand berühren (z.B. metallblanke Schalt-
schrankteile, Wasserleitung).
Bringen Sie Baugruppen nicht mit aufladbaren und hochisolierenden Stoffen in Berührung,
z.B.Kunststoff-Folien, isolierende Tischplatten oder Bekleidungsteile aus Kunstfaser.
Legen Sie Baugruppen nur auf leitfähigen Unterlagen ab (Tisch mit EGB‑Auflage, leitfähiger
EGB‑Schaumstoff, EGB-Verpackungsbeutel, EGB-Transportbehälter).
Bringen Sie Baugruppen nicht in die Nähe von Datensichtgeräten, Monitoren oder Fernsehern.
Halten Sie mindestens einen Abstand von 10cm zu Monitoren ein.
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1.3 Weitere Hinweise
Serviceanleitung SIPLACE X-Serie S 06/2019 21
1.3.4.4 Messen und Ändern an EGB-Baugruppen
Führen Sie nur dann Messungen an Baugruppen durch, wenn eine der folgenden Bedingungen
erfüllt ist:
Sie verwenden ein geerdetes Messgerät (z.B.über Schutzleiter).
Sie verwenden ein potentialfreies Messgerät und entladen den Messkopf vor der Messung
(z.B.indem Sie ein metallblankes Steuerungsgehäuse berühren).
Verwenden Sie nur einen geerdeten Lötkolben, wenn Sie Lötarbeiten durchführen.
1.3.4.5 Versenden von EGB-Baugruppen
Bewahren Sie Baugruppen und Bauelemente grundsätzlich in leitfähiger Verpackung
(z.B.metallisierten Kunststoffschachteln oder Metallbüchsen) auf bzw. versenden Sie diese
auch in leitfähiger Verpackung.
Sind Verpackungen nicht leitend, müssen Sie die Baugruppen vor dem Verpacken leitend
umhüllen. Verwenden Sie dazu beispielsweise leitfähigen Schaumgummi, EGB‑Beutel, Haus-
halts-Alufolie oder Papier. Unter keinen Umständen dürfen Sie Kunststofftüten oder -folien
verwenden.
Achten Sie bei Baugruppen mit eingebauten Batterien darauf, dass die leitfähige Verpackung
die Batterieanschlüsse nicht berührt oder kurz schließt und decken Sie gegebenenfalls
Anschlüsse zuvor mit Isolierband oder Isoliermaterial ab.
1.3.5 Gültigkeit des Dokuments
Dieses Dokument beinhaltet Hinweise zu den Servicearbeiten für alle SIPLACE X3 S-, X4 S- und
X4iS-Maschinen.
Die beschriebenen Servicearbeiten sind Modulweise aufgeführt und für alle Maschinentypen weit-
gehend gleich:
Im Falle, dass eine Unterscheidung notwendig ist, wird mit Bezugnahme auf die Maschinen-
nummer der laufenden Serie der unterschiedliche Auslieferungszustand dokumentiert.
Abbildungen sind exemplarisch zu verstehen, so bedeutet z.B. die Darstellung einer
SIPLACEX3S oder einer abweichenden Maschinenlackierung nicht, dass die nachfolgende
Information ausschließlich für den dargestellten Maschinentyp gilt.
Der Schwerpunkt liegt in der Beschreibung der mechanischen Servicearbeiten.
Für elektrische Überprüfungen wird auf die Wirkschaltplanmappe verwiesen:
Wirkschaltplanmappe SIPLACE X-Serie S (bis Gxxxx) [DEEN:00197021‑xx]
Wirkschaltplanmappe SIPLACE X-Serie S (ab Hxxxx) [DEEN:00197920‑xx]
1 Einleitung
1.3 Weitere Hinweise
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1.3.6 Übersicht über die Ausgabestände
Ausgabe Änderungen
07/2013 Erstausgabe
01/2014 Änderungen, Ergänzungen und Korrekturen:
Ergänzungen für X4i S micron, X4 S micron
Grundmaschine: Verschraubungen an den Gasdruckfedern prüfen, Einstel-
lung der Maschinenhauben, Führungsrollen
Elektrik und Steuerung: Spannung Puls-Netzteil A8, CAN-Switch
Pneumatik: Hauptschalter, Motorschutzschalter, Motorschutz-Auslöser-
block, Abdichten von Schraubverbindungen
Portal: Kabelschlepp, LP-Kamera, Drucksensor
Transport: Verschieben von Transportwangen, Klemmeinheiten, Umlenkrol-
len, Laserlichtschranke Sender/Empfänger, Transportbreiten ET
Bestückköpfe: Ergänzungen für C&P20 P
Pipettenwechsler: Neue Pipettenwechsler, Schaltereinheit
BE-Tisch: Betätiger
Docking-Station: FCU
SPS: Rundkabel
07/2015 Änderungen, Ergänzungen und Korrekturen:
X-Modul-Upgrade
Grundmaschine: Einstellung der Hauben
Elektrik: Spannungsfreiheit, SMPS Stromversorgung, Motorschutzschalter,
Arbeitsstromauslöser, Meldeleuchte
Steuerung: CAN-Interface, GigE-Ethernet-Adapter, LAN-Karte, I/O-Control-
Unit, BoxPC, Hotlink-Interface-Karte
Pneumatik: Proportionalregler
Portal: MGCU, Vision-Base-Interface, Vision-Head-Interface, Kabelschlepp,
Führungswagen, X- und Y-Motor, Sensorik Kopfplatte, Drucksensor, Kopf-
Interface
Transport: Klemmeinheiten
Bestückköpfe: C&P20 P, Stationäre Kameras
Pipettenwechsler: Pipettenwechsler, Ventil entfällt, Schaltereinheit entfällt
Messmittel
BE-Einzug: Sensoren Abwurfbehälter, FCU
Schneidgerät: Einstellzeiten, Prallblech
Docking-Station: Netzteil
Platinenbeschreibungen: Vision-Base-Interface, Vision-Head-Interface,
Ansteuerplatine SPS, I/O-Control-Unit, Kopf-Interface, X-Basisadapter Twin,
FCU