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Konfidenzintervalle für die Fähigkeitindizes
Bei der Erstellung eines Messplanes (Rezept), muss bei der Entscheidung
über die Anzahl der bestückten Bauteile pro Bestückkopf, auf die Konfidenzintervalle ge-
achtet werden.
Erklärung:
Da die Berechnung der Fähigkeitskoeffizienten (cm, cmk) auf der Basis von sog. Stichpro-
ben berechnet werden, muss man annehmen, dass diese innerhalb von gewissen Grenzen
vom Zufall mit beeinflusst werden und somit eine Schätzung darstellen.
Dieser Einfluss wird mit Hilfe von Konfidenzintevallen angegeben.
Das Konfidenzintervall sagt aus, wie weit der berechnete cm-, cmk-Wert, bei einer ange-
nommenen Wahrscheinlichkeit von 95%, abhängig von der Größe der Stichprobe,
schwanken kann.
Die oben stehende Tabelle zeigt, die Konfidenzintervalle (cmk
u
bis
cmk
o
)
abhängig von der Größe der Stichprobe.
HINWEIS / NOTICE
Da bei den meisten Standard-MFU Rezepten pro einzelnen Kopf oft nur Stichproben in der Größe < 50 Stk.
gemessen werden, muß bei der Bewertung des Meßergebnisses (Größe des berechneten cmk) auf das
Konfidenzintervall bezogen auf diese „Anzahl Messwerte“ Rücksicht genommen werden. Ein Ergebnis ist
daher nur dann als GUT zu bewerten, wenn das Ergebnis über den cmk
o
angesiedelt ist.
Cm-, Cmk- Wert
1
1,33
1,67
Anzahl
Messwerte
cmk
u
cmk
o
cmk
u
cmk
o
cmk
u
cmk
o
20
0,71
1,29
0,95
1,71
1,21
2,13
40
0,79
1,21
1,07
1,59
1,35
1,99
50
0,82
1,18
1,1
1,56
1,38
1,96
75
0,85
1,15
1,14
1,52
1,44
1,9
100
0,87
1,13
1,17
1,49
1,47
1,87
200
0,91
1,09
1,21
1,45
1,53
1,81
500
0,94
1,06
1,26
1,4
1,58
1,76
1000
0,96
1,04
1,28
1,38
1,61
1,73
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Vergleich von versch. Maschinenspezifikationen
Bei der Spezifikation von Siplace Maschinen werden meist 4 Sigma verwendet. Andere
Hersteller benutzen oft 3 Sigma für die Angabe Ihrer Spezifikation.
Manche Kunden verlangen die Berechnung nach einer 5 Sigma Spec. und generell ist
dabei ein Trend zu 5 Sigma, bzw. 6 Sigma Angaben zu sehen.
Um die verschiedenen Angaben miteinander zu Vergleichen muss folgendes beachtet
werden.
Wird die Angabe der Ergebnisse mit 5, oder 6 Sigma verlangt, so muss prinzipiell erst
geklärt werden, ob diese Änderung einer Verschärfung der standardmäßigen Angabe der
Spezifikation sein soll, oder ob die Bewertung auf Basis 5, oder 6 Sigma äquvalent zur
Standard Angabe von 4 Sigma erfolgen soll.
Sehen Sie dazu die nachfolgende Tabelle.
HINWEIS / NOTICE
Sigma-Angaben dürfen nicht einfach ausgetauscht werden.
Die Spezifikationsgrenzen müssen dazu evtl. angepasst werden.
Will man also von einer Spezifikation 90µm / 4 Sigma auf eine äquivalente Angabe
bezogen auf 5 Sigma gelangen, so gilt:
±90µm / 4 = 22,5µm (1σ) => 22,5*5 = ±112,5 (~±113µm).
D.h., eine äquivalente 5σ Spec. zu ±90µm / 4σ, liegt bei ±113µm.
Falls also die Angabe von 5σ bei gleichbleibenden Limit’s gefordert wird, muss darauf
hingewiesen werden, dass die Maschine also um ±23µm besser sein soll, als bei der
Standard Spezifikation.
4 Sigma
(Siplace Standard)
äquivalente Werte für
3 Sigma
5 Sigma
6 Sigma
in µm
in µm
in µm
in µm
120
90
150
180
90
68
113
135
80
60
100
120
70
53
88
105
60
45
75
90
50
38
63
75
40
30
50
60
30
23
38
45
20
15
25
30
15
11
19
23
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Erläuterungen zur Interpretation der Grafik Einzelwerte-Darstellung:
Bei der Bewertung der Grafik ist erst mal darauf zu achten,
ob eine Normalverteilung vorliegt.
(1) Normalverteilung ?
a) chaotischer Verlauf:
Die Messwerte springen chaotisch zwischen wenigen Werten hin und her.
D.h. die Einzelwerte sind nicht normalverteilt. Die Maschine gilt als nicht fähig.
b) Normalverteilung mit Trend:
Die Messwerte folgen einem Trend, der auf systematische Einflüsse auf den Prozess hin-
deutet. Der Prozess muss z.B. durch Mapping noch stabilisiert werden.
c) Normalverteilung ohne Trend:
Die Messwerte streuen zufällig um einen konstanten Mittelwert, so dass die Messwerte
statistisch ausgewertet und die Maschinenfähigkeitsindizes ermittelt werden können.
a)
b)
c)