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Montageanleitung 01005-Paket
Ausgabe 12/2007
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2.1.2 Fehlersuche (Feintuning)
Die folgenden Maßnahmen dienen als Checkliste um die Abholrate und damit auch die DPM-Rate
zu verbessern. 2
Versuche zeigten, dass sich eine schlechte Abholrate auch auf die Bestückqualität auswirkt. Sit-
zen die Bauteile nach dem Abholen stark außermittig, verdreht, gekippt oder umgedreht auf der
Pipette, können diese beim Auftreffen auf das Lotpastendepot verrutschen oder fehlerhaft gesetzt
werden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn das Visionsystem dies durch falsche Bauteilabmes-
sungen bzw. zu große Toleranzeingaben in der Gehäuseformbeschreibung erlaubt. Es muss also
sichergestellt sein, dass die realen Bauteildimensionen verwendet werden und die Toleranzein-
gaben einen sinnvollen Mittelweg zwischen zu vielen Visionfehlern und ein sicheres Abholen er-
geben. Die in den Standardgehäuseformen eingegebenen Werte für Bauteildimensionen bzw.
Abholtoleranzen sollen als Anhaltswert dienen, können aber je nach Bauteilhersteller, Bauteiltyp
bzw. Qualitätskriterien variieren. Es ist somit auch möglich, dass für einen Bauteiltyp von unter-
schiedlichen Herstellern verschiedene Gehäuseformen erstellt werden müssen. 2
Visionfehler können nachträglich im Menü "Ansicht" => "Vision Messungen" analysiert werden.
Hier kann man schnell erkennen, ob es sich tatsächlich um ein defektes Bauteil, unglückliche Ge-
häuseformbeschreibungen oder einen fehlerhaften Abholvorgang handelt. Bauteildefekte zeich-
nen sich durch deformierte oder angebrochene Bauteilkörper aus. Viel häufiger sind jedoch
Toleranzabweichungen bei den Körperabmessungen. 2
Außerdem kann es Helligkeitsunterschiede an der Passivierungsschicht bei Widerständen geben,
die dann zu Problemen bei der Face-Down-Erkennung führen. 2
Weiterhin geht die Qualität des Lotpastendrucks maßgeblich in die Bestückqualität ein. Zipfelbil-
dung oder zu viel Lotpaste beim Druck beinträchtigen die Setzgenauigkeit. Eingetrocknete- oder
zu wenig Lotpaste verschlechtert die Bauteilhaftung auf der Leiterplatte, dies erhöht die Gefahr,
dass Bauteile nach dem Setzen wieder von der Pipette hochgerissen werden. 2
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2.1.2.1 Fehlerbild: Schlechte Abholrate
Bauteile sitzen bei Betrachtung des Vision-Lifebildes verdreht, hochkant oder gekippt an der Pi-
pette; Bauteile springen während des Förderertaktens aus der Bauteiltasche oder kleben auf der
abgezogenen Gurtfolie. 2
Ursachen am Förderer:
Taktet der Förderer zeitverzögert? > Abgezogene Gurtfolie aus Förderer entleeren > Gurt
muß sich leichtgängig von der Gurtrolle abrollen!
Ist die richtige Abholposition bzw. Pitch eingestellt?
Ist die Fördererabdeckklappe geschlossen?
Ist der abgesetzte Spacer vorhanden?
Ist die Folienabzugskante sauber?
Wird der richtige Förderer 00176100.xx verwendet?
Liegt der Gurt auf dem Spacer auf oder federt er durch?
Hält der Förderer beim Takten die Abholposition ein?
(Kontrollmöglichkeit: mit LP Kamera im Menü ("Rüstung anzeigen" => "Position korrigie-
ren"). Dabei wird die Abholposition angefahren. Taktet man dann den Förderer mehrmals,
darf dabei die Abholposition nicht wandern).
Ursachen an der Maschine:
Ist die Fördererlageerkennung aktiv?
Wurde die Bauteiltasche bei der Fördererlageerkennung richtig erkannt? (Kontrollmöglich-
keit: mit LP Kamera (Rüstung anzeigen > Position korrigieren). Gegebenenfalls die Förder-
erlageerkennung nochmals mit Bauteil in der Gurttasche durchführen (Rüstung anzeigen >
Förderer Lageerkennung).
Ist die automatische Druckluftabschalung aktiviert? Gegebenenfalls die Abschaltzeit redu-
zieren.
Sind Pipetten verschmutzt, verschlissen oder fehlerhaft aufgesteckt? Kontrollmöglichkeit in
den Einzelfunktionen (Portal > Pipettenoffsets Revolverkopf > erneut messen).
Als verschmutzt bzw. verschlissen angezeigte Pipetten gegen Fehlerfreie austauschen.
Nur bei SIPLACE D4: Wurde die BE-Tisch Höhe angepasst, damit die Fördererlageerken-
nung zuverlässig funktionieren kann?
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Ursachen an den Bauteilen:
Ist die Gurtabdeckfolie klebrig?
Fallen die Bauteile bei abgezogener Gurtabdeckfolie leicht aus der Bauteiltasche?
Wurden die Bauteile zu trocken gelagert? Evtl. nach Öffnen der Bauteilrollenverpackung
warten, bis sich ein Feuchtigkeitsausgleich zwischen Umgebung und Bauteilrolle einge-
stellt hat. (ca. 30min je nach Feuchtigkeitsunterschied).
2.1.2.2 Fehlerbild: Face-Down-Fehler, GF außerhalb der Toleranz (Visionfehler)
Falsche Face-Down-Fehler bei Widerständen; Gehäuseformabmessungen außerhalb der Tole-
ranz 2
Ursachen an der Maschine:
Bei den 01005 Widerständen wird empfohlen, die Face-Down-Erkennung in der Gehäuseformbe-
schreibung zu aktivieren. Dabei wird als Defaultwert eine Graustufengrenze von 127 für umge-
drehte Bauteile vorgegeben. Um den genauen Wert herauszufinden, ist eine Möglichkeit
abzuwarten bis sich beim Abholen tatsächlich ein Bauteil umgedreht an der Pipette befindet und
dieses als Face-Down in den Visionfehlern angezeigt wird. Danach kann man diesen Visiondump
unter Ansicht => "Visionmesskontexte" aufrufen und mittels des Mauszeigers den Grauton für die
Bauteiloberseite bestimmen. Zusätzlich braucht man noch den Grauton für die Bauteilunterseite,
den man z. B. im Menü => "Bauelement messen und Gehäuseformdaten ändern" => "Bauelement
testen" mit hilfe des Mauszeiger auf der Bauteilunterseite herausfinden kann. Der Mittelwert aus
beiden Grautönen ergibt den Schwellwert für die Face-Down-Erkennung. Dieser kann dann an
der Station unter "Bauelement messen und Gehäuseformdaten ändern" => "Algorithmenparame-
ter manipulieren" => "Face Down" eingetragen werden. 2
Bei Rohm- und Kamaya Widerstanden hat sich ein Wert um ca. 80 bewährt. 2
Werden zu viele Visionfehler bezüglich Gehäuseformabmessungen außerhalb der Toleranz an-
gezeigt, empfiehlt es sich die realen Bauteilabmessungen in die Gehäuseform einzutragen. Dabei
im Menü "Bauelement messen und Gehäuseformdaten ändern" => "Bauelement testen" => ein
Bauteil abholen, und unter "Dimensionsergebnis" den gemessenen Wert in Bauteillänge und Bau-
teilbreite auslesen. Diesen Vorgang wiederholt durchführen und den Mittelwert bilden. Danach die
reale Bauteillänge und Bauteilbreite in der Gehäuseformbeschreibung eintragen. 2
Ursachen an den Bauteilen
Die Dimensionswerte für 01005 Bauelement sind üblicherweise mit 0,4mm Länge und 0,2mm
Breite bei einer Toleranz von +- 20µm spezifiziert. Unserer Erfahrung nach befinden sich die Kon-
densatoren in ihren Abmaßen eher an der unteren Toleranzgrenze. Sie sind somit etwas kleiner
als Widerstände. Dies sollte bei den Abmaßen in der Gehäuseformbeschreibung berücksichtigt
werden. 2