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Montageanleitung 01005-Paket
Ausgabe 12/2007
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2.1.2.1 Fehlerbild: Schlechte Abholrate
Bauteile sitzen bei Betrachtung des Vision-Lifebildes verdreht, hochkant oder gekippt an der Pi-
pette; Bauteile springen während des Förderertaktens aus der Bauteiltasche oder kleben auf der
abgezogenen Gurtfolie. 2
– Ursachen am Förderer:
– Taktet der Förderer zeitverzögert? > Abgezogene Gurtfolie aus Förderer entleeren > Gurt
muß sich leichtgängig von der Gurtrolle abrollen!
– Ist die richtige Abholposition bzw. Pitch eingestellt?
– Ist die Fördererabdeckklappe geschlossen?
– Ist der abgesetzte Spacer vorhanden?
– Ist die Folienabzugskante sauber?
– Wird der richtige Förderer 00176100.xx verwendet?
– Liegt der Gurt auf dem Spacer auf oder federt er durch?
– Hält der Förderer beim Takten die Abholposition ein?
(Kontrollmöglichkeit: mit LP Kamera im Menü ("Rüstung anzeigen" => "Position korrigie-
ren"). Dabei wird die Abholposition angefahren. Taktet man dann den Förderer mehrmals,
darf dabei die Abholposition nicht wandern).
– Ursachen an der Maschine:
– Ist die Fördererlageerkennung aktiv?
– Wurde die Bauteiltasche bei der Fördererlageerkennung richtig erkannt? (Kontrollmöglich-
keit: mit LP Kamera (Rüstung anzeigen > Position korrigieren). Gegebenenfalls die Förder-
erlageerkennung nochmals mit Bauteil in der Gurttasche durchführen (Rüstung anzeigen >
Förderer Lageerkennung).
– Ist die automatische Druckluftabschalung aktiviert? Gegebenenfalls die Abschaltzeit redu-
zieren.
– Sind Pipetten verschmutzt, verschlissen oder fehlerhaft aufgesteckt? Kontrollmöglichkeit in
den Einzelfunktionen (Portal > Pipettenoffsets Revolverkopf > erneut messen).
– Als verschmutzt bzw. verschlissen angezeigte Pipetten gegen Fehlerfreie austauschen.
– Nur bei SIPLACE D4: Wurde die BE-Tisch Höhe angepasst, damit die Fördererlageerken-
nung zuverlässig funktionieren kann?
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– Ursachen an den Bauteilen:
– Ist die Gurtabdeckfolie klebrig?
– Fallen die Bauteile bei abgezogener Gurtabdeckfolie leicht aus der Bauteiltasche?
– Wurden die Bauteile zu trocken gelagert? Evtl. nach Öffnen der Bauteilrollenverpackung
warten, bis sich ein Feuchtigkeitsausgleich zwischen Umgebung und Bauteilrolle einge-
stellt hat. (ca. 30min je nach Feuchtigkeitsunterschied).
2.1.2.2 Fehlerbild: Face-Down-Fehler, GF außerhalb der Toleranz (Visionfehler)
Falsche Face-Down-Fehler bei Widerständen; Gehäuseformabmessungen außerhalb der Tole-
ranz 2
– Ursachen an der Maschine:
Bei den 01005 Widerständen wird empfohlen, die Face-Down-Erkennung in der Gehäuseformbe-
schreibung zu aktivieren. Dabei wird als Defaultwert eine Graustufengrenze von 127 für umge-
drehte Bauteile vorgegeben. Um den genauen Wert herauszufinden, ist eine Möglichkeit
abzuwarten bis sich beim Abholen tatsächlich ein Bauteil umgedreht an der Pipette befindet und
dieses als Face-Down in den Visionfehlern angezeigt wird. Danach kann man diesen Visiondump
unter Ansicht => "Visionmesskontexte" aufrufen und mittels des Mauszeigers den Grauton für die
Bauteiloberseite bestimmen. Zusätzlich braucht man noch den Grauton für die Bauteilunterseite,
den man z. B. im Menü => "Bauelement messen und Gehäuseformdaten ändern" => "Bauelement
testen" mit hilfe des Mauszeiger auf der Bauteilunterseite herausfinden kann. Der Mittelwert aus
beiden Grautönen ergibt den Schwellwert für die Face-Down-Erkennung. Dieser kann dann an
der Station unter "Bauelement messen und Gehäuseformdaten ändern" => "Algorithmenparame-
ter manipulieren" => "Face Down" eingetragen werden. 2
Bei Rohm- und Kamaya Widerstanden hat sich ein Wert um ca. 80 bewährt. 2
Werden zu viele Visionfehler bezüglich Gehäuseformabmessungen außerhalb der Toleranz an-
gezeigt, empfiehlt es sich die realen Bauteilabmessungen in die Gehäuseform einzutragen. Dabei
im Menü "Bauelement messen und Gehäuseformdaten ändern" => "Bauelement testen" => ein
Bauteil abholen, und unter "Dimensionsergebnis" den gemessenen Wert in Bauteillänge und Bau-
teilbreite auslesen. Diesen Vorgang wiederholt durchführen und den Mittelwert bilden. Danach die
reale Bauteillänge und Bauteilbreite in der Gehäuseformbeschreibung eintragen. 2
– Ursachen an den Bauteilen
Die Dimensionswerte für 01005 Bauelement sind üblicherweise mit 0,4mm Länge und 0,2mm
Breite bei einer Toleranz von +- 20µm spezifiziert. Unserer Erfahrung nach befinden sich die Kon-
densatoren in ihren Abmaßen eher an der unteren Toleranzgrenze. Sie sind somit etwas kleiner
als Widerstände. Dies sollte bei den Abmaßen in der Gehäuseformbeschreibung berücksichtigt
werden. 2
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2.1.2.3 Fehlerbild: beim Bestücken
Grundsätzlich wird für das präzise Setzen der Bauelemente eine Maschinengenauigkeit von min-
destens 80µm bei 4 Sigma vorausgesetzt. Ein Nachweis kann mittels CM-Controller oder Mess-
maschine durchgeführt werden. 2
Ein weiterer maßgebender Einflussfaktor auf die Bestückqualität ist die Lotpaste und der Druck.
Eine Hilfestellung bietet dabei das SIPLACE 01005 Prozess-Handbuch. 2