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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 118 Einschränkungen – Wenn das Segment 1 deakt iviert oder auskonfiguriert wird, kann e s sein, das z.B. einzelne Abhol- oder Bestückpositio…

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Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
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Bei der Variante Segment auskonfigurieren, wird das Segment vom CAN-Bus und der
Spannungsversorgung getrennt und es ist keine Kommunikation möglich. Diese Variante kann in
der Autokonfiguration unter Service Maschinenkonfiguration auf der Bedienebene Service
(Kunde) ausgewählt werden.
Abbildung 7-47: Maschinenkonfiguration Segment auskonfigurieren
Als zusätzliche Auswahlmöglichkeit zu Twin können Twin Head (nur Segment 1) oder Twin Head
(nur Segment 2) wahlfrei ausgewählt werden.
Die Kalibrierabläufe beschränken sich auf das aktivierte Segment.
HINWEIS
Kopfkalibrierung und Kopf-Mapping
Die Kopfkalibrierung und das Kopf-Mapping sind nur mit aktiviertem Segment 1 möglich!
Für ein auskonfiguriertes Segment wird kein Download der embedded Software angeboten.
Wenn das Segment 1 deaktiviert oder auskonfiguriert wird, kann es sein, dass z.B. einzelne
Bestückpositionen aufgrund des eingeschränkten Verfahrbereichs von Segment 2 nicht erreicht
werden können. In diesem Fall hält die Maschine mit einer entsprechenden Fehlermeldung an und
die Leiterplatte kann nicht fertig bestückt werden. Die Bestückposition oder der Förderer können
allerdings wie gewohnt ausgelassen werden.
Wenn die von der Autokonfiguration erkannte Kopfvariante von der konfigurierten Kopfvariante
(Twin-Kopf, Twin-Kopf (nur Segment 1) oder Twin-Kopf (nur Segment 2) abweicht, wird eine
entsprechende Meldung ausgegeben. Die Unstimmigkeit zwischen letzter und aktueller
Konfiguration wird in der Maschinenkonfiguration angezeigt.
Bei Änderung der Twin-Kopf-Konfiguration wird ein Neustart der Stationssoftware automatisch
durchgeführt.
WARNUNG
Defektes und auskonfiguriertes Segment nicht demontieren!
Ein defektes und auskonfiguriertes Segment darf nicht demontiert werden, da dies
negative Auswirkungen auf die Portaldynamik haben kann.
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Einschränkungen
Wenn das Segment 1 deaktiviert oder auskonfiguriert wird, kann es sein, das z.B. einzelne
Abhol- oder Bestückpositionen aufgrund des eingeschränkten Verfahrbereichs von Segment 2
nicht erreicht werden können. Die Maschine hält mit einer Fehlermeldung an und die
Leiterplatte kann nicht fertig bestückt werden. Es findet keine Vorabprüfung der Machbarkeit
bei Auftragsvorgabe oder beim Einfahren der Leiterplatte statt.
Kalibrieren des Kopfes mit deaktiviertem oder auskonfiguriertem Segment 1 ist nicht möglich.
Falls dies notwendig wird, muss das funktionierende Segment auf die Position von Segment 1
ummontiert werden.
Keine CAN-Kommunikation mit einem auskonfigurierten Segment.
Keine Überwachung der Z-Sicherheit für ein auskonfiguriertes Segment.
Ein auskonfiguriertes Segment wird nicht aktiv gesichert, sondern wird grundsätzlich vom
Rückholzylinder gehalten. Das Segment wird ausreichend hoch gehalten, so dass keine
Berührungsgefahr mit bestückten Bauelementen besteht. Gegebenenfalls muss die Pipette
manuell abgenommen werden.
Wenn ein langes/breites Bauelement vom aktiven Segment bestückt wird, findet keine
Überprüfung auf Abstreifen des Bauelements am auskonfigurierten Segment statt.
7.40 Fehlermeldung "Fehlerhafte Spursignale"
Kompatibler Modus: Komplett
Die Fehlermeldung 30463 Encoder-Fehler: Fehlerhafte Spursignale für
Bestückautomaten mit H-Portalen (SX1/SX2 und DX1/DX2) wurde angepasst, so dass der Fehler
schneller gefunden werden kann.
In der Fehlermeldung wird zusätzlich Loslager oder Festlager und die Portalnummer ausgegeben.
7.41 Automatisches Rückschalten auf niedrigere Bedienebene
Kompatibler Modus: Komplett
Wenn die Bedienoberfläche sich in der Produktionsansicht befindet und keine Eingaben während
eines vorgegebenen Zeitintervalls gemacht werden, wird die Bedienebene Produktion
automatisch eingeschaltet. Dies geschieht unabhängig davon, welche Bedienebene vorher
eingestellt war.
Das Rückschalten und die Zeit können eingestellt werden unter Einstellungen GUI-
Einstellungen. Voreinstellung: Funktion ist eingeschaltet.
7.42 SIPLACE LED Pairing
Kompatibler Modus: Komplett
SIPLACE LED Pairing unterstützt den Programmierprozess bei der Verwendung von
Leuchtdioden (LED) in elektronischen Baugruppen.
Im *.LRX-Format, wird die Leuchtklasse, in Klammern gestellt, an den Bauelementnamen
angehängt und besteht meistens aus 2 Zeichen und in seltenen Fällen aus 6 Zeichen. Im *.LRX2-
Format sind keine Leuchtklassen-Suffixe vorhanden, sondern für jede Leuchtklasse wird ein reales
Bauelement mit eigener Artikelnummer verwendet.
Die Leuchtklasse / leuchtklassenspezifischen Bauelemente werden auf der Bedienoberfläche der
Stationssoftware in den Ansichten Rüstung und Füllstand angezeigt.
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7.43 LP-Barcode-Erkennung mit Molex Traceability-Pad
Kompatibler Modus: Komplett
Wenn kein Barcode auf der Leiterplatte vorhanden ist, kann der Barcode mittels Molex
Traceability-Pad (Molex Artikelnummer: [91658-0020]) auf die Leiterplatte gebracht werden.
Das Traceability-Pad ist in Gurtrollen verpackt und kann als Bauelement beschrieben direkt im
ersten Bearbeitungsbereich der ersten Maschine in der Linie bestückt werden.
Vorgehensweise in SIPLACE Pro
Die Barcode-Marke und die Bestückposition für das Traceability-Pad müssen in SIPLACE Pro in
derselben Einzelschaltung definiert werden. Weiterhin muss der Name der Barcode-Marke mit der
Zeichenfolge FOC_Pos beginnen, wobei Pos für den Namen der Bestückposition steht.
Beispiel
Wenn der Bestückpositionsname Pos_23 ist, muss der Name der zugehörigen Barcode-Marke
den Namen FOC_Pos_23 oder FOC_Pos_23_xyz haben. Die Stationssoftware wird nun die
Barcode-Marke FOC_Pos_23 erst lesen, wenn das Traceability-Pad Pos_23 bestückt wurde.
Der Barcode wird dann weiterverarbeitet, als ob er bereits beim Einfahren der Leiterplatte gelesen
wurde. Die Funktion Whispering down the Line wird unterstützt.
Das Traceability Pad sollte im Bearbeitungsbereich 1 des ersten Automaten einer Linie bestückt /
gelesen werden. Nur dann ist gewährleistet, dass die Traceability-Informationen für alle Stationen
einer Linie korrekt gespeichert werden können.
HINWEIS
Bauelementhöhe
Barcodes können von SIPLACE Vision nur zuverlässig gemessen werden, wenn die
Bauelementhöhe (ohne LP-Wölbung) an der Position des Traceability-Pads < 1,5 mm ist.
Die Funktion kann auch dazu genutzt werden, ein Bauelement hochgenau auf ein anderes zu
setzen (Chip stacking): Dazu muss das untere Bauelement eine Marke aufweisen, die in SIPLACE
Pro als lokale Bauelement-Marke wiederum mit der Nomenklatur FOC_BeName für den
Markennamen definiert wird. Durch diesen Namen erkennt die Software, dass die Marke erst nach
der Bestückung des Bauelements vermessen werden soll. Das obere Bauelement wird dann relativ
zur Marke gesetzt. Siehe auch Abschnitt 9.3.
Einschränkungen
Barcode-gesteuerte Fertigung wird nicht unterstützt.
Traceability ist erst möglich, nachdem der Barcode erfolgreich gelesen wurde. Deswegen sollte
das Traceability Pad im Bearbeitungsbereich 1 des ersten Automaten einer Linie bestückt /
gelesen werden. Nur dann ist gewährleistet, dass die Traceability-Informationen für alle
Stationen einer Linie korrekt gespeichert werden können.
Keine Plausibilitätsprüfung, ob die Bestückposition zu nahe an einem Bauelement liegt.
Barcodes können von SIPLACE Vision nur zuverlässig gemessen werden, wenn die
Bauelementhöhe (ohne LP-Wölbung) an der Position des Traceability-Pads < 1,5 mm ist.
Wenn die Bestückposition geteacht wird, wird die Barcode-/Markenposition nicht entsprechend
bewegt.