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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 160 HINWEIS Für Bediener früherer St ationssoftware-Versionen: Die bereits vorhandenen Ei nstellungen für Dauerlauf ohne Bauelemente ( Bestü…

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HINWEIS
Bei einem Upgrade von einer früheren Stationssoftware-Version zu Version 708.0,
werden Segmente mit dem Status Deaktiviert oder Nicht verwendet automatisch auf
den Status Aktiviert zurückgesetzt! Wenn erforderlich, muss der Status für solche
Segmente wieder manuell geändert werden.
9.9 Dauerlauf mit Bauelementen
Kompatibler Modus: Komplett
Damit Komponenten und Module vor Auslieferung einer Maschine auf Frühausfälle ausreichend
getestet werden können, ist ein Dauerlauf für einen möglichst realen Bestückbetrieb entwickelt
worden.
Bei dem Dauerlauf werden Bauelemente nach Vorgabe in SIPLACE Pro abgeholt und auf eine
Leiterplatte bestückt. Anschließend werden die Bauelemente in der Reihenfolge wie sie bestückt
wurden von der Leiterplatte entfernt und zurückgelegt, bevor der Zyklus von vorne startet. Hierzu
werden spezielle Bauelemente, Flächenmagazine und Leiterplatten verwendet. Das
Flächenmagazin wird über den Transport zugeführt. Zur erhöhten Robustheit können Marken auf
dem Flächenmagazin definiert werden.
Der Dauerlauf läuft automatisch ab und wird ab Bedienebene Service (Kunde) unter
Einstellungen – Softwareoptionen – Bestückvorgang (erweitert) – Dauerlauf mit
Bauelementen aktiviert.
Abbildung 9-5: Dauerlauf mit Bauelementen

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HINWEIS
Für Bediener früherer Stationssoftware-Versionen:
Die bereits vorhandenen Einstellungen für Dauerlauf ohne Bauelemente (Bestücken
von Bauelementen simulieren) wurden von der Registerkarte Bestückvorgang auf die
neue Registerkarte Bestückvorgang (erweitert) verlagert.
9.10 Automatische Fehler-Reports auslösen
Kompatibler Modus: Komplett
Bei ungeplanten Maschinenstillständen während Dauerläufe und "Trockenläufe" können in dieser
Stationssoftware-Version automatische Fehler-Reports gezielt ausgelöst werden. Hierzu muss die
Überwachung von den Hauptachsen manuell eingestellt werden. Mit den erfassten Daten können
Störungsursachen schneller erkannt und analysiert und Störungen behoben werden. Die
Überwachungsfunktion steht für die Bedienebene Service (SIPLACE) zur Verfügung.
Zuerst muss der gewünschte Dauerlauf unter Einstellungen – Softwareoptionen –
Bestückvorgang (erweitert) gestartet werden. Wenn alle Hauptachsen laufen, muss die
Überwachung konfiguriert werden.
Die zu überwachenden Hauptachsen werden manuell ausgewählt und die Überwachungszeit kann
bei Bedarf für den aktuellen Dauerlauf geändert werden. Über die Checkboxen Watchdog-
Optionen wird die Überwachung dann aktiviert. Die eingestellten Hauptachsen bleiben auch nach
einem Neustart der Maschine gespeichert.
Abbildung 9-6: Überwachung aktivieren
Die ausgewählten Hauptachsen werden nach der Aktivierung überwacht. Wenn eine dieser
Hauptachsen nach der eingestellten Zeit nicht starten sollte, wird ein entsprechender
automatischer Fehler-Report ausgelöst.

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Wenn ein neuer (anderer) Dauerlauf gestartet wird oder ein automatischer Fehler-Report schon
ausgelöst wurde, muss die Überwachung wieder aktiviert werden.
Die Überwachung muss entweder über die Checkboxen Watchdog-Optionen oder den Stopp-
Taster deaktiviert werden.
HINWEIS
Wenn ein Programm im Trockenlauf verwendet wird, muss berücksichtigt werden, dass
das von SIPLACE Pro vorgegebene Bestückprogramm keine längeren Pausen einer
Hauptachse enthält, als die in der Überwachungsfunktion eingestellte Zeit. Ansonsten
würde die Überwachungsfunktion den Fehler-Report auslösen.
9.11 Conveyor Carrier X für Messungen
Kompatibler Modus: Nicht unterstützt
Bei Maschinen-Genauigkeitsmessungen wie z. B. ACT oder MFU mussten die Glasbauelemente
im Flächenmagazin und die Glasplatte bisher auf dem BE-Tisch gerüstet werden. Dazu mussten
gegebenenfalls Förderer entnommen werden. Mit dem neuen Flächenmagazin-Träger Conveyor
Carrier X können das Flächenmagazin und die Glasplatte stattdessen über den LP-Transport
gerüstet werden. Somit wird ein Eingriff in der Kunden-Rüstung vermieden und Zeit gespart.
Der Conveyor Carrier X belegt virtuell eine Spur auf dem Tisch – ähnlich wie der Arbitrary
Carrier X.
In einer geöffneten Rüstung wird der Conveyor Carrier X manuell auf eine beliebige, leere Spur
gerüstet. Das Flächenmagazin mit den Glasbauelementen müssen ebenfalls manuell auf dem
Träger gerüstet werden. Die Position des Trägers und die Transportspur (1 oder 2) müssen dann in
SIPLACE Pro eingestellt werden.
Es können Marken auf dem Flächenmagazin definiert werden, um die Abholgenauigkeit zu
erhöhen.
Da das einfahrende Flächenmagazin immer auf einem vollen BE-Füllstand eingestellt ist, muss der
Bediener darauf achten, dass das Flächenmagazin gefüllt ist.
In SIPLACE Pro muss die Leiterplattenbeschreibung für den Conveyor Carrier X angepasst
werden. Im Fall eines Doppeltransports muss der Transport im synchronen Doppeltransport-Modus
betrieben werden. Der Bediener muss zusätzlich sicherstellen, dass das Flächenmagazin auf der
zweiten Spur zur Verfügung steht.
Einschränkungen
– Keine Überprüfung des Verfahrbereichs.
– Keine Abholsimulation.
– Der Conveyor Carrier X verwendet virtuell eine Spur auf einem Tisch. Wenn der reelle Tisch
voll belegt sein sollte, muss der Bediener gegebenenfalls einen Förderer vom Tisch entfernen,
um Platz für den virtuellen Förderer zu schaffen.
– Kein I-Placement-Modus.
– Der SIPLACE Pro-Optimierer berücksichtigt keine Zeiten für den Austausch eines
Flächenmagazins zum Auffüllen von Bauelementen.