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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 37 Die folgende Abbildung zeigt die Standard-Einstellungen bei einge schaltetem Pipetten-Scanning. Abbildung 5-1: Standard-Ei nstellungen be…

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Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
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5.5 Option "Lange Leiterplatte"
Die Option "Lange Leiterplatte" wird mit dieser Stationssoftware-Version auch auf dem
Bestückautomaten SX1/2 in Einfach- und Doppeltransportmodus unterstützt.
Mit der Option sind bei dieser Maschine Leiterplattenlängen von 610mm möglich. Dazu wird im
Bestückbereich SX1/2 der längere Verfahrbereich in X-Richtung ausgenützt. Ein Takten der
Leiterplatte ist hierzu nicht notwendig.
Damit die Option mit SX1/2 angewendet werden kann, wurde der LP-Mappingablauf der Maschine
modifiziert. Dazu wird im Kalibrierablauf die Mappingplatte an zwei Stopp-Positionen des
Transportes vermessen. Dies wird standardmäßig bei der Erst-Inbetriebnahme der Maschine
durchgeführt. Bei Upgrades von Stationssoftware 703.x auf 704 und höher, muss ein LP-Mapping
der Maschine durchgeführt werden, siehe Installationsanleitung zur Stationssoftware,
Artikelnummer [00196715-xx].
Die Stationssoftware 704 überprüft bei SX1/2, ob bei Anwendung der Option "Lange Leiterplatte"
auf eine Bestückposition bestückt werden soll, die in einem ungemappten Bereich liegt. In diesem
Fall wird ein Fehler ausgegeben, der die Produktion verhindert. Zur Fehlerkorrektur muss dann ein
LP-Mapping der Maschine durchgeführt werden. Alternativ kann die Konfigurationsüberprüfung der
Maschine ausgeschaltet werden. Hierbei kann jedoch die spezifizierte Maschinengenauigkeit nicht
mehr gewährleistet werden.
5.6 Automatischer Austausch defekter Pipetten
Für Fehler beim Scannen der Pipetten, die ein automatischer Austausch defekter Pipetten zur
Folge haben würden, kann der Bediener in der GUI einstellen, wie der Bestückautomat darauf
reagieren soll (Ignorieren, Warnung ausgeben, Anhalten, nur Reinigen oder Reinigen und
Ersetzen). Hierfür ist die Bedienebene "Service (Kunde)" erforderlich. Die eingestellten Optionen
werden gespeichert und stehen nach einem Neustart oder Neuinstallation wieder zur Verfügung.
Die Funktion kann global über die Maschinenoption "Pipetten-Scanning auslassen" in der GUI
ein- oder ausgeschaltet werden.
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Die folgende Abbildung zeigt die Standard-Einstellungen bei eingeschaltetem Pipetten-Scanning.
Abbildung 5-1: Standard-Einstellungen bei eingeschaltetem Pipetten-Scanning
VORSICHT
Bitte beachten Sie beim Auswählen der Scan-Stufe, dass die Standard-Einstellung für
den Selbstreparatur-Vorgang für Stufe 1 und Stufe 2 gegenüber der Vorgängerversion
geändert wurde! Bei einem Fehler wird bei diesen Stufen Reinigen und ersetzen
durchgeführt. D.h., es wird versucht, die Pipette durch Blasluft zu reinigen. Wenn das
anschließende Pipetten-Scanning noch einen Fehler zeigt, wird die Pipette im Pipetten-
Abwurfbehälter abgelegt und durch eine neue Pipette aus dem Pipettenwechsler ersetzt.
Wenn dies nicht möglich sein sollte (z.B. weil der Pipettenwechsler leer ist), wird der
Bestückautomat angehalten.
Detaillierte Angaben zu den einzelnen Einstellungen finden Sie in der Online-Hilfe der
Stationssoftware.
HINWEIS
Bitte beachten Sie, dass es trotzdem (Sonder-)Pipetten geben kann, für die das
Reinigen oder der automatische Pipettenwechsel nicht möglich ist.
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5.7 Automatische Ermittlung der Förderer-Schrittweite
Für die 8mm und 2x8mm X-Förderer kann die kleinstmögliche Schrittweite zum Fördern des
nächsten Bauelements automatisch ermittelt werden ("Auto Pitch"-Erkennung). Bei den Förderern,
für welche "Auto Pitch" angeboten wird, kann "Auto-Erkennung" in der GUI ausgewählt und über
die Schaltfläche "Änderungen übermitteln" gestartet werden. Der Status wird direkt im
Anzeigenbereich der aktuell eingestellten Schrittweite eingeblendet. Der Vorgang wird automatisch
beendet, wenn die Schrittweite erkannt worden ist oder wird in folgenden Fällen mit einer
Fehlermeldung abgebrochen:
Wenn eine andere Schrittweite eingestellt ist als von SIPLACE Pro vorgegeben. Dies wird mit
dem Schraubenschlüssel-Symbol sowohl in der Ansicht "Details" als auch in der Tisch-
Übersicht für den betreffenden Förderer angezeigt.
Wenn der Bediener während der laufenden "Auto Pitch"-Erkennung einen Förderer-Parameter
(Schrittweite, Abholposition oder Geschwindigkeit) am Förderer umstellt.
Wenn die "Auto Pitch"-Erkennung manuell an einem Förderer gestartet wird bei dem ein
Rüstwechsel stattfindet und gleichzeitig Förderer-Daten (Schrittweite, Abholposition oder
Geschwindigkeit) geändert werden.
Nach einem Abbruch wird die zuvor eingestellte Schrittweite wieder hergestellt, außer für den Fall,
dass der Abbruch durch eine manuelle Änderung der Schrittweite durch den Bediener verursacht
wurde.
Einschränkungen
Spur-Leer-Fehler werden nicht erkannt.
Nur möglich, wenn eine unmittelbare BE-Erkennung durch Vakuum- oder BE-Sensor in
SIPLACE Pro eingestellt ist.
Bei gleichzeitiger Verwendung von Einzelfunktionen (z.B. BE- oder GF-Lernen), wird nicht
jeder Abholversuch erfolgreich sein.
5.8 Verbesserte Bedienerführung
Damit die Bestückung schneller wieder aufgenommen werden kann vom Bediener der
Bedienebenen "Produktion" und "Erweiterte Produktion" nach dem Auftreten eines Fehlers
während der Produktion, wurde die Fehlerhantierung in der GUI überarbeitet. Zusätzlich zur
Anzeige im Statusfeld wird der Ort, wo der Fehler aufgetreten ist, graphisch dargestellt. Eine
Schaltfläche führt direkt zu einem detaillierten Dialog zum Fehler und zur Fehlerbehebung. Bei
mehreren Fehlern gibt es einen Übersichtsdialog in Tabellenform, aus dem zu einem Fehler oder
zwischen den Fehlern navigiert werden kann. Die folgenden Fehler werden dabei adressiert:
Spur leer
Pipette verschmutzt
Folie gerissen
Marke nicht erkannt