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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 48 6.4 Unterstützung von langen Leiterplatte n auf SX4 Beim Transporttyp für den B estückautomaten SX4 werden Leite rplatten bis zu 450 mm L…

Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
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6.3 Koplanaritäts-Modul mit 3D-Koplansensor
Das Koplanaritäts-Modul mit dem 3D-Koplansensor (Typ 37) ist ein optisches Inspektionssystem
und wird ab dieser Stationssoftware-Version optional an den Bestückautomaten SIPLACE X2, X3,
X4 und SX1/SX2 wie folgt eingesetzt:
Bestückautomat
Stellplatz
Bestückkopf
Bemerkung
X2, X3
3
Twin Head
X4
2 oder 3
Twin Head
Wegen Höhenlayout ist in diesem
Bearbeitungsbereich nur Twin Head/Twin Head
zulässig.
SX1, SX2
1
Twin Head
CPP
In der SX2 dürfen auf dem Nachbarportal alle
zugelassenen Köpfe konfiguriert werden.
Der 3D-Koplansensor hat die Aufgabe, den Abstand der Anschlüsse (Beinchen, Balls) eines
Bauelementes bezüglich dessen Aufsetzebene (Koplanarität) bzw. Aufsetzgeraden (Kollinearität)
zu bestimmen und mit einem vorgegebenen Grenzwert (Lötpastendicke) zu vergleichen. Er trifft bei
gültiger Auswertung mindestens die Aussage, ob alle gemessenen Beinchenabstände innerhalb
der vorgegebenen Toleranz liegen.
Bei dem 3D-Koplansensor wird eine Laserlinie projiziert. Dies ermöglicht eine schnelle
Koplanaritäts-messung bei BGAs.
Wenn eine SIPLACE Vision Koplan-Installation während der Installation eingerichtet wurde, wird in
der Autokonfiguration ein Koplansensor angeboten, der beim ersten Hochlauf des
Bestückautomaten manuell bestätigt oder abgewählt werden muss.
6.3.1 Koplanaritätsmessung mit dem 3D-Koplansensor
Die Koplanaritätsmessung mit dem 3D-Koplansensor ist ab Stationssoftware-Version 705.03
integriert. Die Messung mit dem 3D-Koplansensor kann für einige Bauelemente-Typen, wie BGAs
oder Bauelemente mit Gullwing-Beinchen (ohne Einkerbung) durchgeführt werden. In SIPLACE
Pro wird festgelegt, ob eine Koplanaritätsmessung für den jeweiligen Bauelemente-Typ
durchgeführt werden soll. Die Darstellung der Messergebnisse erfolgt in SIPLACE Vision ähnlich
wie bei den Bauelemente-Messungen. Für die Protokollierung von Fehlmessungen werden Vision-
Messkontexte verwendet.
HINWEIS
Die detaillierte Beschreibung zur Einstellung der Erkennungsparameter für die
Koplanaritätsmessung und zur Auswertung der Messergebnisse entnehmen Sie bitte der
Online-Hilfe für SIPLACE Vision.

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6.4 Unterstützung von langen Leiterplatten auf SX4
Beim Transporttyp für den Bestückautomaten SX4 werden Leiterplatten bis zu 450 mm Länge x
560 mm Breite unterstützt. Die Leiterplatten werden in der Bestücksektion rückwärtig positioniert.
D.h. eine Leiterplatte wird so weit in die Bestücksektion hinein transportiert, bis sich die hintere
Leiterplattenkante in der Bestücksektion befindet. Anschließend wird der Stopper in der
Eingabesektion hochgefahren und die Leiterplatte in der Bestücksektion rückwärtig am Stopper
positioniert.
6.4.1 Zusätzlicher Stopper für 380mm lange Leiterplatten
Für 380mm lange Leiterplatten wird ein neuer Stopper unterstützt. In der Konfiguration sind damit
drei Stopper enthalten (Standard, Rückwärts und Stopp380). Von der Station werden zeitgleich
maximal immer zwei Stopperpositionen akzeptiert In einem SIPLACE Pro Auftrag kann entweder
das rückwärtige Positionieren oder das Positionieren am 380mm Stopper verwendet werden.
6.5 Alternative Bauelemente
Bauelemente vom selben Typ können herstellerabhängig leicht voneinander abweichen (z.B. in der
Geometrie, verschiedene Gurtgrößen etc.). Das bedeutet, dass die gelieferten Bauelemente auch
von der Definition im Bestückungsprogramm abweichen. Ab dieser Stationssoftware-Version wird
die Bestückung von solchen alternativen Bauelementen unterstützt. Alle gültigen alternativen
Bauelemente werden in SIPLACE Pro festgelegt. Da die Auswahl, welche alternativen
Bauelemente an der Station bestückt werden sollen über die erzwungene Rüstverifikation getroffen
wird, wird Setup Center für diese Funktion vorausgesetzt. Auf der GUI der Stationssoftware werden
die zu bestückenden alternativen Bauelemente in der Ansicht Förderer, Bauelemente, Pipetten –
Rüstung – X-Förderer / WPC / MTC wie folgt angezeigt:
Abbildung 6-1: Alternative Bauelemente auf WPC (noch kein Bauelement ausgewählt)
Die alternativen Bauelemente werden im Feld mit dem Bauelementnamen durch einen Doppelpfeil-
Symbol im oberen rechten Ecke gekennzeichnet. Durch Klicken in dieses Feld, werden alle
möglichen alternativen Bauelemente für die ausgewählte Abholposition angezeigt. Um ein
alternatives Bauelement für die Abholposition auszuwählen, muss der Bediener eine von den
angezeigten Alternativen verifizieren.
Das ausgewählte alternative Bauelement wird im zusammengeklappten Anzeigemodus angezeigt
und wird erst im aufgeklappten Anzeigemodus sortiert angezeigt:
Abbildung 6-2: Alternative Bauelemente an einem X-Tisch (444FeederAlti ausgewählt)
Diese Funktion erfordert eine Lizenz über SIPLACE Pro. Mehr Information zu alternativen
Bauelementen finden Sie in der Bedienungsanleitung zu alternativen Bauelementen,
Artikelnummer [00196839-xx].
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Einschränkungen
Bestückung von alternativen Bauelementen ist nur in Verbindung mit SIPLACE Setup Center
möglich.
6.6 LED-Bestückung
6.6.1 Umrüstunterstützung für LED-Förderer
Für Bestückautomaten mit LED-Förderern stellt die Stationssoftware eine Funktion bereit, mit der
diese Förderer bei einer Umrüstung geleert werden. Bei einer Umrüstung müssen alle Förderer
zuerst geleert werden, damit sie anschließend wieder mit Bauelementen von einer anderen
Leuchtklassenkombination aufgefüllt werden können. Auf der Bedienebene Erweiterte Produktion
kann der Bediener die Funktion Förderer leeren in der Ansicht Förderer, Bauelemente, Pipetten
– Rüstung über die Fördererdetails starten. Die Funktion muss für jeden einzelnen Förderer
angestoßen werden. Für die mit dieser Funktion abgeholten/abgeworfenen Bauelemente gibt es
einen zusätzlichen Abwurfbehälter, der auf dem BE-Tisch platziert ist.
6.6.2 LED Maschinenkonfiguration
Da die heute eingesetzten LED-Förderer mit eigenen BE-Tischen geliefert werden, werden einige
Maschinenteile nicht benötigt in Kombination mit LED-Förderern. Hierfür wird eine kostengünstige
neue Maschinenkonfiguration angeboten: die X4-Konfiguration X4-LED. Diese Maschine ist mit
einem DX-Tisch mit FCU/2 ausgerüstet, aber Gurtschneider und Entriegelungsleiste fehlen.
6.7 Bestückpositionen während Bestückung teachen
Bei einigen Bauelementen gibt es Diskrepanzen zwischen der Gehäuseformbeschreibung und der
Bestückposition auf der Leiterplatte. Ohne Anpassungen auf der Leiterplatte, würde das
Bauelement in solchen Fällen an die falsche Position gesetzt werden. Die Stationssoftware bietet
eine neue Funktion an, mit der der Anwender Bestückpositionen mithilfe der Leiterplattenkamera
auf der Leiterplatte anpassen kann.
Beispiel:
Insbesondere bei Steckern mit Anschlüssen für Durchkontaktierung (Zentrierstifte oder Federn) auf
einer Leiterplatte hat man das Problem, dass es beim Bestücken wichtiger ist, mit den
Durchsteckstiften die Durchkontakte auf der Leiterplatte genau zu treffen, als die beschriebenen
Beine auf die Löt-Pads zu setzen.
Über SIPLACE Pro oder an der Station in der Ansicht Bestückpositionen lassen sich
Bestückpositionen als "zu teachen" markieren. Sie sind dann in der Liste der Bestückpositionen so
markiert.
Während der Bestückung hält der Ablauf unmittelbar vor dem Setzen des Bauelements an und
ermöglicht es dem Anwender, die Bestückposition zu beeinflussen. Der Anwender kann die
Bestückposition korrigieren oder die Aufforderung zum Teachen bewusst ignorieren. In beiden
Fällen wird die Bestückung fortgesetzt.
Wenn die Bestückposition korrigiert wird, kann der Anwender darüber hinaus entscheiden, ob in
das Bild der Leiterplattenkamera die schematischen Umrisse des Bauelements oder ein reales Bild
des Bauelements eingeblendet werden soll.