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Stationssoftware 7xx bis 7 14.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020 49 Einschränkung en Bestückung von alternativen Bauelem enten ist nur in Verbindung mit SIPLACE Setup Center möglich. 6.6 LED-Bestückung 6.6…

Stationssoftware 7xx bis 714.0 (R20-2) / Funktionsbeschreibung Ausgabe 11/2020
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6.4 Unterstützung von langen Leiterplatten auf SX4
Beim Transporttyp für den Bestückautomaten SX4 werden Leiterplatten bis zu 450 mm Länge x
560 mm Breite unterstützt. Die Leiterplatten werden in der Bestücksektion rückwärtig positioniert.
D.h. eine Leiterplatte wird so weit in die Bestücksektion hinein transportiert, bis sich die hintere
Leiterplattenkante in der Bestücksektion befindet. Anschließend wird der Stopper in der
Eingabesektion hochgefahren und die Leiterplatte in der Bestücksektion rückwärtig am Stopper
positioniert.
6.4.1 Zusätzlicher Stopper für 380mm lange Leiterplatten
Für 380mm lange Leiterplatten wird ein neuer Stopper unterstützt. In der Konfiguration sind damit
drei Stopper enthalten (Standard, Rückwärts und Stopp380). Von der Station werden zeitgleich
maximal immer zwei Stopperpositionen akzeptiert In einem SIPLACE Pro Auftrag kann entweder
das rückwärtige Positionieren oder das Positionieren am 380mm Stopper verwendet werden.
6.5 Alternative Bauelemente
Bauelemente vom selben Typ können herstellerabhängig leicht voneinander abweichen (z.B. in der
Geometrie, verschiedene Gurtgrößen etc.). Das bedeutet, dass die gelieferten Bauelemente auch
von der Definition im Bestückungsprogramm abweichen. Ab dieser Stationssoftware-Version wird
die Bestückung von solchen alternativen Bauelementen unterstützt. Alle gültigen alternativen
Bauelemente werden in SIPLACE Pro festgelegt. Da die Auswahl, welche alternativen
Bauelemente an der Station bestückt werden sollen über die erzwungene Rüstverifikation getroffen
wird, wird Setup Center für diese Funktion vorausgesetzt. Auf der GUI der Stationssoftware werden
die zu bestückenden alternativen Bauelemente in der Ansicht Förderer, Bauelemente, Pipetten –
Rüstung – X-Förderer / WPC / MTC wie folgt angezeigt:
Abbildung 6-1: Alternative Bauelemente auf WPC (noch kein Bauelement ausgewählt)
Die alternativen Bauelemente werden im Feld mit dem Bauelementnamen durch einen Doppelpfeil-
Symbol im oberen rechten Ecke gekennzeichnet. Durch Klicken in dieses Feld, werden alle
möglichen alternativen Bauelemente für die ausgewählte Abholposition angezeigt. Um ein
alternatives Bauelement für die Abholposition auszuwählen, muss der Bediener eine von den
angezeigten Alternativen verifizieren.
Das ausgewählte alternative Bauelement wird im zusammengeklappten Anzeigemodus angezeigt
und wird erst im aufgeklappten Anzeigemodus sortiert angezeigt:
Abbildung 6-2: Alternative Bauelemente an einem X-Tisch (444FeederAlti ausgewählt)
Diese Funktion erfordert eine Lizenz über SIPLACE Pro. Mehr Information zu alternativen
Bauelementen finden Sie in der Bedienungsanleitung zu alternativen Bauelementen,
Artikelnummer [00196839-xx].
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Einschränkungen
Bestückung von alternativen Bauelementen ist nur in Verbindung mit SIPLACE Setup Center
möglich.
6.6 LED-Bestückung
6.6.1 Umrüstunterstützung für LED-Förderer
Für Bestückautomaten mit LED-Förderern stellt die Stationssoftware eine Funktion bereit, mit der
diese Förderer bei einer Umrüstung geleert werden. Bei einer Umrüstung müssen alle Förderer
zuerst geleert werden, damit sie anschließend wieder mit Bauelementen von einer anderen
Leuchtklassenkombination aufgefüllt werden können. Auf der Bedienebene Erweiterte Produktion
kann der Bediener die Funktion Förderer leeren in der Ansicht Förderer, Bauelemente, Pipetten
– Rüstung über die Fördererdetails starten. Die Funktion muss für jeden einzelnen Förderer
angestoßen werden. Für die mit dieser Funktion abgeholten/abgeworfenen Bauelemente gibt es
einen zusätzlichen Abwurfbehälter, der auf dem BE-Tisch platziert ist.
6.6.2 LED Maschinenkonfiguration
Da die heute eingesetzten LED-Förderer mit eigenen BE-Tischen geliefert werden, werden einige
Maschinenteile nicht benötigt in Kombination mit LED-Förderern. Hierfür wird eine kostengünstige
neue Maschinenkonfiguration angeboten: die X4-Konfiguration X4-LED. Diese Maschine ist mit
einem DX-Tisch mit FCU/2 ausgerüstet, aber Gurtschneider und Entriegelungsleiste fehlen.
6.7 Bestückpositionen während Bestückung teachen
Bei einigen Bauelementen gibt es Diskrepanzen zwischen der Gehäuseformbeschreibung und der
Bestückposition auf der Leiterplatte. Ohne Anpassungen auf der Leiterplatte, würde das
Bauelement in solchen Fällen an die falsche Position gesetzt werden. Die Stationssoftware bietet
eine neue Funktion an, mit der der Anwender Bestückpositionen mithilfe der Leiterplattenkamera
auf der Leiterplatte anpassen kann.
Beispiel:
Insbesondere bei Steckern mit Anschlüssen für Durchkontaktierung (Zentrierstifte oder Federn) auf
einer Leiterplatte hat man das Problem, dass es beim Bestücken wichtiger ist, mit den
Durchsteckstiften die Durchkontakte auf der Leiterplatte genau zu treffen, als die beschriebenen
Beine auf die Löt-Pads zu setzen.
Über SIPLACE Pro oder an der Station in der Ansicht Bestückpositionen lassen sich
Bestückpositionen als "zu teachen" markieren. Sie sind dann in der Liste der Bestückpositionen so
markiert.
Während der Bestückung hält der Ablauf unmittelbar vor dem Setzen des Bauelements an und
ermöglicht es dem Anwender, die Bestückposition zu beeinflussen. Der Anwender kann die
Bestückposition korrigieren oder die Aufforderung zum Teachen bewusst ignorieren. In beiden
Fällen wird die Bestückung fortgesetzt.
Wenn die Bestückposition korrigiert wird, kann der Anwender darüber hinaus entscheiden, ob in
das Bild der Leiterplattenkamera die schematischen Umrisse des Bauelements oder ein reales Bild
des Bauelements eingeblendet werden soll.

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Von der Bestückposition werden nun unter Berücksichtigung der Bauelementdimension und
Bestücklage ein oder mehrere Live-Bilder mit der Leiterplattenkamera aufgenommen, zu einem
Gesamtbild zusammengesetzt und auf der GUI angezeigt. Anhand dieser Ansicht kann die
Bestückposition verschoben und/oder rotiert werden.
Die korrigierte Bestückposition kann gespeichert werden. Die Korrektur wirkt sich dabei nicht nur
auf die aktuell geteachte Bestückposition aus, sondern auch auf analoge Positionen in identischen
Kopien der Teilschaltung. Dabei wird die neue Bestückposition an SIPLACE Pro übermittelt. Eine
erneute Vorgabe des Produkts ist nicht notwendig.
Alle Veränderungen in den Bestückpositionen werden von der Stationssoftware mitgeschrieben
und in die lokale Ereigniserfassung (Event-Log) eingetragen.
HINWEIS
Die Bestückposition kann nur korrigiert werden, wenn der Anwender die entsprechenden
Rechte in SIPLACE Pro hat, um eine Position auf einem Nutzen zu verändern. Um die
Korrekturmöglichkeit frei zu schalten, muss sich der Anwender zuerst authentifizieren.
Einschränkungen
– Auf die gesamte Linie gesehen ist es nicht möglich, sämtliche Bestückpositionen einer
Leiterplatte an einem einzigen Bestückautomaten zu teachen. Lediglich die Bestückpositionen,
die an einer Station wirklich bestückt werden, befinden sich in der Auswahlliste. D.h., um alle
Bestückpositionen korrigieren zu können, muss die Leiterplatte durch die gesamte Linie
gefahren werden.
– Nach einem Teach-Vorgang wird keine Machbarkeitsprüfung an der Station durchgeführt.
Durch das Rückspeichern von der Station nach SIPLACE Pro und das darauf folgende
Download auf die anderen Bestückautomaten, wird eine Machbarkeitsprüfung von SIPLACE
Pro durchgeführt. Diese könnte scheitern, wenn die resultierenden Bestückpositionen nicht
mehr angefahren werden können.
6.8 Helligkeitkalibrierung der digitalen Kamerasysteme
Mit der Helligkeitskalibrierung (Berechnung und Abgleich der individuellen Helligkeit der
Beleuchtung) der digitalen Sensorsysteme für die Kameras soll erreicht werden, dass dasselbe
Bauelement mit einer identischen Gehäuseformbeschreibung auf allen Bestückautomaten
gemessen werden kann. Dafür muss der Helligkeitswert der Sensorsysteme übereinstimmen. Eine
Erstkalibrierung wird ab Werk durchgeführt. Da aber erfahrungsgemäß die Sensorsysteme im
Laufe der Zeit verschmutzen und nachdunkeln, verbessert eine erneute Kalibrierung vor Ort die
Erkennung von Bauelementen, besonders bei älteren Bestückautomaten.
Die Helligkeitskalibrierung kann ab dieser Stationssoftware-Version auch beim Kunden auf
einfache Weise durchgeführt werden. Die GUI wurde um die Funktion Beleuchtung kalibrieren
erweitert. Somit ist es möglich, für jede in dem Bestückautomaten konfigurierte BE-Kamera oder
LP-Kamera einen automatischen Helligkeitsabgleich durchzuführen.
Voraussetzungen:
– Die Maschine muss leer sein.
– Das FCCS-Tool “Kamera Kalibrierplatte FCCS digital“, auf dem sich die speziellen Kalibrierteile
für die Kalibrierung der Beleuchtung aller momentan im Einsatz befindlichen digitalen Kameras
befinden. Nähere Informationen hierzu bekommen Sie über den SIPLACE Service.
– Der Bediener ist in der Bedienebene Service (Kunde) oder Service (SIPLACE) angemeldet.