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3 Technische Daten Betriebsanleitung SIPLACE H F-Serie 3.7 Bestückk öpfe Softwareversion SR.50x.xx Ausgab e 01/2006 DE 120 Chipshoote rn rotieren die zwöl f Pipette n der S IPLACE C ollect& Place- Köpfe um ein e hori…

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Betriebsanleitung SIPLACE HF-Serie 3 Technische Daten
Softwareversion SR.50x.xx Ausgabe 01/2006 DE 3.7 Bestückköpfe
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Abb. 3.7 - 4 12-Segment-Collect&Place-Kopf - Funktionsgruppen Teil 2
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(1) Zwischenverteilerplatine (unter der Abdeckung)
(2) Sternantrieb - DR-Motor
(3) Z-Achsenmotor
(4) Ventilstellantrieb
(5) BE-Kamera 24 x 24
3.7.2.1 Beschreibung
Der 12-Segment-Collect&Place-Kopf arbeitet nach dem Collect&Place Prinzip, d.h. innerhalb ei-
nes Zyklus werden zwölf Bauelemente vom Bestückkopf abgeholt, auf dem Weg zur Bestückpo-
sition optisch zentriert und in die erforderliche Bestücklage gedreht. Danach werden sie mit Hilfe
von Blasluft sanft und positionsgenau auf die Leiterplatte abgesetzt. Im Gegensatz zu klassischen
3 Technische Daten Betriebsanleitung SIPLACE HF-Serie
3.7 Bestückköpfe Softwareversion SR.50x.xx Ausgabe 01/2006 DE
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Chipshootern rotieren die zwölf Pipetten der SIPLACE Collect&Place-Köpfe um eine horizontale
Achse. Das ist nicht nur platzsparend: durch den kleinen Durchmesser treten im Vergleich zu klas-
sischen Chipshootern wesentlich geringere Fliehkräfte auf. So wird die Gefahr eines Verrutschens
von Bauelementen während des Transport weitgehend gebannt. 3
Dazu kommt noch ein weiteres Plus: die Taktzeit des Collect&Place-Kopfes ist für alle Bauele-
mente gleich. Das bedeutet, dass die Bestückleistung unabhängig von der Bauelementegröße
ist. 3
Kontroll- und Selflearning-Funktionen 3
Verschiedene Kontroll- und Selflearning-Funktionen steigern die Zuverlässigkeit des Collect&
Place-Kopfes. 3
Vakuumprüfungen an den Pipetten zeigen beispielsweise an, ob das Bauelement korrekt ab-
geholt oder abgesetzt wurde.
Über eine Markierung auf dem Zuführmodul wird die exakte Abholposition der Bauelemente
auf dem Zuführmodul ermittelt.
Eine BE-Kamera am Bestückkopf bestimmt die genaue Lage jedes BE an der Pipette. Abwei-
chungen von der Abholposition werden bereits vor dem Bestücken korrigiert. Bei der weiteren
BE-Aufnahme wird der Durchschnitt der Abweichungen bei den letzten 10 Bestückvorgängen
berücksichtigt. So wird die Aufnahme-Genauigkeit weiter erhöht.
Des weiteren wird auch die Gehäuseform überprüft. Weichen die ermittelten geometrischen
Daten von den programmierten Daten ab, wird das Bauelement nicht bestückt.
Die Vertikalachse (Z-Achse) zum Abholen und Bestücken der BE arbeitet im Sensor-Stopp-
Modus. Dadurch werden Höhendifferenzen beim Abholen und Leiterplattenunebenheiten
beim Bestücken ausgeglichen. Der Durchschnitt der Abweichungen bei den letzten 10 Be-
stückvorgängen wird für die Anpassung der weiteren Hub- und Bestückgeschwindigkeit
ebenfalls berücksichtigt. Die programmierte Aufsetzkraft bleibt indes immer konstant.
Zur Erhöhung der Bestücksicherheit kann ein Bauelementesensor am C&P-Kopf installiert
werden. Der BE-Sensor überprüft neben der Anwesenheit des BE an der Pipette auch das
Kantenverhältnis der Bauelemente. Auf diese Weise wird ermittelt, ob das BE quer oder
hochkant von der Pipette aufgenommen worden ist.
Mit Hilfe des optionalen DCA-Visionmoduls kann der 12-Segment-Collect&Place-Kopf Baue-
lemente der Größe 0,6 x 0,3 mm² bis 13 x 13 mm² optisch zentrieren und bestücken. Beim
Bestücken von High-Speed Flip-Chips und Bare-Die - Bauelementen optimiert das DCA-Vi-
sionmodul die Geschwindigkeit und die Genauigkeit. Die Werte finden Sie in der Tabelle auf
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.
3.7.2.2 Funktionsbeschreibung
Der 12-Segment-Collect&Place-Kopf besitzt drei Achsen, die DR- oder Sternachse, die Z- und die
DP-Achse. 3
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Der Stern rotiert mit seinen 12 Segmenten um die Stern-Achse. Die Segmente sind Träger der
Pinolen. Auf jeder Pinole sitzt eine Pipette. Damit werden die Bauelemente angesaugt und von
der Abhol-/Bestückposition (1), zur Abwurfposition (3), zur optischen Zentrierposition (7) oder zur
Drehposition (9) transportiert. 3
Die Z-Achse führt eine Vertikalbewegung aus. Jede Pinole, die sich in der untersten Stellung des
Sterns befindet (1), wird von dieser Achse angehoben oder abgesenkt. Damit werden die Bau-
elemente von den Zuführmodulen abgeholt und auf die Leiterplatte abgesetzt. Die Z-Achse ist
eine so genannte „intelligente Achse“. Sie „merkt sich“ die Abholhöhe einer jeden Zuführmodul-
spur und die Bestückhöhe für jedes Bauelement. So lässt sich der Bestückprozess beschleuni-
gen. Die programmierte Aufsetzkraft bleibt konstant. 3
3
Abb. 3.7 - 5 Funktionsbeschreibung
Die DP-Achse dreht das optisch zentrierte Bauelement in die gewünschte Bestücklage. Die Be-
wegungsabläufe der Rotations- und auch der Translationsachsen werden von Regelkreisen ge-
steuert. Sensoren für Position und Geschwindigkeit übermitteln die Istwerte der Achsbewegung
an die Achsansteuerung. Aus dem Vergleich der Soll- und Istwerte werden die Kraft- und Ge-
BE-Kamera
DP-Achse
BE in Besck-
lage drehen
Pinole abziehen
oder einsetzen
Z-Achse
BE abholen
oder bestücken
Stern-Achse
Sternrotation
BE abwerfen