00191912-01 - 第223页
Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4 6 Visionfunktionen Softwareversion SR.406.xx Ausgabe 02/2000 DE 6.2 LP-Visions ystem 221 –D i c k e ( d ) Insbeso ndere bei Ma rken aus Zin n sollte n Sie dar auf achten , dass eine W …

6 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4
6.2 LP-Visionsystem Softwareversion SR.406.xx Ausgabe 02/2000 DE
220
Abmessungen der Marken: Einfach- und Doppelkreuz 6
6
Abb. 6.2 - 3 Einfach- und Doppelkreuz mit idealen Abmaßen
(1) Einfachkreuz
(2) Doppelkreuz
6
6
Die Mindestabmaße für eine Marke in Länge (l) und Breite (b) hängen von der Strichstärke (s) und
der Struktur der Marke ab.
6
– Länge (l) und Breite (b)
Für die gute Erkennbarkeit einer Marke sollten Länge und Breite mindestens 0,9mm beim Ein-
fachkreuz und 1,8mm beim Doppelkreuz betragen. Die Idealmaße betragen für das Einfach-
kreuz 2,0mm und für das Doppelkreuz 2,75mm. Im Normalfall sind Länge und Breite gleich.
– Strichstärke (s)
Die Strichstärke kann sich nach gängigen Strukturbreiten richten und wird zudem von der Mar-
kenart abhängig sein. Achten Sie jedoch auf eine Mindeststrichstärke von 0,3mm. Die ideale
Strichstärke liegt für beide Markentypen bei 0,5mm.
– Strichabstand (a)
Der Strichabstand richtet sich ebenfalls nach der Markenart. Er sollte auf keinen Fall 0,5mm
unterschreiten. Beim Doppelkreuz beträgt der ideale Abstand 0,75mm.
l=2,75 mml=2,0 mm
b=2,0 mm
s=0,5 mm s=0,5 mm
b=2,75 mm
a=0,75 mm
2
1

Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4 6 Visionfunktionen
Softwareversion SR.406.xx Ausgabe 02/2000 DE 6.2 LP-Visionsystem
221
–Dicke (d)
Insbesondere bei Marken aus Zinn sollten Sie darauf achten, dass eine Wölbung von 1/10 der
Strukturbreite nicht überschritten wird. Wird dieses Wölbungsmaß überschritten, kann unter
Umständen die Marke nicht gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Die Folge sind unterschiedli-
ches Reflexionsverhalten und Störreflexionen. Eine Erkennung der Marken ist dann nicht mehr
gewährleistet.
Empfohlene Markenabmessungen 6
Bewertung der Markenformen 6
Bei verzinnten Strukturen und hoher Dimensionsstabilität (geringe Ätzschwankungen) können
Vollkreis bzw. Vollquadrat als sehr günstige Markenformen angesehen werden (Verhältnis Mar-
kendicke zu Vorbelotungsstärke groß!). Nimmt die Dimensionsstabilität ab, so ist der Vollkreis
dem Quadrat vorzuziehen. 6
Für die Markenformen Einfach- und Doppelkreuz ist Kupfer blank vorteilhaft, sofern die Oxidation
noch nicht zu fortgeschritten ist. 6
– Oberfläche der Marken
Achten Sie auf eine möglichst ebene, gering oxidierte Markenoberfläche. Vermeiden Sie Be-
netzung der Marke mit Lötstopplack, da sich sonst der Kontrast gegenüber dem Untergrund
verringert oder Störreflexionen auftreten können. Ähnliche Effekte entstehen auch bei verzinn-
ten Marken.
– Kontrast der Marken
Wählen Sie für eine gute Markenerkennung einen starken Helligkeitskontrast zwischen Marke
und Basismaterial, d. h. helle Marken auf dunklem Basismaterial und umgekehrt. Tragen Sie
zum Beispiel auf Kupfer- oder Zinnuntergrund dunkle Marken auf. Bei Keramiksubstraten mit
heller Oberfläche und ungünstigen Reflexionseigenschaften hilft oftmals, dunkles Wider-
standsmaterial unterzulegen, um das Kontrastverhalten zu verbessern.
Markentyp
Einfachkreuz Doppelkreuz
Bereich Idealbereich Bereich Idealbereich
Länge (l) 0,9
mm (min) 2,0mm 1,8mm 2,75mm
Breite (b) 0,9mm (min 2,0mm 1,8mm 2,75mm
Strichstärke (s) 0,3 - 1,4mm 0,5mm 0,3 - 0,75mm 0,5mm
Strichabstand (a) — — 0,5mm (min) 0,75mm
Dicke (d) < 1/10 der Strukturbreite < 1/10 der Strukturbreite
Tab. 6.2.1

6 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4
6.2 LP-Visionsystem Softwareversion SR.406.xx Ausgabe 02/2000 DE
222
– Anzahl der Marken
Bei der Verwendung von Keramiksubstraten und kleinen Leiterplatten genügt es in der Regel,
zwei Passmarken aufzutragen. Bei größeren Leiterplatten empfiehlt es sich allerdings, drei
Marken zu definieren. Die einzelnen Marken können unterschiedliche Strukturen aufweisen.
Sie vereinfachen aber die Erkennungsmethodik, wenn Sie für jede Marke dieselbe Struktur
verwenden.
– Korrektur bei zwei Marken X-Lage
Y-Lage
Verdrehung der Leiterplatte
– Korrektur bei drei Marken: Idealerweise liegen die Geraden durch je zwei Markenzentren
parallel zu X- und Y-Achse X-Lage
Y-Lage
Verdrehung der Leiterplatte
Scherung
Verzug der LP in X-Richtung
Verzug der LP in Y-Richtung
HINWEIS 6
Sie dürfen auf keinen Fall 3 Marken so positionieren, dass sie auf einer Geraden liegen. 6
– Abstand der Marken zueinander
Die Marken können Sie beliebig auf die Leiterplatte verteilen. Sinnvoll ist es, wenn die Ab-
stände der Marken an den beiden Achsen möglichst groß sind. Je weiter die Passmarken aus-
einander liegen, umso genauer sind die optische Lage- und Winkelbestimmung.