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Betriebsanleitung SIPLACE F5/F5 HM 6 V isionfunktionen Softwareversion SR.407.xx Ausgabe 01/2001 DE 6.2 LP-Visionsyst em 237 Markenform 6 W ä hlen Sie als Mar kenform immer e ine gutstruktur ierte, mar kante F igur . 6 E…

6 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE F5/F5 HM
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– Zum Schluss werden die Koordinaten einer jeden Passmarke (mindestens zwei) in die NU-Da-
tei manuell eingetragen oder aus der CAD-Datei in die NU-Datei übernommen. Damit sind Ko-
ordinaten und Markenstrukturparameter für die zu bestückende Leiterplatte als Modell im
System festgelegt.
– Beim Bestückprozess wird dann wiederum mit den zuvor beschriebenen Bildverarbeitungsme-
thoden, 2D- und 1D-Verfahren die Marke gesucht. Das Mustersuchfenster wird in Moxelschrit-
ten über das Suchfeld geführt und auf größtmögliche Übereinstimmung bei den Grauwerten
von Referenzpassmarke und Leiterplattensuchmarke abgesucht (Korrelationsverfahren). Bei
Übereinstimmung von Referenz- und Suchmarke ist die Korrelation maximal.
– Ist die Marke gefunden, startet unter sehr genauer Bestimmung von Geometrie und Koordina-
ten der Passmarke das 1D-Mustersuchverfahren. Die genaue Markenform und Koordinaten
werden nun jeweils über die Spalten- und Reihenprofile (siehe Abb. 6.2 - 2
) mit dem Korrela-
tionsverfahren bestimmt. Aus den gewonnenen Koordinaten werden Lage, Verdrehung und
Scherung der Leiterplatte bestimmt.
Ausschussmarkierungen (= Inkpunkte) werden ebenso nach der oben beschriebenen Me-
thode erfasst und ausgewertet.
6.2.5 Kriterien zur Erstellung von Passmarken
Grundsätzlich gelten sowohl für Passmarken als auch für Ausschussmarkierungen (Inkpunkte)
die gleichen Kriterien: Eindeutigkeit der Markenformen und gut erkennbare Strukturen, die sich
eindeutig von der Umgebung abheben. 6
Vorhandene Strukturen als Passmarken verwenden 6
Statt Passmarken können Sie auch eindeutig identifizierbare Strukturen innerhalb des Layouts
verwenden. Beachten Sie allerdings dabei, dass der Lötstopplack zumeist eine Kontrastver-
schlechterung mit sich bringt. 6
Ort der Marken 6
Bringen Sie die Passmarke an einer möglichst strukturfreien Stelle an, an der sie sich gut von der
Umgebung absetzt. Vom Markenzentrum aus gemessen sollte der Freiraum mindestens Marken-
größe + 1mm Freiraum auf jeder Markenseite haben. 6
Art der Marken 6
Es gibt 2 Arten von Marken: 6
– Positivmarken
Die Passmarke ragt über das Leiterplattenbasismaterial hinaus.
– Negativmarken
Die Passmarke ist in das Leiterplattenbasismaterial eingeätzt.

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Markenform 6
Wählen Sie als Markenform immer eine gutstrukturierte, markante Figur. 6
Empfohlene Markenformen: Rechteck, Quadrat oder Kreis 6
Eigenschaften 6
– Geringer Informationsgehalt (Marken können leicht mit Testpunkten verwechselt werden.)
HINWEIS 6
Achten Sie darauf, dass sich im Suchfeld der Marken keine ähnlichen Strukturen befinden.6
– Geringer Platzbedarf im Layout
– Sehr robust gegenüber unterschiedlichen Verzinnungsverfahren (z. B. Heißverzinnen).
Empfohlene Markenabmessungen 6
– für Quadrat und Rechteck:Seitenlänge 1,2mm - 2,2mm
– für den KreisDurchmesser 1,2mm - 2,2mm
Doppelkreuz und Einfachkreuz 6
Eigenschaften des Doppelkreuzes 6
– Hoher Informationsgehalt
– Erhöhter Platzbedarf im Layout
– Empfindlichkeit in Bezug auf hohe Verzinnungen (vorteilhafter ist Kupfer blank)
– Wird eine zu geringe Markenqualität zugelassen, besteht die Gefahr, dass vier falsche Positi-
onen erkannt werden.
Eigenschaften des Einfachkreuzes 6
– Informationsgehalt etwas geringer als beim Doppelkreuz
– Geringerer Platzbedarf im Layout als beim Doppelkreuz
– Unempfindlicher als das Doppelkreuz bei hohen Verzinnungen

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Abmessungen der Marken: Einfach- und Doppelkreuz 6
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Abb. 6.2 - 3 Einfach- und Doppelkreuz mit idealen Abmaßen
(1) Einfachkreuz
(2) Doppelkreuz
6
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Die Mindestabmaße für eine Marke in Länge (l) und Breite (b) hängen von der Strichstärke (s) und
der Struktur der Marke ab.
6
– Länge (l) und Breite (b)
Für die gute Erkennbarkeit einer Marke sollten Länge und Breite mindestens 0,9mm beim Ein-
fachkreuz und 1,8mm beim Doppelkreuz betragen. Die Idealmaße betragen für das Einfach-
kreuz 2,0mm und für das Doppelkreuz 2,75mm. Im Normalfall sind Länge und Breite gleich.
– Strichstärke (s)
Die Strichstärke kann sich nach gängigen Strukturbreiten richten und wird zudem von der Mar-
kenart abhängig sein. Achten Sie jedoch auf eine Mindeststrichstärke von 0,3mm. Die ideale
Strichstärke liegt für beide Markentypen bei 0,5mm.
– Strichabstand (a)
Der Strichabstand richtet sich ebenfalls nach der Markenart. Er sollte auf keinen Fall 0,5mm
unterschreiten. Beim Doppelkreuz beträgt der ideale Abstand 0,75mm.
l=2,75 mml=2,0 mm
b=2,0 mm
s=0,5 mm s=0,5 mm
b=2,75 mm
a=0,75 mm
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