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7 Stromversorgung 7.6 Funktionsbeschreibung der einzelnen Baugruppen der TX-SMPS Technisches Training FSE SIPLACE TX-Series 08/2018 113 7.6.5 Stromversorgung (SMPS) - 300VDC messen & testen HINWEIS Lesen Sie vor der…

7 Stromversorgung
7.6 Funktionsbeschreibung der einzelnen Baugruppen der TX-SMPS
112 Technisches Training FSE SIPLACE TX-Series 08/2018
7.6.3 CAP1 – Capacitor Bank (Pufferkondensator)
1. Restspannungs-LED (AN > 5V → Gefahr!)
2. Eingang DC IN 300V/160V von Netzteil
PS1
3. Ausgang DC-Power Out 300V/160V zur
CSP
4. Diagnosekabel (Information Diagnostic 1
von PS1)
5. Diagnosekabel LAN zur Verteilerplatine
Beim Bremsen der Hauptachsen wird die Kondensatorbatterie CAP1 geladen. Dies geschieht
aufgrund der Überschussenergie (Generatorisches Prinzip) beim Bremsen der Hauptachsen.
●
Bei „Notaus“ bleibt eine Verbindung (60ms) zu den Hauptachsen bestehen, damit die
Bremsenergie abgebaut werden kann.
●
Diese Zeitverzögerung wird auf der Baugruppe CSB gesteuert.
●
Die Kondensatorbatterie bleibt im Fall „Nothalt / Schutzhaube auf“ unter Spannung.
GEFAHR
Die Baugruppe CAP1 – Pufferkondensator darf niemals geöffnet werden!
Gefahr eines Stromschlags mit lebensgefährlichen Spannungen!
Besonders wichtig:
Bitte stellen sie die Erdung der Baugruppe CAP1 zum Maschinenhaupterdungspunkt (MGP) sicher.
7.6.4 Netzteile PS2-PS3 und PS4
Das Netzteil PS2/PS3/PS4 wird mit einer Netzspannung von 3x400VAC (Bereich 360V-400VAC)
versorgt und gibt zwischen 24-42VDC aus.
1. Die Ausgangsspannung kann mit dem
Potentiometer, das sich hinter der weißen
Abdeckung befindet, eingestellt werden.
2. Die Ausgangsspannung kann an Klemme
Plus+ und Minus- gemessen werden.
3. Die Eingangsspannung kann an Klemme
L1/L2/L3 gemessen werden.
Die erforderlichen Ausgangsspannungen sind:
PS2 42VDC (+- 500mv)
PS3 28VDC (+- 200mv)
PS3 24VDC (+- 200mv)
Falsche Spannungseinstellungen können eine Fehlfunktion der Maschine zur Folge haben. Es wird
empfohlen, nach dem Teiletausch die Ausgangsspannungen zu prüfen. Um Schäden zu
vermeiden, messen Sie die Spannung auch, bevor Sie Ausgangskabel stecken.

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7.6 Funktionsbeschreibung der einzelnen Baugruppen der TX-SMPS
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7.6.5 Stromversorgung (SMPS) - 300VDC messen & testen
HINWEIS
Lesen Sie vor der Messung in der Serviceanleitung nach.
●
Die 300VDC von PS1 (IN) können zwischen X303 (300VDC) und X305 (GND) gemessen
werden.
●
Die 300VDC von CAP1 (OUT) können zwischen X304 (300VDC) und X305 (GND) gemes-
sen werden.
1. Messsteckdose X303
2. Messsteckdose X304
3. Messsteckdose X305
HINWEIS
Die Messung erfolgt immer zum Bezugspunkt X305 (GND)!
Die Messung sollte mithilfe eines geeigneten Netzspannungsmessgerät (Spannungsprüfer)
stattfinden, da es sich um 300VDC handelt.
Die Messspitzen der Messgeräte dürfen unter keinen Umständen berührt werden.

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7.7 SMPS-Diagnose
114 Technisches Training FSE SIPLACE TX-Series 08/2018
7.7 SMPS-Diagnose
Die Diagnosefunktionin der Stationssoftware ermöglicht eine problemlose Überwachung des
Maschinenspannungsstatus.
Folgende Analyse- bzw. Überwachungsmöglichkeiten sind möglich:
●
Überwachung des Netzteils PS1 und der Pufferbatterie CAP
●
Überwachung der Sicherheitszustände auf der CSB
●
Überwachung der Zwischenkreisspannungen Bestückköpfe 160VDC auf der FD-Platine
●
Überwachung der Spannungen 42VDC / 28VDC / 24VDC auf der FD-Platine
Für die Überwachung der Netzteilspannungen und der Sicherungen auf CAP und FD-Platine
stehen zwei zusätzliche Diagnosekreise innerhalb der SMPS zur Verfügung. Die beiden
Diagnosekreise sind auf der IOCU kombiniert und werden von dort an den Stationsrechner
übertragen.
Die Verbindungen 1, 2 und 3 dienen rein zur Weitergabe der Diagnosedaten und sind somit
zwingend notwendig, um eine Funktion der Diagnose zu gewährleisten.
●
Damit die Diagnose GUI funktioniert, muss die SMPS korrekt verkabelt sein. Stellen Sie zur
Fehlerbehebung sicher, dass alle Kabel korrekt angeschlossen sind. Werden keine
Diagnosedaten der Kondensatorbatterie von der Maschinensteuerung empfangen
(Funktionsstörung bzw. fehlende Kabelverbindung), wird auch keine Diagnoseinformation der
FD-Platine angezeigt!
Der Diagnostics Master ist ein fester Bestandteil in der CAP1 und wertet sämtliche zur Diagnose
notwendigen Informationen der Gesamtbaugruppe PS1-CAP1 aus.
Ebenso werden die Daten der Pufferbatterie CAP1 (Ladungszustand, Temperatur, Pufferkapazität,
Arbeitszeit) vom Diagnostic Master abgefragt.
Auf der FD.A1 laufen sämtliche Diagnosedaten der Kleinspannungsüberwachung (von PS2 / PS3 /
PS4 / Sicherungen auf FD) und Sicherheitslogik (von CSP) zusammen. Von der FD werden dann
die Diagnosedaten an die IOCU weitergegeben.
Auch wird die Information über die 160VDC für die Zwischenkreisspannung Bestückköpfe
abgefragt. Dies erfolgt über die Logik an den Sicherungen F19 und F20.