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2 Übersicht 2.1 Zweck und Einsatzgebiete Serviceanleitung SIPLACE LDU-X Linear Dipping Unit 11/2017 11 2 Übersicht 2.1 Zweck und Einsatzgebiete Für die Bereitstellung des Flussmittels in der geeigneten Weise gibt es für …

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1 Einleitung
1.3 Personalqualifikation und Schulung
10 Serviceanleitung SIPLACE LDU-X Linear Dipping Unit 11/2017
Darüber hinaus haben registrierte Kunden Zugang zur Benutzergruppe MySIPLACE. Dort können
Sie spezielle Informationen zu unseren Bestückautomaten abrufen, wie z.B.:
technische Dokumentation
technische Infos
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Und so einfach ist die Registrierung für den Zugang zu MySIPLACE:
Klicken Sie am Kopf der Website auf
und dort auf den Link
Registrieren.
Füllen Sie das Anmeldeformular aus und senden Sie es ab.
Zeitnah erhalten Sie Ihre Zugangsberechtigung mit Benutzername und Passwort.
1.3 Personalqualifikation und Schulung
Qualifiziertes bzw. ausreichend geschultes Personal bedeutet, dass diese Personen mit der Auf-
stellung, dem Betrieb und der Instandhaltung der Maschine und der Zusatzgeräte vertraut sind und
über eine entsprechende Qualifikation verfügen, wie z.B.:
Die Ausbildung oder Unterweisung bzw. Berechtigung, Stromkreise und Anlagenteile gemäß
den Standards der Sicherheitstechnik ein- und auszuschalten, freizuschalten, zu erden oder
zu kennzeichnen.
Die Ausbildung oder Unterweisung gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Pflege
und Gebrauch einer angemessenen Sicherheitsausrüstung.
Die Schulung in Erster Hilfe.
1.4 Abkürzungen
BE Bauelement
C&P Collect&Place
C&P12 Collect&Place-Kopf mit 12 Segmenten
C&P20 Collect&Place-Kopf mit 20 Segmenten
C&P6 Collect&Place-Kopf mit 6 Segmenten
EDIF Energie- und Dateninterface
EGB Elektrostatisch gefährdete Bauelementegruppe
FGB Flachbaugruppe
FS Funktionsstand
IrDA Infrared Data Association
LDU Linear Dipping Unit
LED Light Emitting Diode
MTC Matrix Tray Changer
OIS Operator Information System
SSE Single-Slot-EDIF
SW Software
WPC Waffle Pack Changer
2 Übersicht
2.1 Zweck und Einsatzgebiete
Serviceanleitung SIPLACE LDU-X Linear Dipping Unit 11/2017 11
2 Übersicht
2.1 Zweck und Einsatzgebiete
Für die Bereitstellung des Flussmittels in der geeigneten Weise gibt es für die SIPLACE Bestück-
automaten ein spezielles Zuführmodul, die LDU‑X (Linear Dipping Unit). Die LDU‑X kann wie ein
Zuführmodul auf einen Bauelementetisch gestellt bzw. gerüstet werden. In der Bestücksteuerung
(SIPLACE PRO) können dann Bauelemente für das Dippen ausgewählt und die entsprechenden
Parameter eingestellt werden. Die LDU‑X stellt in einem bestimmten Bereich das Flussmittel in
einer genau definierten Stärke (Schichtdicke) bereit. Außerdem sorgt die LDU‑X automatisch durch
einen Applikationsvorgang dafür, dass die Flussmittelschicht immer wieder erneuert wird. Dadurch
wird gewährleistet, dass die Bauelemente immer in eine frische Flussmittelschicht eingetaucht wer-
den und so immer gleich bleibende Prozessbedingungen herrschen.
2.2 Aufbau und Funktion
Die LDU‑X kann grob in einen mechanischen Teil - die so genannte Applikationseinheit - und in
einen elektrischen Teil - die so genannte Steuereinheit - unterteilt werden.
Die Steuereinheit
Die Steuereinheit enthält die elektrischen Teile wie Energieversorgung, Schnittstellen, Steuerung
und Bedieneinheit.
Die Applikationseinheit
Die Applikationseinheit hat zwei Bewegungsachsen. Die X-Achse bewegt einen Schlitten vorwärts
und rückwärts. Die Z-Achse bewegt die Hubeinheit auf und ab. Beide Achsen werden durch Elek-
tromotoren und ein Spindelsystem angetrieben. Durch einen Drehgeber (Encoder) auf der Motor-
welle wird die aktuelle Position der Spindel ermittelt. An den beiden Achsen befinden sich Senso-
ren, die anzeigen, wann die Achse eine Endlage erreicht hat.
An der Hubeinheit ist eine Platte mit einer definierten Vertiefung (Kavität) befestigt: die so genannte
Dip-Platte. Am Schlitten der X-Achse ist ein nach unten offener Behälter befestigt. In diesem Be-
hälter befindet sich das Flussmittel.
Ablauf
Der Flussmittelbehälter fährt aus der Parkposition über die Dip-Platte und hinterlässt eine definierte
Schicht des Flussmittels in der Kavität. Der Schlitten fährt bis zur Wendeposition und dann wieder
zurück in die Parkposition.
Danach fährt die Hubeinheit die Dip-Platte nach oben in Dip-Position. Hier kann nun der Bestück-
kopf das entsprechende Bauelement in die Flussmittelschicht eintauchen (dippen).
Wenn das Flussmittel neu aufgetragen werden soll, fährt die Hubeinheit nach unten in die Applika-
tionsposition, und der Schlitten fährt den Flussmittelbehälter wieder über die Dip-Platte.
Optionen
Um den Ablauf zu optimieren, stehen Ihnen die folgenden Hilfsmittel optional zur Verfügung:
Fluxsensor (Flussmittelsensor)
Der Flussmittelsensor überwacht die Menge des Flussmittels, die sich im Flussmittelbehälter
befindet. Wird die erforderliche Mindestmenge an Flussmittel unterschritten, wird die LDU-X
automatisch angehalten und eine entsprechende Meldung angezeigt.
Nachfülleinheit
Meldet der Fluxsenor eine zu geringe Menge an Flussmittel im Flussmittelbehälter, kann die-
se mit Hilfe der Nachfülleinheit automatisch nachgefüllt werden.
2 Übersicht
2.3 Applikationsvorgang
12 Serviceanleitung SIPLACE LDU-X Linear Dipping Unit 11/2017
2.3 Applikationsvorgang
Aufbau der Applikationseinheit
Die Applikationseinheit der LDU-X besteht
hauptsächlich aus folgenden Teilen:
1. Flussmittelbehälter
2. Parkplatte
3. Auffangwanne
4. Dip-Platte
5. Flussmittel
6. Übergang
7. Kavität
8. Flussmittel in der Auffangwanne
Applikationsvorgang
1. Die Applikationseinheit wurde gereinigt
und steht in der Grundposition. Dabei be-
findet sich der Flussmittelbehälter über der
Parkplatte in der Parkposition. Neues
Flussmittel wurde soeben eingefüllt und
verteilt sich auf den "Boden" des Flussmit-
telbehälters. Die Dip-Platte befindet sich in
der Applikationsposition.
2. Die Applikation wurde gestartet. Der Schlit-
ten mit dem Flussmittelbehälter fährt nach
vorne in Richtung Dip-Platte. Das Fluss-
mittel im Flussmittelbehälter bildet sich je
nach Viskosität des Flussmittels zu einer
Walze bzw. Rolle aus.
3. Der Flussmittelbehälter erreicht die Kavität
der Dip-Platte. Das Flussmittel wird in der
Kavität verteilt und durch die untere Kante
des Flussmittelbehälters abgestreift.
4. Der Schlitten fährt bis zur Wendeposition
am Ende der Dip-Platte. Die gesamte Ka-
vität ist nun mit Flussmittel gefüllt.
5. Der Schlitten fährt nun wieder zurück.
6. Die Flussmittelwalze bildet sich jetzt an der
anderen Seite des Flussmittelbehälters
aus. Die Kante streicht das Flussmittel auf
der Dip-Platte sauber ab und sorgt somit
für eine gleich bleibende Schichtdicke.
7. Der Schlitten hat die Ausgangsposition auf
der Parkplatte erreicht. Flussmittel, das
evtl. in den Spalt am Übergang gelaufen
ist, wird durch die Auffangwanne aufgefan-
gen.
8. Die Hubeinheit fährt die Dip-Platte aus der
Applikationsposition in die Dip-Position.
Jetzt kann der Bestückkopf die Bauele-
mente in das Flussmittel eintauchen.