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2 Übersicht 2.3 Applikationsvorgang 12 Serviceanleitung SIPLACE LDU-X Linear Dipping Unit 11/2017 2.3 Applikationsvorgang Aufbau der Applikationseinheit Die Applikationseinheit der LDU-X besteht hauptsächlich aus folgend…

2 Übersicht
2.1 Zweck und Einsatzgebiete
Serviceanleitung SIPLACE LDU-X Linear Dipping Unit 11/2017 11
2 Übersicht
2.1 Zweck und Einsatzgebiete
Für die Bereitstellung des Flussmittels in der geeigneten Weise gibt es für die SIPLACE Bestück-
automaten ein spezielles Zuführmodul, die LDU‑X (Linear Dipping Unit). Die LDU‑X kann wie ein
Zuführmodul auf einen Bauelementetisch gestellt bzw. gerüstet werden. In der Bestücksteuerung
(SIPLACE PRO) können dann Bauelemente für das Dippen ausgewählt und die entsprechenden
Parameter eingestellt werden. Die LDU‑X stellt in einem bestimmten Bereich das Flussmittel in
einer genau definierten Stärke (Schichtdicke) bereit. Außerdem sorgt die LDU‑X automatisch durch
einen Applikationsvorgang dafür, dass die Flussmittelschicht immer wieder erneuert wird. Dadurch
wird gewährleistet, dass die Bauelemente immer in eine frische Flussmittelschicht eingetaucht wer-
den und so immer gleich bleibende Prozessbedingungen herrschen.
2.2 Aufbau und Funktion
Die LDU‑X kann grob in einen mechanischen Teil - die so genannte Applikationseinheit - und in
einen elektrischen Teil - die so genannte Steuereinheit - unterteilt werden.
Die Steuereinheit
Die Steuereinheit enthält die elektrischen Teile wie Energieversorgung, Schnittstellen, Steuerung
und Bedieneinheit.
Die Applikationseinheit
Die Applikationseinheit hat zwei Bewegungsachsen. Die X-Achse bewegt einen Schlitten vorwärts
und rückwärts. Die Z-Achse bewegt die Hubeinheit auf und ab. Beide Achsen werden durch Elek-
tromotoren und ein Spindelsystem angetrieben. Durch einen Drehgeber (Encoder) auf der Motor-
welle wird die aktuelle Position der Spindel ermittelt. An den beiden Achsen befinden sich Senso-
ren, die anzeigen, wann die Achse eine Endlage erreicht hat.
An der Hubeinheit ist eine Platte mit einer definierten Vertiefung (Kavität) befestigt: die so genannte
Dip-Platte. Am Schlitten der X-Achse ist ein nach unten offener Behälter befestigt. In diesem Be-
hälter befindet sich das Flussmittel.
Ablauf
Der Flussmittelbehälter fährt aus der Parkposition über die Dip-Platte und hinterlässt eine definierte
Schicht des Flussmittels in der Kavität. Der Schlitten fährt bis zur Wendeposition und dann wieder
zurück in die Parkposition.
Danach fährt die Hubeinheit die Dip-Platte nach oben in Dip-Position. Hier kann nun der Bestück-
kopf das entsprechende Bauelement in die Flussmittelschicht eintauchen (dippen).
Wenn das Flussmittel neu aufgetragen werden soll, fährt die Hubeinheit nach unten in die Applika-
tionsposition, und der Schlitten fährt den Flussmittelbehälter wieder über die Dip-Platte.
Optionen
Um den Ablauf zu optimieren, stehen Ihnen die folgenden Hilfsmittel optional zur Verfügung:
●
Fluxsensor (Flussmittelsensor)
Der Flussmittelsensor überwacht die Menge des Flussmittels, die sich im Flussmittelbehälter
befindet. Wird die erforderliche Mindestmenge an Flussmittel unterschritten, wird die LDU-X
automatisch angehalten und eine entsprechende Meldung angezeigt.
●
Nachfülleinheit
Meldet der Fluxsenor eine zu geringe Menge an Flussmittel im Flussmittelbehälter, kann die-
se mit Hilfe der Nachfülleinheit automatisch nachgefüllt werden.

2 Übersicht
2.3 Applikationsvorgang
12 Serviceanleitung SIPLACE LDU-X Linear Dipping Unit 11/2017
2.3 Applikationsvorgang
Aufbau der Applikationseinheit
Die Applikationseinheit der LDU-X besteht
hauptsächlich aus folgenden Teilen:
1. Flussmittelbehälter
2. Parkplatte
3. Auffangwanne
4. Dip-Platte
5. Flussmittel
6. Übergang
7. Kavität
8. Flussmittel in der Auffangwanne
Applikationsvorgang
1. Die Applikationseinheit wurde gereinigt
und steht in der Grundposition. Dabei be-
findet sich der Flussmittelbehälter über der
Parkplatte in der Parkposition. Neues
Flussmittel wurde soeben eingefüllt und
verteilt sich auf den "Boden" des Flussmit-
telbehälters. Die Dip-Platte befindet sich in
der Applikationsposition.
2. Die Applikation wurde gestartet. Der Schlit-
ten mit dem Flussmittelbehälter fährt nach
vorne in Richtung Dip-Platte. Das Fluss-
mittel im Flussmittelbehälter bildet sich je
nach Viskosität des Flussmittels zu einer
Walze bzw. Rolle aus.
3. Der Flussmittelbehälter erreicht die Kavität
der Dip-Platte. Das Flussmittel wird in der
Kavität verteilt und durch die untere Kante
des Flussmittelbehälters abgestreift.
4. Der Schlitten fährt bis zur Wendeposition
am Ende der Dip-Platte. Die gesamte Ka-
vität ist nun mit Flussmittel gefüllt.
5. Der Schlitten fährt nun wieder zurück.
6. Die Flussmittelwalze bildet sich jetzt an der
anderen Seite des Flussmittelbehälters
aus. Die Kante streicht das Flussmittel auf
der Dip-Platte sauber ab und sorgt somit
für eine gleich bleibende Schichtdicke.
7. Der Schlitten hat die Ausgangsposition auf
der Parkplatte erreicht. Flussmittel, das
evtl. in den Spalt am Übergang gelaufen
ist, wird durch die Auffangwanne aufgefan-
gen.
8. Die Hubeinheit fährt die Dip-Platte aus der
Applikationsposition in die Dip-Position.
Jetzt kann der Bestückkopf die Bauele-
mente in das Flussmittel eintauchen.

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2.4 Voraussetzungen und Einschränkungen
Serviceanleitung SIPLACE LDU-X Linear Dipping Unit 11/2017 13
2.4 Voraussetzungen und Einschränkungen
●
Die LDU‑X kann auf Maschinen der SIPLACE X, SX und DX-Serie eingesetzt werden.
●
Die LDU‑X kann nur auf X-Tische gestellt werden. Es ist nicht möglich, die LDU‑X auf S-Ti-
sche zu stellen.
●
Die LDU-X kann Bauteile bis zu einer maximalen Größe von 42x42mm verarbeiten.
– X4i: Beim Einsatz eines WPC ist die maximale Bauteilegröße 32x32mm.
– SX1 und SX2: Bei Verwendung der äußeren Tischposition kann es - in Abhängigkeit von
der Konfiguration des Kopfes - Einschränkungen in der Größe der verarbeitbaren Bauteile
geben.
●
Voraussetzung für den Einsatz der LDU‑X auf den SIPLACE Bestückautomaten ist die Stati-
onssoftware 604 oder höher.
●
Für die Bestückköpfe gelten folgende Einschränkungen:
– SW 604 und 605: nur C&P6, C&P12 und TwinHead
– ab SW 703: keine Einschränkungen
●
Voraussetzung für den Einsatz der LDU‑X auf den SIPLACE Bestückautomaten ist die Linien-
rechnersoftware SIPLACE Pro 5.0.1.35 und höher.
●
Die LDU-X muss manuell in die Rüstung gestellt werden.
●
Die LDU-X darf nicht die jeweils äußeren 6 Spuren (rechts und links) belegen.
●
Auf einen Tisch kann immer nur eine LDU-X gestellt werden.
●
Linearzuführmodule dürfen nicht direkt neben der LDU-X gerüstet werden.
●
Zuführmodule mit kleinen Bauelementen sollten nicht direkt neben der LDU-X gerüstet wer-
den.
●
Das manuelle Tray kann nicht mit einer LDU-X auf einem Tisch gerüstet werden.
●
MTC und LDU-X können nur bei Einportalmaschinen gegenüberliegend gestellt werden.
●
Die Bestückleistung der Maschine wird durch den Dip-Vorgang eingeschränkt.
●
Beim Dippen von Bauteilen werden keine Bestückdaten zu Bedienerinformation (OIS und Ma-
DaMaS) erzeugt.
●
Ein Portal kann jeweils nur mit einer LDU‑X arbeiten (auch wenn von zwei Stellplätzen abge-
holt werden kann).
●
Bei Maschinen mit einem Portal im Bestückbereich kann nur eine LDU-X verwendet werden.
●
Die LDU‑X kann außerhalb der Maschine mit Hilfe eines SSE (Single-Slot-EDIF) betrieben
werden.
●
Mit SW 703 kann es bei SX zu Einschränkungen der Bauteilgröße kommen.
Hardware-Funktionsstände der LDU-X [03063461-xx]
Funktions-
stand
Erläuterung
FS1 In dieser Version sind Fluxsensor und Nachfülleinheit nicht möglich.
FS2 In dieser Version ist das Grundmodul 1,5mm tiefer gelegt, sodass keine Kollisi-
onsgefahr zwischen Fluxsensor und Bestückkopf besteht.
Zum Betrieb des Fluxsensors ist mindestens die Software-Version 2.00 erfor-
derlich.
FS3 Der FS3 enthält zwei zusätzliche Sensoren zur Detektierung der Dip-Platte und
der Auffangwanne. Er ist Voraussetzung für den Betrieb der Nachfülleinheit.
Für die Auswertung der Platten- und Wannensensoren, des Fluxsensors und
den Betrieb der Nachfülleinheit ist mindestens die Software-Version 2.00 erfor-
derlich.