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1 Einleitung 1.3 Weitere Hinweise 14 Assembly Instructions / Montageanleitung SIPLACE TX2i V1 SIPLACE TX2 V2 Option Mixed-Mode 01/2019 1.3.3.2 Wichtige Schutzmaßnahmen gegen statische Aufladung ► Die meisten Kunststoffe …

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1 Einleitung
1.3 Weitere Hinweise
Assembly Instructions / Montageanleitung SIPLACE TX2i V1 SIPLACE TX2 V2 Option Mixed-Mode 01/2019 13
Tests
Servicepersonal darf die Schaltungen testen, indem es diese kurzzeitig aktiviert, ohne das
Verriegelungsverfahren aufzuheben. Dies allerdings nur, wenn keine weiteren Personen mehr
Arbeiten an der zu testenden Baugruppe ausführen.
Es ist außerordentlich wichtig, dass alle weiteren START-Taster mit dem Warnschild "Nicht in
Betrieb nehmen" gekennzeichnet sind, um so ein unbeabsichtigtes Starten der Anlage in dieser
Zeit zu verhindern.
Verantwortung und Pflichten
Das Instandhaltungs- und Wartungspersonal ist dafür zuständig, sicherzustellen, dass dieses
Verfahren eingehalten wird.
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des unmittelbar Vorgesetzten des Instandhaltungs-
und Servicepersonals, diesen Personenkreis in dieses Verfahren einzuweisen.
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Sicherheitsbeauftragten das Verfahren zum
Verriegeln und Kennzeichnen der Verriegelung der Maschinen zu regeln.
1.3 Weitere Hinweise
1.3.1 Wichtige Hinweise zur umweltfreundlichen Entsorgung von Materialien
Für unsere Produkte werden nur Stoffe, Materialien und Teile verwendet, die sich leicht trennen
und umweltfreundlich entsorgen lassen.
HINWEIS
Bestimmungen beachten
Für die fachgerechte und umweltfreundliche Entsorgung der Anlage, der Betriebsstoffe und
der Verbrauchs- und Verschleißteile ist ausschließlich der Betreiber der Anlage verant-
wortlich.
Beachten Sie dazu die nationalen gesetzlichen Bestimmungen für die Abfallent-
sorgung und den Umweltschutz.
1.3.2 Hinweis zum Original-Zubehör
Verwenden Sie nur Originalersatzteile und autorisiertes Zubehör. Die Verwendung anderer Teile
beeinträchtigt die Sicherheit und wird die Haftung für die daraus entstehenden Folgen aufheben.
1.3.3 EGB-Richtlinien
1.3.3.1 Was bedeutet EGB?
Abb.4: EGB-Aufkleber
Fast alle modernen Baugruppen sind mit hochintegrierten Bausteinen
bzw. Bauelementen in MOS-Technik bestückt. Diese elektronischen
Bauelemente sind technologisch bedingt sehr empfindlich gegen
Überspannungen und damit auch gegen elektrostatische Entladung.
Die Kurzbezeichnung für elektrostatisch gefährdete Baugruppen ist
EGB. Daneben findet man häufig auch die international gebräuch-
liche Bezeichnung ESD (Electrostatic Sensitive Device). Nebenste-
hendes Symbol auf Schildern an Schränken, Baugruppenträgern
oder Verpackungen weist auf die Verwendung von elektrostatisch
gefährdeten Bauelementen und damit auf die Berührungsempfind-
lichkeit der betreffenden Baugruppen hin.
EGBs können durch Spannungen und Energien zerstört werden, die weit unterhalb der Wahrneh-
mungsgrenze des Menschen liegen. Solche Spannungen treten bereits dann auf, wenn ein Bau-
element oder eine Baugruppe von einem nicht elektrostatisch entladenen Menschen berührt wird.
Bauelemente, die solchen Überspannungen ausgesetzt wurden, können in den meisten Fällen
nicht sofort als fehlerhaft erkannt werden, da sich erst nach längerer Betriebszeit ein Fehlverhal-
ten einstellen kann.
1 Einleitung
1.3 Weitere Hinweise
14 Assembly Instructions / Montageanleitung SIPLACE TX2i V1 SIPLACE TX2 V2 Option Mixed-Mode 01/2019
1.3.3.2 Wichtige Schutzmaßnahmen gegen statische Aufladung
Die meisten Kunststoffe sind stark aufladbar und deshalb unbedingt von den gefährdeten
Bauelementen fernzuhalten!
Beim Umgang mit elektrostatisch gefährdeten Bauelementen ist auf gute Erdung von Mensch,
Arbeitsplatz und Verpackung zu achten!
1.3.3.3 Handhabung von EGB-Baugruppen
Grundsätzlich gilt, dass elektronische Baugruppen nur dann berührt werden sollten, wenn dies
wegen daran vorzunehmender Arbeiten unvermeidbar ist. Fassen Sie dabei Flachbaugruppen auf
keinen Fall so an, dass dabei Bauelemente-Pins oder Leiterbahnen berührt werden.
Bauelemente dürfen nur berührt werden:
wenn man über EGB-Armband ständig geerdet ist oder
wenn man EGB-Schuhe oder EGB-Schuherdungsschutzstreifen in Verbindung mit einem
EGB-Boden trägt.
Vor dem Berühren einer elektronischen Baugruppe muss der eigene Körper entladen werden. Dies
kann in einfachster Weise dadurch geschehen, dass unmittelbar vorher ein leitfähiger, geerdeter
Gegenstand berührt wird (beispielsweise metallblanke Schaltschrankteile, eine Wasserleitung
usw.).
Bringen Sie Baugruppen nicht mit aufladbaren und hochisolierenden Stoffen in Berührung, z.B.
Kunststoff-Folien, isolierende Tischplatten oder Bekleidungsteile aus Kunstfaser.
Legen Sie Baugruppen nur auf leitfähigen Unterlagen ab (Tisch mit EGB-Auflage, leitfähiger EGB-
Schaumstoff, EGB-Verpackungsbeutel, EGB-Transportbehälter).
Bringen Sie Baugruppen nicht in die Nähe von Datensichtgeräten, Monitoren oder Fernsehern.
Halten Sie mindestens einen Abstand von 10 cm zu Monitoren ein.
1.3.3.4 Messen und Ändern an EGB-Baugruppen
An den Baugruppen darf nur unter folgenden Bedingungen eine Messung durchgeführt werden:
Das Messgerät ist geerdet (z. B. über Schutzleiter) oder
vor dem Messen wird bei potentialfreiem Messgerät der Messkopf kurzzeitig entladen (z.B.
metallblankes Steuerungsgehäuse berühren).
Verwenden Sie nur einen geerdeten Lötkolben, wenn Sie Lötarbeiten durchführen.
1.3.3.5 Versenden von EGB-Baugruppen
Bewahren Sie Baugruppen und Bauelemente grundsätzlich in leitfähiger Verpackung (z.B.
metallisierten Kunststoffschachteln oder Metallbüchsen) auf bzw. versenden Sie diese auch in
leitfähiger Verpackung.
Sind Verpackungen nicht leitend, müssen Sie die Baugruppen vor dem Verpacken leitend
umhüllen. Verwenden Sie dazu beispielsweise leitfähigen Schaumgummi, EGB-Beutel, Haus-
halts-Alufolie oder Papier. Unter keinen Umständen dürfen Sie Kunststofftüten oder -folien
verwenden.
Achten Sie bei Baugruppen mit eingebauten Batterien darauf, dass die leitfähige Verpackung
die Batterieanschlüsse nicht berührt oder kurz schließt und decken Sie gegebenenfalls
Anschlüsse zuvor mit Isolierband oder Isoliermaterial ab.
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1.4 Personalqualifikation und Schulung
Assembly Instructions / Montageanleitung SIPLACE TX2i V1 SIPLACE TX2 V2 Option Mixed-Mode 01/2019 15
1.3.4 Gültigkeit des Dokuments
Dieses Dokument gilt für folgende Maschinentypen:
SIPLACE TX2i V1
SIPLACE TX2 V2
Die beschriebenen Arbeiten sind modulweise aufgeführt und für alle Maschinentypen weitgehend
gleich:
Im Falle, dass eine Unterscheidung notwendig ist, wird mit Bezugnahme auf die Maschinen-
nummer der laufenden Serie der unterschiedliche Auslieferungszustand dokumentiert.
Abbildungen sind exemplarisch zu verstehen. So bedeutet z.B. die Darstellung eines
bestimmten Maschinentyps oder einer abweichenden Maschinenlackierung nicht, dass die
nachfolgende Information ausschließlich für den dargestellten Maschinentyp gilt.
Für elektrische Überprüfungen lesen Sie die Wirkschaltplanmappe Ihrer Maschine.
Wirkschaltplanmappe SIPLACE TX V1-Serie (bis Nr. 499) [DE+EN:00197933-xx]
Wirkschaltplanmappe SIPLACE TX V1-Serie (ab Nr. 500) [DE+EN:00198274-xx]
Wirkschaltplanmappe SIPLACE TX V2-Serie [DE+EN: 00198460‑xx]
1.3.5 Übersicht über die Ausgabestände
Dokument
SIPLACE TX2i V1
SIPLACE TX2 V2
Option Mixed-Mode
Montageanleitung
Ausgabe Änderungen
11/2017 Erstausgabe
01/2019 Ergänzung der Maschine SIPLACE TX2 V2
1.4 Personalqualifikation und Schulung
Qualifiziertes bzw. ausreichend geschultes Personal bedeutet, dass diese Personen mit der Auf-
stellung, dem Betrieb und der Instandhaltung der Maschine und der Zusatzgeräte vertraut sind und
über eine entsprechende Qualifikation verfügen, wie z.B.:
Die Ausbildung oder Unterweisung bzw. Berechtigung, Stromkreise und Anlagenteile gemäß
den Standards der Sicherheitstechnik ein- und auszuschalten, freizuschalten, zu erden oder
zu kennzeichnen.
Die Ausbildung oder Unterweisung gemäß den Standards der Sicherheitstechnik in Pflege
und Gebrauch einer angemessenen Sicherheitsausrüstung.
Die Schulung in Erster Hilfe.