0197786-01_BA_HeadVerification_708_DE - 第37页

SIPLACE „Head Ver ification“ Bedienungsanleitun g Ausgabe 01/2015 37 Fehler bei M ounting Variation bei einzelnen Segme nten: 1. W ert Mounting Variation (2) ist über Grenzwert Mounting Variation M aximum (4)  Blendscha…

100%1 / 86
SIPLACE „Head Verification“
Bedienungsanleitung Ausgabe 01/2015
36
4.5.3 Erklärung des Messergebnisses anhand der Ergebnis-PDF
Diese Ergebnisse kann man sehen, wenn man im Summary-Menü nach unten scrollt, oder eine
Ergebnis-PDF erzeugt!
Abbildung 23: Ergebnis-PDF Anti Glare Shield Mounting
Anhand des Balkendiagramms kann man graphisch erkennen, wie weit der Blendschaltring um die
Mitte des Segmentes rotiert.
Die Distanzwerte Measure1 (0°), Measure2 (90°), Measure3 (180°) und Measure4 (270°) werden im
Balkendiagramm für jedes Segment angegeben.
Von links nach rechts werden die Werte Measure1 Measure4 dargestellt.
Bei einer korrekten Funktion der Lichtschranke oder auch einem intakten Blendschaltring müssen die
Balken immer in einem konvexen oder auch konkaven Balkendiagramm verlaufen.
Würde die Sequenz Kurz-Lang-Kurz-Lang oder Lang-Kurz-Lang-Kurz auftauchen, so kann man
entweder von einer defekten Lichtschranke ausgehen, welche nicht konstant misst, oder man kann
auch davon ausgehen, dass der Blendschaltring einen Bruch hat.
Wenn das Balkendiagramm in einer konkaven oder konvexen Form verläuft, sich aber außerhalb der
Toleranzen bewegt, so kann davon ausgegangen werden, dass der Blendschaltring zur DP-Achse
rotiert.
Ursache hierfür kann eine schlechte Montage des Blendschaltringes auf dem DP-Sitz sein, die DP
generell unrund läuft und somit beschädigt ist oder der Blendschaltring ist beschädigt.
4.5.4 Deutung der Ergebnisse
Fehler bei Mounting Variation an allen Segmenten:
1. Lichtschranke Z-Unten defekt
Werte Measure1-Measure4 sind unterhalb der Grenzwerte Austausch der
Lichtschranke Z-Unten oder Z-Antriebseinheit komplett
2. Position der Lichtschranke Z-Unten falsch
Neujustage der Lichtschranke Z-Unten
3. Z-Motor oder Linearführung des Z-Antriebs defekt
Fehler bei Measure1 Measure4 an mehreren Segmenten (Nicht Konkav / Nicht Konvex):
1. Lichtschranke Z-Unten fehlerhaft eventuell Kabelbruch Austausch der Lichtschranke Z-
Unten
SIPLACE „Head Verification“
Bedienungsanleitung Ausgabe 01/2015
37
Fehler bei Mounting Variation bei einzelnen Segmenten:
1. Wert Mounting Variation (2) ist über Grenzwert Mounting Variation Maximum (4)
Blendschaltring sitzt nicht sauber auf der DP oder erthat Bruchstellen
2. Ein oder mehrere Werte bei Measure1 Measure4 sind unterhalb der minimalen Grenzwerte
Sensor Value
Blendschaltring ist verschmutzt
4.6 Messung „Air & vacuum with head sensors“
Für diese Messungen werden folgende Teile benötigt:
CPP: 12x Nozzletype 2057 03070280-01 (Kalibrierpipette)
CP20P: 20x Nozzletype 4235 03098748-01 (Kalibrierpipette)
CP20A: 20x Nozzletype 1235 03015222-01 (Kalibrierpipette)
1x Kalibrierteil CPP 03010565-01
oder
1x Kalibrierteil C&P20A/P 03034148-01
4.6.1 Erklärung der Messung Ablauf
Diese Messung dient zur Ermittlung der Vakuum- und Blaslufteigenschaften des Bestückkopfes und
dessen Segmente. Mithilfe der einzelnen Messschritte können beschädigte Komponenten in einem
Bestückkopf eingegrenzt werden, welche das Vakuum am Bestückkopf beeinträchtigen und somit
Bestück- und Abholfehler verursachen. Zudem werden auch noch die Blasluftwerte des Bestückkopfes
untersucht.
Zuerst werden die Vakuum Offen- und Geschlossen-Werte der Segment ermittelt, danach die
Haltekreiswerte der einzelnen Segmente bestimmt. In Anschluss wird jedes Segment mit Blasluft
beaufschlagt. Zur genaueren Überprüfung des Vakuums an den Segmenten wird danach auf die
Höhenreferenzlaufposition gefahren und die Messung des Vakuums an jedem Segment bei 0°, 90°,
180° und 270° durchgeführt. Nur so kann das System über den ganzen DP-Bereich auf seine
Vakuumwerte zuverlässig überprüft werden, da hier das Drehsystem über 360° komplett abdichten
muss.
Mithilfe der Ergebnisse dieser Messungen können letztendlich auf folgende Ursachen Rückschlüsse
gezogen werden:
1. Zustand der Filterscheiben des Segments
2. Zustand der Vakuumdichtigkeit eines Segments (Drehung über 360°)
3. Zustand der Vakuumschläuche
4. Funktionalität der Vakuumpumpe (Optional)
5. Zustand des Haltekreises
6. Undichte Vakuumpipette
Ablauf der Messung im Detail (Beispiel CPP):
1. Der Kopf fährt mit den Kalibrierpipetten über die Pipettenstation und fährt die Z-Achse mit dem
Verfahrprofil TP13 [NOZZLE CHANGER DOWN] nach unten. Mithilfe dieses Ablaufes werden
die Pipetten nochmals fest auf den Pipettensitz des Segments gedrückt, um die bestmögliche
Abdichtung zwischen Pipette und Segment zu gewährleisten.
2. Danach erfolgt an der oberen Position eines jeden Segmentes ein Clean-Up Kommando, um
die Pipette und das Segment von eventuellen Verunreinigungen freizublasen und den
bestmöglichen Zustand für die folgenden Messungen zu schaffen.
SIPLACE „Head Verification“
Bedienungsanleitung Ausgabe 01/2015
38
3. Im Anschluss fährt der Kopf über die Höhenreferenzlaufposition auf der Transportwange. Die
Z-Achse wird mit dem Verfahrprofil TP5 [TP5 LIGHT BARRIER] im Lichtschrankenmodus auf
die Höhenreferenzlaufposition. Dabei wird während des Herunterfahrens der Z-Achse das
Vakuum für dieses Segment aktiviert und der Wert Vacuum open [mbar] ermittelt. Wenn nun
die Z-Achse auf die Höhenreferenzlaufposition der Transportwange auftrifft, wird durch die
Aktivierung der Lichtschranke Z-Unten die Endemeldung ausgegeben. An dieser Position wird
nun der Wert Vacuum closed [mbar] gemessen. Somit wurden die beiden Vakuumwerte
ermittelt, wenn die Pipetten nicht bedeckt (Vacuum open) und Pipette abgedeckt (Vacuum
closed) ist.
Aus der Differenz Vacuum closed [mbar] Vacuum open [mbar] wird der Wert Vacuum
delta in mbar errechnet. Ein bestimmter Wert muss erreicht werden, welcher dann für ein
zuverlässig funktionierendes Vakuum an der Pipette steht. Der Wert Vacuum delta in mbar
wird definiert durch die Art der Pipette und deren Querschnitt. Alle Grenzwerte sind hier für die
verwendete Kalibrierpipette definiert.
4. Dann verfährt das Portal über die Parkposition und ermittelt die Werte für den Haltekreis eines
jeden Segmentes. Der ermittelte Wert Holding (nozzle open) [mbar] beschreibt das
anliegende Vakuum an einer nicht bedeckten Pipette, während es vom Abhol- zum
Bestückzyklus (Haltekreis) gedreht wird. Dieser Wert soll die Haltekraft an der Pipette während
der Sterndrehung von Abhol- bis zur Bestückposition verifizieren.
Der hier zudem ermittelte Wert Open dev. [mbar] kann nicht genauer erklärt werden.
5. Das Portal wird wieder über die Höhenreferenzlaufposition auf der Transportwange gefahren.
6. Die Z-Achse wird mit dem Verfahrprofil TP5 [TP5 LIGHT BARRIER] nach unten positioniert und
das Segment 1 holt das Kalibrierteil (bei CPP simuliert auf gehärteter
Höhenreferenzlaufmarke) mit 0° ab. Dabei wird bei Ausgabe der Endemeldung Lichtschranke
Z-Unten das Vacuum 0° [mbar] gemessen.
7. Danach fährt die Z-Achse wieder in die obere Position.
8. Die Z-Achse wird erneut mit dem Verfahrprofil TP5 [TP5 LIGHT BARRIER] nach unten
positioniert und das Segment 1 holt erneut das Kalibrierteil (bei CPP simuliert auf gehärteter
Höhenreferenzlaufmarke) mit 90° ab. Dabei wird bei Ausgabe der Endemeldung Lichtschranke
Z-Unten das Vacuum 90° [mbar] gemessen.
9. Danach fährt die Z-Achse wieder in die obere Position.
10. Die Z-Achse wird erneut mit dem Verfahrprofil TP5 [TP5 LIGHT BARRIER] nach unten
positioniert und das Segment 1 holt erneut das Kalibrierteil (bei CPP simuliert auf gehärteter
Höhenreferenzlaufmarke) mit 180° ab. Dabei wird bei Ausgabe der Endemeldung
Lichtschranke Z-Unten das Vacuum 180° [mbar] gemessen.
11. Danach fährt die Z-Achse wieder in die obere Position.
12. Die Z-Achse wird erneut mit dem Verfahrprofil TP5 [TP5 LIGHT BARRIER] nach unten
positioniert und das Segment 1 holt erneut das Kalibrierteil (bei CPP simuliert auf gehärteter
Höhenreferenzlaufmarke) mit 270° ab. Dabei wird bei Ausgabe der Endemeldung
Lichtschranke Z-Unten das Vacuum 270 [mbar] gemessen.
13. Danach fährt die Z-Achse wieder in die obere Position und der Stern taktet Segment 2 in die
Abholposition.
14. Nun werden die Schritte 6.-12. für alle Segmente des Kopfes durchgeführt.
15. Aus den ermittelten Werten für die vier Winkelmessungen Vaccum 0°-Vacuum 270° [mbar]
wird dann die maximale Abweichung Delta vac. 0-270° [mbar] errechnet. Die maximale
Streuung vom minimalsten bis zum maximalsten Vakuumwert zeigt die Dichtigkeit über einen
Drehwinkel von 360° für das Segment an.
16. Im Anschluss fährt nun der Kopf über das Kalibrierteil und holt es mit dem Verfahrprofil TP5
[TP5 LIGHT BARRIER] ab. Dabei wird an der Endemeldung Lichtschranke Z-Unten der Wert
Vacuum calib part [mbar] gemessen, der als Referenz für ein abgeholtes Bauteil steht.
Dieser Wert beim Abholen des Kalibrierteils Vacuum calib part [mbar] wird mit dem Wert
Vacuum closed [mbar] der Offen-Geschlossen-Messung verglichen. Die Differenz aus
Vacuum closed [mbar] - Vacuum calib part [mbar] ergibt den Wert Delta calib-closed
[mbar].
Delta calib-closed [mbar] ist ein Indikator für das Segment (Pipette), dass die ermittelten
Vakuumwerte während des Pipettenreferenzlaufes mit den Vakuumwerten während eines
Bauteilabholens übereinstimmen.