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SIPLACE „Head Ver ification“ Bedienungsanleitun g Ausgabe 01/2015 28 12. Danach dreht der Stern um ein Segm ent weiter. 13. Nun werden die Schritte 4. – 11. f ür jedes weitere Seg ment durchgeführt. Abbildung 17 : Nozz l…

SIPLACE „Head Verification“
Bedienungsanleitung Ausgabe 01/2015
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Ablauf der Messung im Detail:
1. Zuerst wird der komplette Kopf referiert und die Vakuumpipetten an der Pipettenstation auf die
DP gedrückt, um einen festen Sitz zu gewährleisten.
2. Danach fährt das Portal über die Transportwange.
3. Segment 1 wird in die Bestückposition gedreht.
4. Sequence 1
Die Z-Achse fährt nun das Segment mit dem Verfahrprofil TP18 [TP18 DOWN PICK
CALIBRATE] auf die Transportwange. Dieses Verfahrprofil überwacht ständig den Stromwert
des Z-Motors. Sobald dieser ansteigt, wird das Endesignal ausgegeben. Somit wird
gewährleistet, dass die minimalste Kraft auf die Pipettenspitze (kleinste Bestückkraft ca. 1N)
wirkt. Dies bedeutet dann auch, dass in diesem Falle die Segmentfeder noch nicht deformiert
ist. Somit ermittelt man hier die Z-Achsenposition für Verfahrweg ohne Einfederung.
Der ermittelte Wert ist Z-Low Force [µm].
5. Danach fährt die Z-Achse mit dem Verfahrprofil TP1 [TP1 ABSOLUT DEFAULT] wieder nach
oben.
6. Sequence 2
Unmittelbar im Anschluss wird nur für dieses Segment 1 die Z-Achsenposition ermittelt, die sich
bei maximaler Einfederung, also bei völliger Komprimierung der Feder ergibt. Hierfür wird die Z-
Achse mit dem Verfahrprofil TP13 [TP13 NOZZLE CHANGER DOWN] nach unten gefahren.
Dieses Verfahrprofil wird auch beim Pipettenwechseln verwendet, weil hier die Pipette immer
absolut in die Pipettengarage gedrückt werden muss!
Die Z-Achse fährt also mit der Pipette auf die Transportwange. Durch das Verfahrprofil wird
gewährleistet, dass die Z-Achse so weit nach unten fährt, bis der Stromwert des Z-Motors einen
in den Maschinendaten (oder eSW) definierten Wert erreicht, der einer maximalen Aufsetzkraft
entspricht, die aber der Achsenmechanik und auch der Leiterplatte nicht schadet.
Die Z-Achse fährt also hier mit der Pipettenspitze auf die Transportwange und komprimiert die
Segmentfeder komplett.
Der hier ermittelte Wert ist Z-High Force [µm].
7. Danach fährt die Z-Achse mit dem Verfahrprofil TP1 [TP1 ABSOLUT DEFAULT] wieder nach
oben.
8. Sequence 3
Direkt danach wird Segment 1 mit dem Verfahrprofil TP2 [TP2 DOWN PICK LIGHTBARRIER]
nach unten gefahren. Mithilfe dieses Verfahrprofils wird die Z-Achsenposition überprüft, wo die
Lichtschranke Z-Down betätigt wird.
Die Z-Achse wird nach unten gefahren. Kurz nach Verlassen der oberen Position wird die
Lichtschranke Z-Unten aktiv geschaltet. Sobald nun die Pipette die Transportkante berührt,
wird die Segmentfeder komprimiert. Die Z-Achse fährt weiter, bis die Segmentfeder soweit
komprimiert ist, dass der darauf montierte Schaltring die Lichtschranke betätigt. Das
ausgegebene Signal markiert die Endemeldung.
Der hier ermittelte Wert ist Z-Light Barrier [µm].
Dieser Wert steht für die „normale“ Bestückung ohne Sonderablauf, die Kraft ist hier ca.
1,8N – 2N, oder Kraft gemäß der verbauten Feder im Segment.
9. Es wird nun der Wert für den kompletten Federweg Nozzle Spring Value [µm] der
Segmentfeder intern errechnet. (1)
Dies geschieht durch Berechnung der Differenz aus der Z-Achsenposition bei minimaler Kraft
(keine Einfederung) und maximaler Kraft (komplette Kompression der Feder)
Nozzle Spring [µm] = Z-High Force [µm] – Z-Low Force [µm]
10. Es wird nun der Wert für den Weg ermittelt, wie weit die Segmentfeder komprimiert wird, bis die
Lichtschanke Z-Unten aktiviert wird.
Dieser Wert wird als Signal-Schaltschwelle Signal Threshold (2) bezeichnet.
Er errechnet sich aus der Differenz zwischen der Z-Achsenposition bei minimaler Kraft (keine
Einfederung) und der Z-Achsenposition bei Betätigung der Lichtschranke Z-Unten
(Losbrechmoment der Feder).
Signal Threshold [µm] = Z-Light Barrier [µm] – Z-Low Force [µm]
11. Danach fährt die Z-Achse mit dem Verfahrprofil TP1 [TP1 ABSOLUT DEFAULT] wieder nach
oben.

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12. Danach dreht der Stern um ein Segment weiter.
13. Nun werden die Schritte 4. – 11. für jedes weitere Segment durchgeführt.
Abbildung 17: Nozzle Spring Function
4.3.2 Erklärung des Messergebnisses im Menü Progress
Nach Beendigung der Messung erscheint im Menü Progress folgendes Ergebnis:
Abbildung 18: Ergebnis Nozzle Spring
Legende:
1. Gemessenes Segment
2. Errechneter Wert für den kompletten Federweg des Segments.
Dieser Wert errechnet sich aus Differenz der Z-Achsenposition bei minimaler Kraft (keine
Einfederung) und bei maximaler Kraft (komplette Kompression der Feder)
Nozzle Spring [µm] = Z-High Force [µm] – Z-Low Force [µm]
3. Errechneter Wert der Signal-Schaltschwelle Signal Threshold, welche das Losbrechmoment
der Feder beschreibt.

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Dieser Wert errechnet sich aus der Differenz zwischen der Z-Achsenposition bei minimaler
Kraft (keine Einfederung) und der Z-Achsenposition bei Betätigung der Lichtschranke Z-Unten
(Losbrechmoment der Feder).
Signal Threshold [µm] = Z-Light Barrier [µm] – Z-Low Force [µm]
4. Ergebnis-Anzeige (OK grüner Hacken / NOK rotes X)
5. In diesem Diagramm werden die Werte der Segmente für „Nozzle Spring“ veranschaulicht.
Blaue Linie Nozzle Spring [µm] der einzelnen Segmente
Rote Grenzlinien Toleranzen Min und Max (in unserem Fall 800..1100µm)
Mit dem Button kann das Diagramm vergrößert werden.
6. In diesem Diagramm werden die Werte der Segmente für „Spring Threshold“ veranschaulicht.
Blaue Linie Spring Threshold [µm] der einzelnen Segmente
Rote Grenzlinien Toleranzen Min und Max (in unserem Fall 0..200µm)
Mit dem Button kann das Diagramm vergrößert werden.
4.3.3 Erklärung des Messergebnisses anhand der Ergebnis-PDF
Diese Ergebnisse kann man sehen, wenn man im Summary-Menü nach unten scrollt, oder eine
Ergebnis-PDF erzeugt!
Abbildung 19: Ergebnis-PDF Nozzle Spring
Alle Werte für Nozzle Spring [µm] sind relativ gleich.
Wäre der Wert für die Nozzle Spring höher oder gar über der maximalen Toleranzgrenze, so deutet es
darauf hin, dass das Federungssystem der DP leichtgängig ist. Eventuell ist die Feder gebrochen! Die
Feder wird komplett komprimiert aber durch den Bruch liegen die Windungen nicht aufeinander.