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4.13 Messung „ZDS sensor values“
Für diese Messungen werden folgende Teile benötigt:
CP20P: 20x Nozzletype 4069 03106244-01 (Vakuumpipette rot geschlossen)
4.13.1 Erklärung der Messung – Ablauf
Mit der Messung „ZDS sensor values“ werden Funktionalität der Lichtschranke Z-Unten sowie des BE-
Sensors in Abhängigkeit von den Drehwinkeln der DP bzw. des Segments ermittelt.
Zuerst wird die wird mithilfe des Referenzlaufes ein Helligkeitsabgleich der Lichtschranke Z-Unten
(LED Gain) ermittelt. In diesem Zusammenhang wird dann noch der Spannungswert der
Lichtschranke Z-Unten ermittelt, der einen Referenzwert (Sensor value [mV]) für den Abstand zum
Schaltring darstellt.
In weiteren Messungen werden noch die Spannungswerte der Lichtschranke Z-Unten ermittelt, wenn
der Schaltring die Endemeldung der Z-Achse beim Bestücken ausgibt (Spring resp. low [mV]) und
auch, wenn die Z-Achse mit voller Kraft aufsetzt (Spring resp. high [mV]), was einer kompletten
Kompression der Segmentfeder entspricht.
In weiteren Tests wird die Drehachse der DP / des Segments um eine volle Umdrehung (360°)
gedreht. Dabei werden permanent die Spannungswerte der Lichtschranke Z-Unten aufgezeichnet und
geben somit ein Bild vom Abstand Lichtschranke Z-Unten zum Schaltring. Ebenso werden die
Spannungsveränderungen in Schritten von 5° gemessen, um hier eine relative gleichmäßige
Schwankung nachzuweisen. Ebenso wird die gesamte Spannungsveränderung über die kompletten
360° ermittelt.
Da diese Messung im BE-Sensor-Bereich stattfindet, können auch die Längenänderungen der
Pipettenspitze über die gesamten 360° überprüft werden. Diese Längenänderungen werden in 5°-
Schritten protokolliert und dürfen sich nur in einem bestimmten Bereich ändern.
Mithilfe der Ergebnisse dieser Messungen können letztendlich auf folgende Ursachen Rückschlüsse
gezogen werden:
1. Taumelnde Schaltringe
2. Verschmutzte Schaltringe
3. Defekte Lichtschranke Z-Unten
4. Defekte Segmentfeder
Ablauf der Messung im Detail:
1. Zuerst wird ein Höhenreferenzlauf mit der Pipette 4069 durchgeführt.
2. Im Anschluss wird ein Helligkeitsabgleich der LED in der Lichtschranke Z-Unten gemacht.
Dabei dreht der Stern jedes Segment in die Bestückposition und schaltet die Lichtschranke Z-
Unten ein. Der ermittelte Spannungswert bei Segmentstellung 0° ergibt den Wert Sensor
Value [mV] und stellt den Wert für den Abstand Lichtschranke Z-Unten zum Schaltring der DP
dar. Zudem wird der Wert LED gain ermittelt. Dies ist der Helligkeitsabgleich der LED in der
Lichtschranke Z-Unten, der beim Referieren der Lichtschranke zurückkommt. Es besteht der
Zusammenhang zwischen Helligkeit LED gain (Sender) und Sensor Value [mV]
(Empfänger), der die Grundfunktionalität der Lichtschranke Z-Unten darstellt.
Dies wird für alle Segmente separat durchgeführt
3. Dann wird das Segment 1 bei einer Segmentstellung DP 0° mit der Z-Achse nach unten
bewegt.
Die Z-Achse wird mit dem Verfahrprofil TP13 [TP13 NOZZLE CHANGER DOWN] nach unten
auf die Höhenreferenzlaufposition gefahren. Sobald der Schaltring der DP die Lichtschranke
Z-Unten aktiviert, wird der Spannungswert der Lichtschranke Z-Unten Spring resp. low [mV]
ermittelt. Die Achse fährt weiter mit voller Kraft nach unten, bis der Stromsensor der Z-Achse
die Endemeldung ausgibt. Nun ist die Segmentfeder vollständig komprimiert. Nun wird erneut
der Spannungswert der Lichtschranke Z-Unten Spring resp. high [mV] ermittelt. Mithilfe
dieser Messung können Rückschlüsse auf den Schaltring und der Linearführung des
Segments getroffen werden.
Dies wird dann für alle Segmente separat durchgeführt.
4. Segment 1 wird in die Bestückposition gedreht.
5. Segment 1 wird nun einmal um 360° (Schrittweite 1°) gedreht.

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6. Dabei steht die Z-Achse unten, so dass die Pipettenspitze im Strahl des BE-Sensors steht.
7. Während der Drehung werden bei jedem gedrehten 1°-Grad folgende Messungen gemacht:
- Spannungswert der Lichtschranke Z-Unten (Sensor value [mV] / 1°) Min value
[mV] und Max value [mV]
- Veränderung der Pipettenlänge im BE-Sensor (Ermittelte Längenänderung / 5°
Radial runout 5° [µm])
- Veränderung der Spannung Lichtschranke Z-Unten (Sensor value [mV]/5°
Variation 5° [mV]
- Aufgrund der gespeicherten Werte können die maximalen
Spannungsschwankungen der Lichtschranke Z-Unten bei einer 360°-Drehung
ermittelt werden. Dies geschieht aus dem Delta zwischen dem maximalen
Spannungswert und dem minimalen Spannungswert der Lichtschranke Z-Unten
Variation 360° [mV]
- Aufgrund der gespeicherten Werte kann die maximale Pipettenlängenänderung
der BE-Sensormessung bei einer 360°-Drehung ermittelt werden. Dies geschieht
aus dem Delta zwischen dem maximalen Pipettenlänge und der minimalen
Pipettenlänge im BE-Sensor über 360° Radial runout 360° [µm]
8. Nun wird diese Messung für alle weiteren Segmente durchgeführt.
4.13.2 Erklärung des Messergebnisses im Menü Progress
Nach Beendigung der Messung erscheint im Menü Progress folgendes Ergebnis:
Abbildung 47: Ergebnis ZDS sensor values_1

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Abbildung 48: Ergebnis ZDS sensor values_2
Legende:
1. Gemessenes Segment
2. Analoger Spannungswert des Empfängers Lichtschranke Z-Unten Sensor value [mV] bei
einer Segmentstellung von 0° während des Helligkeitsabgleichs der LED als Sender (4) mit
dem Wert LED gain. Dieser Spannungswert stellt zudem den Abstand der Lichtschranke zum
Schaltring bei einer DP-Stellung von 0° dar. Es findet eine Art Hell-Dunkel-Bestimmung
(Abgleich) statt. Dieser Wert muss innerhalb einer plausiblen Toleranz (in unserem Beispiel
von 2000..5000mV) liegen!
3. Kleinster ermittelter analoger Spannungswert Min value [mV] der Lichtschranke Z-Unten
während einer kompletten Drehung des Segments um 360°. Dieser Wert versinnbildlicht den
größten Abstand zwischen Lichtschranke Z-Unten und dem Schaltring. Man kann auch sagen,
dass bei größerem Abstand das Licht der Lichtschranke dunkler ist. Dieser Wert muss
innerhalb einer plausiblen Toleranz (in unserem Beispiel von 2000..5000mV) liegen!
Größter ermittelter analoger Spannungswert Max value [mV] der Lichtschranke Z-Unten
während einer kompletten Drehung des Segments um 360°. Dieser Wert versinnbildlicht den
kleinsten Abstand zwischen Lichtschranke Z-Unten und dem Schaltring. Man kann auch
sagen, dass bei kleinerem Abstand das Licht der Lichtschranke heller ist. Dieser Wert muss
innerhalb einer plausiblen Toleranz (in unserem Beispiel von 2000..5000mV) liegen!
4. Helligkeitswert LED (Sender) der Lichtschranke Z-Unten während dem Referieren. Der Wert
LED gain spiegelt die Helligkeit der LED dar, der sich in einem Ergebnis der Messung des
Empfängers Lichtschranke Z-Unten Sensor value [mV] (2) wiederspiegeln muss. Der Wert
LED gain muss innerhalb einer plausiblen Toleranz (in unserem Beispiel 90..200) liegen.
5. Der Wert Spring resp. low [V/m] beschreibt den analogen Spannungswert der Lichtschranke
Z-Unten, wenn die Z-Achse mit einen DP-Winkel von 0° auf die Transportkante fährt und die
Lichtschranke durch den Schaltring geschalten wird. Dieser Wert steht auch für einen Abstand
der Lichtschranke Z-Unten zum Schaltring an dieser Stelle, wenn die Federkraft auf den
Schaltring wirkt. Dieser Wert muss innerhalb einer plausiblen Toleranz (in unserem Beispiel
von -5300..-2000V/m) liegen!
6. Der Wert Spring resp. high [V/m] beschreibt den analogen Spannungswert der
Lichtschranke Z-Unten, wenn die Z-Achse mit einen DP-Winkel von 0° mit voller Kraft auf die
Transportkante fährt und die Segmentfeder vollständig komprimiert wird. Dieser Wert steht
auch für einen Abstand der Lichtschranke Z-Unten zum Schaltring an dieser Stelle, wenn die
maximale Kraft der Z-Achse auf das Segment wirkt, der Abstand Lichtschranke Z-Unten zum
Schaltring wird hier ermittelt. Dieser Wert muss innerhalb einer plausiblen Toleranz (in
unserem Beispiel von -5600..-3600V/m) liegen!
7. Der Wert Radial runout 5° [µm] beschreibt die größte ermittelte Pipettenlängenänderung
beim Drehen des Segments um 360° in einem 5°-Bereich. Dabei wird der Wert als Radial
runout 5° [µm] angegeben, bei dem sich innerhalb von einer Drehung um 5° die größte
Pipettenlängenänderung feststellen ließ. Dieser Wert muss innerhalb einer plausiblen
Toleranz (in unserem Beispiel von 0..20µm) liegen!