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1 - 26 S tudent Guide SIPLACE HF/HF3 6 Collect&Place-Kopf / DLM2 Ausgabe 09/2005 26 6.2.10 Fest stellung der V akuumwerte und Grenzwerte Abb. 6.2 - 10 Messung und Berechnung der Vakuumwerte bei der Referenzfahrt 1. Z…

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Ausgabe 09/2005 6 Collect&Place-Kopf / DLM2
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6.2.9 Ablauf Vakuumcheck
Verschmutzungen und Bauelemente werden abgeworfen bzw. entfernt /Pipetten werden auf 0°
gedreht.
Abb. 6.2 - 9 Ablauf Vakuumcheck
Die Portalachsen fahren den C&P-Kopf zur Abwurfposition.
Die Stern-Achsen verfahren entgegen dem Uhrzeigersinn und alle drei Funktionen werden
gleichzeitig innerhalb eines Kopfzyklus durchgeführt. (siehe Abb. 6.2 - 9).
(1) Die DP-Station wird eingeschwenkt und jedes Segment auf die 0°-Position gedreht.
(2) Das Blasluftventil wird geöffnet und der Ventilstellantrieb für die Abwurfposition aktiviert.
Jedes Teil an der Pipette wird abgeworfen. Das Blasluftventil schließt.
(3) Weiterhin werden die Vakuum-Referenzwerte an der Abhol-/Bestückstation gemessen.
Diese sind die Referenzwerte für jedes Segment bei den Vakuumchecks während der Bestü-
ckung.
Diese drei Vorgänge werden parallel durchgeführt.
Hinweis:
Die Position 2 in der Abb. 6.2 - 9 gilt nur für die HS und S/F Maschinen. Bei der Siplace HF erfolgt
das Abwerfen nach unten.
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6.2.10 Feststellung der Vakuumwerte und Grenzwerte
Abb. 6.2 - 10 Messung und Berechnung der Vakuumwerte bei der Referenzfahrt
1. Zwei Vakuummessungen werden an der Referenz durchgeführt: die erste Messung bei ge-
schlossenem, die zweite bei geöffnetem Ventil, während Luft durch die Pipette strömt.
2. Der Wert bei geschlossenem Ventil hängt vom Umgebungsdruck ab und kann sehr stark vari-
ieren, je nach lokalen Wetterbedingungen und Höhenlage. Grundsätzlich gilt, je höher desto
geringerer Umgebungsdruck, um so niedriger das Vakuum bei geschlossenem Ventil.
3. Der Wert bei offenem Ventil hängt von der Pipettengröße und deren Zustand ab. Je kleiner die
Pipette, um so größer der Wert bei offenem Ventil. Auch eine verunreinigte oder blockierte Pi-
pette wird jedoch einen hohen Wert ergeben.
4. Der Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Pipetten ist für den Idealfall als Mini-
mumwert durch den Linienrechner vorbestimmt. Dies ist für alle Pipettentypen unterschiedlich.
Z.B. 120 mbar für 714, 704, 914 und 904-er Pipetten. Können diese Werte nicht erreicht wer-
den, erscheint die Fehlermeldung "Vakuumdifferenz offen-geschlossen zu gering".
5. Die Schwelle für die Bauteileakzeptanz wird zu diesem Zeitpunkt festgelegt. In diesen Fall ha-
ben wir bei offener Pipette einen Wert von 700 mbar und bei geschlossener Pipette einen Wert
von 900 mbar. Die Berechnung geschieht wie folgt:
Schwelle = (900(geschlossen) - 700(offen))= x 0.2 + 700(offen)
= 200 x 0.2 + 700
= 740
-700
-720
-740
-760
-780
-800
-820
-840
-860
-880
-900
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Maximales Vakuum
Vakuumpipette geschlossen
Vakuumpipette offen
Der Unterschied bei den Ergebnissen
der 2 Vakuummessungen sollte größer
sein als der Mindestwert vom LC
(Linienrechner)
Umgebungsdruck
20% für Reject
80 % für Annahme
am Vakuumtest
Schwelle = (Vakuum geschlossen-Vakuum offen)x0.
2
+ Vakuum offen
Druckunterschied Pipette - innen -> Umgebung
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6.2.11 Messung Pipettenlänge für die BE-Erkennung durch die BE-Sensor-Option
Abb. 6.2 - 11 Pipettenlängenreferenzwerte für BE-Erkennung in der BE-Sensor-Option
Die BE-Sensor option ist nur für Maschinen mit Stations-SW 503 bzw.505 und nur mit 12er C&P-
Bestückkopf einsetzbar.
Falls am 12er C&P-Kopf die Option BE-Sensor installiert ist wird während des Vakuum-
referenzlaufes auch:
Die Länge der Pipette im IR-Strahl während der Stern-Drehung gemessen.
DerSIPLACE PRO/ LR gibt vor welche Pipettentype meßbar ist (Pipettenlänge größer 12 mm).
Aufgrund der Pipettenrüstung am Bestückstern wird eine Messung ausgelöst.
Vor dem abholen wird die Länge der leeren Pipette gegen den Meßwert während des Referen-
zlaufes überprüft.
Während des Bestückablaufes bezieht sich die BE-Erkennung vor dem Bestücken auf den Meßw-
ert der leeren Pipette.
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IR-Sender
IR-Empfänger
Pipette