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COGNEX Barcode-Leser Ausgabe 02/2018
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3.2.1 Trigger Settings
Aufgrund der unterschiedlichen Hard- und Firmware sind ebenfalls unterschiedliche Werte möglich.
"Trigger Type”:
Wir verwenden ausschließlich den Bildfolgemodus "Burst (external)”
"Burst Length”:
Anzahl der Bilder, die pro Trigger-Signal vom Leser aufgenommen werden.
DM150Q-Max
DM100X
Maximale Bildanzahl
Maximale Bildanzahl
= 28
= 17
"Interval [µs/ms]”
Zeitabstand in der die einzelnen Bilder aufgenommen werden
DM150Q-Max
DM100X
Wert in [µs]
Wert in [ms]
= 40000
= 40
"Trigger delay
[ms/mm]":
Verzögerungszeit des Trigger-Signals
Das Trigger-Signal kommt vom Bandantrieb des Eingabebandes
Trigger-Start
Trigger-Ende
= Eingabeband läuft los
= Eingabeband stoppt
DM150Q-Max kann komplett deaktiviert werden [none], als Zeit [ms]
oder als Strecke [mm] eingetragen werden
DM100X
kann nur als Zeit [ms] eingetragen werden
"Timeout [ms]": Zeit, die der Leser für die Suche nach einem Code in jedem einzelnen Bild
bekommt. Erst danach wird das nächste Bild nach einem Code durchsucht.
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Beachten Sie, dass sämtliche Transportsteuerungen ein definiertes Zeitfenster für den Empfang
von Barcode-Daten verwenden. Dieses Zeitfenster beginnt mit dem Trigger-Signal des Lesers
(Eingabeband läuft los) und endet mit dem Erreichen der Leiterplatte am Stopp-Sensor des
Eingabebandes.
Innerhalb dieses Zeitfensters von ungefähr 4,4 Sekunden muss die TSP Daten vom Barcode-Leser
empfangen unabhängig davon, ob erfolgreich gelesen wurde oder es zu einem Lesefehler kam.
Entsprechend der Leserkonfiguration kann die benötigte Zeit für das Dekodieren und Übermitteln
der Daten jedoch auch länger dauern als die angesprochenen 4,4 Sekunden. In diesem Fall würde
sich die Maschine in einem undefinierten Zustand befinden, weil die TSP weder eine „GOOD-
READ"- noch eine "NOREAD"-Information erhalten hat.
Daher ist es wichtig, sehr achtsam mit den Einstellungen der „Light and Imiger Settings" bei
Verwendung der COGNEX-Leser umzugehen. Dies gilt ausschließlich für die COGNEX-Leser.
Die Datenverarbeitung der SICK-Leser erfolgt komplett anders, so dass es zu keinen zeitlichen
Problemen bei der Datenübermittlung mit der ICR850- bzw. der LECTOR-Serie kommen kann.
Anhand des folgenden Beispiels soll veranschaulicht werden, welche Situation bei der Verwendung
eines DM150Q-MAX bzw. DM100X eintreten kann.
Eine Leiterplatte wird an das Eingabeband der Maschine übergeben, gleichzeitig erhält der
COGNEX-Leser mit dem Anlaufen des Eingabebandes sein Trigger-Signal. Er wartet, falls unter
"Trigger Delay [ms]" eine entsprechende Wartezeit eingetragen wurde, und macht nach Ablauf
dieser Zeit sein erstes Bild.
Dann sucht der Leser in diesem Bild für die unter "Timeout [ms]" eingetragenen Zeit nach einem
Code.
Währenddessen macht der Leser entsprechend der in "Interval [ms]" eingetragenen Zeit weitere
Bilder. Wenn innerhalb der eingetragenen Zeit im ersten Bild kein Code gefunden wurde, dann
sucht der Leser im nächsten Bild und so weiter. Sobald ein Code erkannt wurde, wird die
entsprechende Code-Information mit dem dazugehörigen Datenformat unmittelbar an die TSP
gesendet. Wenn kein Code nach dem Durchsuchen aller unter "Burst Length" eingetragenen Bilder
gefunden wurde, sendet der Leser die unter "No Read DATA String" eingetragene Information an
die TSP.
Mit der folgenden mathematischen Formel kann berechnet werden, ob die Einstellungen richtig
gewählt wurden oder ob ggf. die maximale Zeit von 4,4 Sekunden überschritten wurde. Sollte das
Ergebnis über 4,4 Sekunden liegen, dann kann die Stationssoftware in den zuvor angesprochenen
undefinierten Zustand fallen. Dieser äußert sich so, dass im Eingabeband die Leiterplatte liegen
bleibt und die Maschine stoppt, ohne dass eine Fehlermeldung in der GUI angezeigt wird. Nach
Betätigen der Start-Taste würde diese Leiterplatte dann in den Bestückbereich gefahren und
bestückt jedoch ohne LP-Barcode-Informationen in den Traceability-Daten.
HINWEIS / NOTICE
Trigger Delay [ms] + (Burst Length x Timeout [ms]) = Total Time
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Zur besseren Verständnis folgend 2 Beispiele:
Bei Verwendung eines DM150Q-MAX:
800 ms + (28 x 125 ms) = 4,3 Sek.
Bei Verwendung eines DM100X:
200 ms + (17 x 300 ms) = 5,3 Sek.
Im Beispiel mit dem DM150Q-MAX ist das Ergebnis OK. Jedoch im 2. Beispiel mit dem DM100X
liegt das Ergebnis über dem Wert von 4,4 Sekunden.
Für das erste Beispiel würde dies bedeuten, dass, wenn der zu lesende Code bis zum 14. Bild (0,2
- 4,4 Sek.) erkannt wird, alles problemlos funktioniert. Würde der Code jedoch erst in einem der 3
letzten Bilder erkannt werden (4,4 5,3 Sek.), hätte die TSP bereits das Fenster für eingehende
Barcode-Informationen geschlossen und die Information über ein erfolgreiches Lesen könnte die
TSP nicht mehr erreichen.
Das Gleiche gilt für eine Information über einen Lesefehler, die ja erst nach nicht erfolgreicher
Dekodierung aller Bilder (also nach 5,3 Sek.) an die TSP gesendet wird.
Mit der Software "DataMan Setup Tool, v3.5.3" war es beim DM100X noch möglich, die Anzahl der
Bilder der "Burst Length" auf maximal 22 Bilder zu erhöhen, indem man die Anzahl der Bilder im
"Process Monitor" von 6 auf 1 reduzierte. Der Wert durfte jedoch niemals auf 0 gesetzt werden,
weil der Leser sonst nach einigen Trigger-Signalen in einen internen Systemfehler lief und einen
automatischen Neustart durchführte. Dieser führte dann zu einem Lesefehler auf der GUI und
einem Maschinenstillstand, wenn genau zu diesem Zeitpunkt eine neue Leiterplatte in die
Maschine einfuhr.