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3 Funktionsbeschreibung und Aufbau 3.3 Grundlagen 40 Bedienungsanleitung SIPLACE Linear Dipping Unit 2 X 05/2020 3.3.6 Dipp-Vorgang und Haltezeit Der Dipp-Vorgang im Bestückautomaten besteht grob aus folgenden Einzelschr…

3 Funktionsbeschreibung und Aufbau
3.3 Grundlagen
Bedienungsanleitung SIPLACE Linear Dipping Unit 2 X 05/2020 39
3.3.5 Rakelgeschwindigkeit
Bei einigen Flussmittelarten hat die Rakelgeschwindigkeit einen sehr großen Einfluss auf die Ober-
fläche des Flussmittels nach der Applikation.
1. Die Rakelachse fährt mit der Maximalge-
schwindigkeit nach vorn in die Wendeposi-
tion(5)
.
2. Die Rakelachse befindet sich in der Wend-
eposition(8)
.
3. Die Rakelachse fährt mit der einstellbaren
Rakelgeschwindigkeit über die Kavität
zurück(6)
in die Beschleunigungsposi-
tion(9)
.
4. Die Rakelachse fährt mit der Maximalge-
schwindigkeit(7)
zurück in die Parkpositi-
onauf der Parkplatte(10)
.
Die Rakelgeschwindigkeit wird in der Liniensoftware eingestellt: 4.1.12 "Aufwärmphasen und Ra-
kelgeschwindigkeit einstellen" [}58].
Die optimale Rakelgeschwindigkeit für das jeweilige Flussmittel muss experimentell ermittelt wer-
den. Dabei ist es hilfreich, von folgenden maximalen Geschwindigkeiten auszugehen:
●
Flussmittel = 200mm/s
●
Lotpaste = 200mm/s

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3.3 Grundlagen
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3.3.6 Dipp-Vorgang und Haltezeit
Der Dipp-Vorgang im Bestückautomaten besteht grob aus folgenden Einzelschritten:
1. Bauelement aus dem entsprechenden Zuführmodul abholen
2. Bauelement in das Flussmittel dippen
3. Bauelement mit dem Vision System überprüfen und zentrieren
4. Bauelement auf die Leiterplatte bestücken
Der detaillierte Ablauf des Dippens (Schritt 2) besteht aus folgenden Einzelschritten:
1. Der Bestückkopf fährt mit dem Bauelement über die LDU auf eine nicht benutzte Stelle des
Dipp-Bereichs. Der Bestückkopf fährt nach unten, bis das Bauelement den Boden der Kavität
erreicht hat.
2. Der Unten-Sensor des Bestückkopfes startet eine Haltezeit.
3. Nach Ablauf der Haltezeit fährt der Bestückkopf wieder nach oben.
Während der Haltezeit hat das Flussmittel Gelegenheit, das Bauelement an den eingetauchten
Stellen zu benetzen. Die Haltezeit wird in der Liniensoftware eingestellt: 4.1.7
"Dipp-Reihenfolge
und Haltezeit einstellen" [}54]. Die richtige Haltezeit muss durch Versuche ermittelt werden.
3.3.7 Schleichweg
Je nach Viskosität des verwendeten Flussmittels kann beim Dip-Vorgang eine Anpassung der Ein-
tauchgeschwindigkeit in bzw. der Ausfahrgeschwindigkeit aus der Kavität erforderlich sein. Wenn
Bauteile nach dem Aufwärtsfahren der Pipette im Flussmittel der Kavität haften bleiben, dann ist
dies ein Indikator für eine zu hohe Ausfahrgeschwindigkeit. Eine zu hohe Eintauchgeschwindigkeit
kann zu einem ungleichmäßigen Benetzen der Balls / Bumps der Bauteile führen.
Die Distanz zwischen der Oberfläche der Kavität und dem Schleichpunkt ist der Schleichweg.
(1) Der Bestückkopf fährt mit der normalen Geschwindigkeit nach unten bis zum einem einstellba-
ren Schleichpunkt und bremst dort auf die einstellbare Eintauchgeschwindigkeit ab.
(2) Der Bestückkopf fährt mit der Eintauchgeschwindigkeit nach unten bis auf die Oberfläche der
Kavität.
(3) Der Bestückkopf fährt mit der einstellbaren Ausfahrgeschwindigkeit nach oben bis zum
Schleichpunkt und beschleunigt dort auf die normale Geschwindigkeit.
Schleichpunkt, Eintauch- und Ausfahrgeschwindigkeit für jedes Bauelement und jedes Flussmittel
werden in der Liniensoftware eingestellt: 4.1.9
"Schleichweg einstellen" [}56].

4 Bedienung
4.1 Einstellungen in SIPLACE Pro
Bedienungsanleitung SIPLACE Linear Dipping Unit 2 X 05/2020 41
4 Bedienung
4.1 Einstellungen in SIPLACE Pro
HINWEIS
Zielgruppe: Rüstungsbediener
Das beschriebene Verfahren ist eine unregelmäßig auftretende Aufgabe, die nur von einem
geschulten Bediener mit speziellen Kenntnissen (Rüstungsbediener) durchgeführt werden
sollte.
Damit die LDU in einem Bestückauftrag verwendet werden kann, müssen vor der Inbetriebnahme
die entsprechenden Einstellungen in SIPLACE Pro vorgenommen werden:
●
Rüstung der LDU
●
Definieren der Dipping-Platte
●
Zuordnen der Dipping-Platte zu der LDU
●
Definieren des Flussmittels
●
Zuordnen des Flussmittel zu der LDU
●
Festlegen der Parameter für den verwendeten Flussmittel-Füllstandssensor
●
Dipping-Parameter für die verwendeten Bauelemente:
– Verwendetes Flussmittel
– Kavitätentiefe
– Dipp-Reihenfolge
– Andrückkraft beim Dippen
– Haltezeit beim Dippen
– Verfahrprofil beim Dippen
– Wartezeit beim Bestücken
●
Verarbeitungsparameter für die verwendeten Flussmittel:
– Vernarbungszeit
– Aushärtezeit
– Werte des Flussmittel-Füllstandssensors
– Dipp-Rand
– Rakelgeschwindigkeit
– Anzahl der Rakelzyklen während des Aufwärmens