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5 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5 5.11 Koplanaritäts-Lasermodul (Nur SIPLACE 80F4 bzw. 80F5) Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx 5 - 168 Einr ichte r 5.1 1.2 T echnische Daten Bauelem entes…

Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5 5 Visionfunktionen
Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx 5.11 Koplanaritäts-Lasermodul (Nur SIPLACE 80F4 bzw. 80F5)
Einrichter 5 - 167
5.11 Koplanaritäts-Lasermodul (Nur SIPLACE 80F
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bzw. 80F
5
)
5.11.1 Funktionsbeschreibung
Mit dem Koplanaritäts-Lasermodul werden die vertikalen Verbiegungen der Anschlußbeinchen von Bauele-
menten gemessen. Die Vermessung der Beinchenhöhe erfolgt berührungslos nach dem Prinzip der Lasertri-
angulation.
Der Bestückkopf holt das zu prüfende Bauelement ab, zentriert es optisch mit der IC-Kamera und fährt es
nacheinander mit allen vier Seiten über den feststehenden Laserstrahl des Koplanaritäts-Lasermoduls. Dabei
wird jedes Anschlußbeinchen von unten vom Laserstrahl abgetastet. Das von der Unterseite der Beinchen
gestreute Laserlicht wird von einem Sensor erfaßt und dient als Grundlage für die Berechnung der exakten
Position der Beinchen zur Leiterplatte. Die dabei ermittelten Positionswerte werden dann mit dem vom
Anwender vorgegebenen Grenzwert verglichen. Wird dieser Wert überschritten, wird das Bauelement ent-
sorgt bzw. zurückgelegt.
Abb. 5.11.1 Meßprinzip Laser-Triangulation
- Legende zu Abb. 5.11.1
1 Empfängeroptik 2 Detektor
3 Meßsignal 4 Zeit t
5 Laser 6 Sendeoptik
7 Verfahrrichtung
Das Koplanaritäts-Lasermodul wird in Kombination mit der optischen Bauelementezentrierung mittels
Visionsystem eingesetzt. Bauelemente mit verbogenen oder fehlenden Anschlußbeinchen werden erkannt
und ggf. entsorgt.
1
2
3
4
5
6
7
z = 0
+Z
+Z’
Z’ = 0

5 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5
5.11 Koplanaritäts-Lasermodul (Nur SIPLACE 80F4 bzw. 80F5) Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx
5 - 168 Einrichter
5.11.2 Technische Daten
Bauelementespektrum: Verwendbar für ’Gull-Wing’ Bauelementeformen, Teilung > 0,3
Bauelementgröße und Anschlußrastermaß begrenzt durch das
Bauelemente-Lageerkennungssystem,
d.h. max. Größe 43,0 mm x 43,0 mm x 11,0mm.
Meßprinzip: Berührungsloses Messen mittels Laser-Triangulation
Algorithmus Funktionen: JEDEC-Standard - Berechnung der Aufsetzebene; sämtliche
Abweichungen werden bezüglich dieser Ebene bestimmt. Eine
Schräglage des Bauelementes an der Saugpipette, die z. B. durch
einen Adapter verursacht werden kann, hat somit keinen Einfluß
auf
die ’Gut/Schlecht’-Entscheidung.
Leistung: < 5 mW
Meßbereich: ± 2,5 mm
Laserfokus: elliptisch, 50µm x 95µm
Temperaturstabilität: ± 1µm/K
Wellenlänge: 670 nm
Auflösung: 0,25µm
Abtastrate: 10 kHz
Masse: 500 g
Betriebstemperatur: 0°C ... 40
Luftfeuchtigkeit: 5 - 95% nicht kondensierend
Umgebungsdruck: Atmosphärendruck
Vibration: entsprechend IEC 68-2-6
Mechanischer Schock: entsprechend IEC 68-2-27
EMV: gemäß EN 50081-2 Störaussendung
gemäß EN 50082-2 Störfestigkeit
Schutzgrad: IP 64
Mechanische Abmessungen: 118 mm x 30 mm x 125,5 mm
Zulässiges Fremdlicht: 30.000 lx
Sicherheit: Das Koplanaritätsmodul entspricht, wenn es in der Maschine
installiert ist, der Laserklasse 1. Das Modul ist außerhalb der
Maschine ohne zusätzliche Installationen oder ohne Eingriff in die
Schutzfunktionen nicht funktionsfähig. Sollten die Schutzfunktionen
am Gerät umgangen werden, entspricht es automatisch der
Laserklasse 3B - Verletzungsgefahr für Auge und Haut
-
und erfordert somit Schutzmaßnahmen nach VBG 93.

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Einrichter 5 - 169
5.11.3 Sicherheitshinweise
GEFAHR
An den Sicherheitseinrichtungen oder am Koplanaritäts-Lasermodul dürfen keinerlei Änderungen oder Mani-
pulationen vorgenommen werden!
Das Koplanaritäts-Lasermodul entspricht - ohne
Schutzmaßnahmen - der Laserklasse 3B (Abb.
5.11.2)
Dies bedeutet Gefahr für Auge und Haut!
Aus diesem Grund dürfen die Sicherheits-
einrichtungen auf keinen Fall
umgangen
werden!
Abb. 5.11.2 Kennzeichnung der Laserklasse 3B
Um das Lasermodul in Laserklasse 1 für Auge und Haut ungefährlich betreiben zu können, sind folgende
Sicherheitseinrichtungen an der Maschine installiert:
Die Interlock-Leitung ist mit den Schaltern für
die Schutzhauben in Reihe geschaltet. Selbst
bei Betätigung des Schlüsselschalters zur
Schutzüberbrückung bleibt diese Schutzfunktion
erhalten. Dadurch kann das Lasermodul nur in
geschlossener Maschine betrieben werden!
Abb. 5.11.3 Kennzeichnung der Laserklasse 1
Unsichtbare Laserstrahlung
Nicht dem Strahl aussetzen
Laserklasse 3 B
1mW max., 670nm;
n. IEC 825-1(1993)
Laser Klasse 1