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11 Stationserweiterungen/Optionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5 11.7 Dispens-Flußmittelauftrag für SIPLACE 80F4/F5 Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx 11 - 36 1 1.7.2 Funktion Das Zentr ifugenrö hrchen d …

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Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5 11 Stationserweiterungen/Optionen
Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx 11.7 Dispens-Flußmittelauftrag für SIPLACE 80F4/F5
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11.7 Dispens-Flußmittelauftrag für SIPLACE 80F
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11.7.1 Allgemeines
Für eine sichere Verarbeitung von Flip-Chip Bauelementen, ist das Auftragen eines Flußmittels vor Bestücken
des Bauelementes notwendig. Damit wird erreicht, daß der nachfolgende Lötprozeß sicher erfolgt.
Nachdem das Flip-Chip Bauelement mit dem IC-Kopf aufgenommen und eine Lagevermessung durchgeführt
wurde, wird Flußmittel an der Bestückposition auf die Leiterplatte aufgebracht. Die aufzubringende Menge
des Flußmittels kann gehäuseformspezifisch eingegeben werden.
Unmittelbar nach Aufbringen des Flußmittels wird das Flip-Chip mit dem IC-Kopf bestückt. Der IC-Kopf hält
das Flip-Chip Bauelement für eine programmierbare, gehäuseformspezifische Zeit, auf der Leiterplatte fest.
Dadurch wird erreicht, daß das Bauelement am Flußmittel antrocknet und nicht „wegschwimmen“ kann.
Nachdem alle Flip-Chip Bauelemente bestückt sind, wird der Leiterplattentransport nach einer programmier-
baren Wartezeit aktiviert, und weitertransportiert.
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11.7.2 Funktion
Das Zentrifugenröhrchen dient als Vorratsbehälter und ist mit Flußmittel gefüllt. Über das Ventil wird mittels
einer Pumpe das Flußmittel in die Spritze gesaugt. Die Spritze dosiert nun über das Ventil und die Dosierna-
delspitze die vorgegebene Menge Flußmittel auf die Bestückposition.
Abb. 11.7.1 Übersicht Flußmittelauftrag
- Legende zu Abb. 11.7.1
1 Spritze (Syring) 2 Ventil
3 Deckel Vorratsbehälter 4 Vorratsbehälter (Zentrifungenröhrchen)
5 Zentrierpipette 6 Dosiernadelspitze
7 Übersteckkappe 8 Halterung
VORSICHT
Wird ein längerer Stillstand des Flußmittelauftrags erwartet (ab ca. 1Std.), muß die Übersteckkappe über die
Zentrierpipette gezogen weden. Dieses verhindert, daß das Flußmittel kristallisiert und dadurch die Zentrierpi-
pette verschließt.
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Das Flip-Chip-Bauteil wird auf die Bestückposition bestückt und eine vorgegebene Zeit gehalten, damit das
Flußmittel antrocknen kann.
Abb. 11.7.2 Prinzip eines Bauteil mit Flußmittel
- Legende zu Abb. 11.7.2
1 Flußmittelauftrag verläuft zu den Anschlußbeinchen
Danach bleibt die Leiterplatte noch über eine einstellbare Zeit in der Maschine, um zu gewährleisten, daß das
Flußmittel sicher angetrocknet ist.
Die Eingabe der dazu geforderten Parameter ist im Abschnitt 11.7.6.1 GF-Liste und Parameter beschrieben.
11.7.3 Flußmittel nachfüllen
Muß Flußmittel nachgefüllt werden, wird eine Warnung am Stationsrechner ausgegeben. Es kann jedoch
noch einige Zeit weiter bestückt werden. Der Vorratsbehälter soll jedoch nicht leer gefahren werden, um
ungewollte Stillstandszeiten zu vermeiden.
HINWEIS
Der Vorratsbehälter muß außerhalb der Maschine nachgefüllt werden, damit kein Flußmittel in der Maschine
verschüttet werden kann.
Fahren Sie den Flußmittelkopf in die Nachfüllposition. Siehe Abschnitt 11.7.6.4 Einzelfunktionen
Ziehen Sie den Vorratsbehälter nach oben aus der Halterung und drehen Sie den Deckel vom Vorratsbe-
hälter ab. Siehe Abb. 11.7.1 "Übersicht Flußmittelauftrag"
Füllen Sie das Flußmittel nach, und stecken Sie den Vorratsbehälter mit Deckel wieder in die Halterung.
Siehe Abb. 11.7.1 "Übersicht Flußmittelauftrag". Achten Sie darauf, daß der Vorratsbehälter fest in der
Halterung sitzt.
Spülen Sie den Flußmittelkopf in den Einzelfunktionen, bis der Schlauch und die Spritze luftleer sind, und
Flußmittel kontinuierlich austritt. Siehe Abschnitt 11.7.6.4 Einzelfunktionen.
HINWEIS
Achten Sie bei allen Arbeiten darauf, daß sich keine Lufteinschlüsse in der kompletten Dosiernadel befinden.
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