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Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5 1 Betriebssicherheit Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx 1.6 Verriegeln des Automaten und Anbringen von Warnschildern 1 - 37 1.6 V erriegeln des Automaten u nd Anbrin gen von…

1 Betriebssicherheit Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5
1.5 Energiezustand des Automaten nach dem Ausschalten des Hauptschalters Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx
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1.5.1 Hauptschalter ausgeschaltet - Automat am Netz angeklemmt
Die nachfolgende Tabelle gibt die Spannungen von Baugruppen an, wenn der Hauptschalter ausgeschaltet
ist, der Automat jedoch am Netz angeklemmt bleibt.
1.5.2 Hauptschalter ausgeschaltet - Automat vom Netz abgeklemmt
Der Automat ist bis auf geringe Restspannungen im Servoeinschub elektrisch energielos.
1.5.3 Druckluftverhältnisse im Automaten nach Abschalten des Haupt-
schalters
Beim Ausschalten des Hauptschalters (Pos. 1 in Abb. 1.5.1) oder Ausfall der Netzversorgung für den Automa-
ten schließt das elektrisch gesteuerte Hauptventil Y1 der Drucklufteinheit (Abb. 1.4.1, Seite 1 - 33). Der Druck
fällt innerhalb von 5 sec auf 0 bar ab.
Baugruppe Spannung
Netzfilter Z1
Klemmen L1, L2, L3
3 x 400 VAC
Servicesteckdose
230 VAC
Hauptschalter Q1
Klemmen 1, 3, 5
Klemmen 2, 4, 6
3 x 400 VAC
0 VAC
Servoeinschub (siehe Pos. 7 in Abb. 1.5.1)
Meßbuchse 001
Meßbuchse 002
Meßbuchse 003
Meßbuchse 004
Meßbuchse 005
Meßbuchse 006
Meßbuchse 008
Meßbuchse 009
GND 007
< 12 VDC
< 12 VDC
< 12 VDC
0 VDC
0 VDC
0 VDC
< 12 VDC
< 12 VDC
Steuereinschub (siehe Pos. 6 Abb. 1.5.1)
Meßbuchse 5 V
Meßbuchse + 12 V
Meßbuchse – 12 V
Meßbuchse + 15 V
Meßbuchse – 15 V
Meßbuchse + 24 V
GND
0 VDC
0 VDC
0 VDC
0 VDC
0 VDC
0 VDC
Tab. 1.5 - 1 Spannungen von Baugruppen, wenn der Hauptschalter ausgeschaltet ist und der Automat am Netz angeklemmt bleibt
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Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx 1.6 Verriegeln des Automaten und Anbringen von Warnschildern
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1.6 Verriegeln des Automaten und Anbringen von
Warnschildern
1.6.1 Aufgabe und Zweck
Bevor Sie an den Automaten Wartungs- oder Servicearbeiten in irgendeiner Form ausführen, müssen Sie die-
sen gegen Wiedereinschalten sichern und dazu entsprechende Warnschilder anbringen. Wenn Sie sich strikt
an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise halten, ist eine Verletzungsgefahr für Mitarbeiter ausge-
schlossen.
1.6.2 Beschreibung
Halten Sie sich immer an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise, wenn Sie die Energie im Automa-
ten freischalten, regeln oder freisetzen wollen.
1. Unterrichten Sie darüber alle betroffenen Mitarbeiter.
2. Schalten Sie den Automaten bzw. alle Zusatzgeräte ab. Führen Sie dazu die normalen Abschaltverfahren
durch wie
– Drücken des HALT-Pilzdrucktasters,
– Herunterfahren des Stationsrechners,
– Abschalten des Automaten am Hauptschalter oder
– Öffnen von Kipphebelschaltern.
3. Trennen Sie den Automaten von all seinen Energiequellen wie
– Druckluftzuführung und
– Netzversorgung.
4. Verriegeln Sie die Anlagen.
– Bringen Sie überall dort ein Schloß an, wo dies möglich ist.
–
Alternativ: Anbringen von Warnschildern
Ist es möglich, die Maschine mit einem Schloß zu verriegeln, so muß dies durchgeführt werden. Es
gibt allerdings Situationen, bei denen zum Freischalten der Energie kein Schloß angebracht werden
kann. In diesen Fällen müssen Warnschilder an den freigeschalteten Maschinen angebracht werden,
um die Mitarbeiter davon zu unterrichten, daß die Maschine zu Servicezwecken freigeschaltet worden
ist. Das Schild muß sicher befestigt werden, es muß von allen Seiten einsehbar sein und darf nur von
demjenigen entfernt werden, der es angebracht hat.
5. Freisetzen gespeicherter Energie
Gespeicherte Energien in der Druckluftversorgung und elektrische Energien in Elektrolytkondensatoren
müssen durch geeignete Maßnahmen freigesetzt sein.
– Warten Sie dazu nach dem Abschalten des Automaten die in den Abschnitten 1.3 und 1.4 angegebe-
nen Entlade- bzw. Druckabbauzeiten ab, um am Automaten gefahrlos arbeiten zu können.
6. Überprüfen der Verriegelung.
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1.6 Verriegeln des Automaten und Anbringen von Warnschildern Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx
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– Testen Sie die Verriegelung des Automaten, indem Sie einfach den Start-Taster drücken.
7. Folgende Schritte sind nötig, um den Automaten wieder betriebsbereit zu machen.
8. Überprüfen Sie den Arbeitsbereich. Sorgen Sie dafür, daß das autorisierte Personal sämtliches Werkzeug
entfernt und alle Sicherheitseinrichtungen wieder in Kraft setzt.
9. Unterrichten Sie alle betroffenen Mitarbeiter
Informieren Sie alle Arbeiter in dem betreffenden Bereich, daß die Maschine wieder in Betrieb genommen
wird, ehe Sie auch nur eines der Schlösser bzw. Warnschilder entfernen.
10. Entfernen der Schlösser/Warnschilder
Jeder dazu autorisierte Mitarbeiter muß sein eigenes Schloß entfernen und unter Verschluß nehmen.
11. Schalten Sie den Automaten ein und lassen Sie während des Betriebs autorisiertes Personal überprüfen,
ob die Reparaturen ordnungsgemäß durchgeführt worden sind.
1.6.3 Testen
Wartungspersonal oder Elektriker dürfen die Schaltungen testen, indem sie diese kurzzeitig aktivieren, ohne
das Verriegelungsverfahren aufzuheben. Dies allerdings nur, wenn keine weiteren Personen mehr Arbeiten
an der zu testenden Baugruppe ausführen.
Es ist außerordentlich wichtig, daß alle weiteren Startschalter mit dem Warnschild „Nicht in Betrieb nehmen“
gekennzeichnet sind, um so ein unbeabsichtigtes Starten der Anlage in dieser Zeit zu verhindern.
1.6.4 Verantwortung und Pflichten
1. Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Wartungspersonals und der Elektriker sicherzustellen, daß
dieses Verfahren eingehalten wird.
2. Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des unmittelbar Vorgesetzten des Wartungspersonal und der
Elektriker, sein Personal in dieses Verfahren einzuweisen.
3. Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Sicherheitsbeauftragten, unter Einbeziehung des Sicher-
heitskommittees, der Gesundheitsbehörden (Health Service Department) und den Managern der ver-
schiedensten Abteilungen und Vizepräsidenten das Verfahren zum Verriegeln und Kennzeichnen der
Verriegelung der Automaten zu regeln.
1.6.5 Schulung
1. Mitarbeitertraining
Die Sicherheitsregeln legen fest, daß jeder Mitarbeiter geschult werden muß, nicht jeder Mitarbeiter aber
der gleichen Gefahrenklasse ausgesetzt ist. Deshalb sind umfangreiche Schulungsmaßnahmen nicht für
jeden einzelnen erforderlich.
2. Um festzulegen, wieviel Schulung ein Mitarbeiter benötigt, werden die Mitarbeiter in drei Kategorien mit
eigenem Schulungsniveau unterteilt.