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SIPLACE N ETZWERKKONFIGURATIO N Seite 6 von 75 Tok en-Ring 7 232/2*,(1 Es wird zw ischen der Verkabelung, der „ physikalischer Topologie “ , un d dem Protokoll, der „ logischen Topolo g ie “ , unterschieden. 3 52…

SIPLACE NETZWERKKONFIGURATION
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Sobald zwei Rechner per Kabel miteinander verbunden sind und Daten austau-
schen können, kann man schon von einem Computer-Netzwerk sprechen.
Abbildung 1.1: Zwei verbundene Rechner = kleines Netzwerk
Im PC-Bereich existieren heute zwei Grundkonzepte einer Vernetzung. Das
„Peer to Peer“- und das „Client-Server“-Konzept. Diese Grundkonzepte schlie-
ßen sich nicht gegenseitig aus, sondern lassen sich miteinander kombinieren.
Dadurch können sehr komplexe und heterogene Netzwerk-Topologien aufge-
baut werden.
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In einem „Peer to Peer“-Netzwerk sind alle Computer zu einer Arbeitsgruppe
zusammengefaßt. Ressourcen können gemeinsam genutzt werden und jeder
Benutzer ist lokal für die Freigabe und Sicherheit selbst verantwortlich.Jeder
Rechner kann Ressourcen zur Verfügung stellen und auf freigegeben Ressour-
cen anderer Rechner zugreifen.
Der Hauptnachteil dieser Organisation ist, daß es keine zentrale Benutzer- und
Ressourcenverwaltung gibt. Ab einer bestimmten Anzahl von Rechnern steigt
damit der Verwaltungsaufwand stark an.
Der Aufbau eines „Peer to Peer“-Netzwerkes eignet sich daher nur für kleine
Netzwerke, die keine großen Sicherheitsanforderungen haben.
Die Vernetzung der UNIX-Linienrechner untereinander oder die Rechner (MC,
SR) im SIPLACE-LAN sind solche „Peer to Peer“-Netzwerke.
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Bei der „Client-Server“-Konzeption findet eine Aufgabenteilung statt. Ein oder
mehrere Rechner stellen als Server zentrale Ressourcen und Dienstleistungen
zu Verfügung. Alle anderen Rechner können als Clients auf diese zugreifen. Die
Benutzerverwaltung und die Freigabe von Ressourcen wird zentral von einem
Server aus durchgeführt.

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Token-Ring
7232/2*,(1
Es wird zwischen der Verkabelung, der „physikalischer Topologie“, und dem
Protokoll, der „logischen Topologie“, unterschieden.
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(7+(51(7&60$&'
Ethernet ist die für schwach ausgelastete Netze am häufigsten auftretende und
preiswerteste Form eines Protokolls.
&60$&' heißt "Carrier Sense Multiple Access/Collision Detection" und ent-
spricht einem Bus. Alle Teilnehmer sind gleichberechtigt. Es gibt keine steuern-
de Einheit. Wenn der Bus leer (still) ist, darf gesendet werden. Zunächst werden
vom Sender so genannte "Ethernet Frames" gesendet, die die Ziel-MAC-
Adresse des Rechners, mit dem man kommunizieren will, enthalten. Der Ziel-
Rechner empfängt das Paket, der Datenaustausch kann anschließend stattfin-
den. Senden zwei Sender gleichzeitig, wird das "Ethernet Frame" zerstört und
kommt überlagert an den Sender zurück. Dieser erkennt, daß ein Problem auf-
getreten ist und sendet, nach einer zufällig bestimmten Zeitperiode, erneut das
"Ethernet Frame". Bei hoher Netzauslastung kommt es zu vielen Kollisionen,
die wiederum zu niedrigen Übertragungsraten führen.
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Als weitere Topologien wären 7RNHQ5LQJ, )'', und $70 zu nennen. Da die-
se Netzwerkarten im SIPLACE Umfeld nicht verwendet werden, soll hier nur
kurz, bzw. garnicht, darauf eingegangen werden.
Abbildung 2.1: Ring Topologie
7RNHQ5LQJ entspricht einem „Ring/Kreis“. Im Netzwerk läuft ein „Token“ rund,
daß die Erlaubnis zum Senden beinhaltet. Ein Sender nimmt das Token vom
Netz und sendet seine Daten. Nach vorgeschriebener Zeit wird das Token wei-
tergegeben. Token Rings eignen sich besonders für Netze mit hoher Ausla-
stung.

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$70 eignet sich typischerweise für WAN‘s. ATM-Netze garantieren eine be-
stimmte Bandbreite und Verzögerungszeit. Typischerweise wird Glasfaser als
Kabel verwendet.
9(5.$%(/81*
Es gibt drei verschiedene Unterarten der Verkabelung:
%$6(7+,&.1(7
Bei dieser Kabelart handelt es sich um ein ca. 1 cm dickes Koaxialkabel. Es
wird auch mit 7KLFNQHW oder \HOORZFDEOH bezeichnet. Die Mantelfarbe ist nor-
malerweise gelb, im Abstand von 2,5 m befinden sich Kennzeichnungen. Das
Kabel wird über einen „Transceiver“ an die Netzwerkkarte angeschlossen. Die-
ser Transceiver sitzt oft als Kasten auf den <HOORZFDEOH und ist mit der Netz-
werkkarte durch ein mehradriges AUI-Kabel verbunden.
Die Abkürzung 10Base5 beinhaltet einige Merkmale dieser Vernetzung, nämlich
die Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Mbps und die max. Ausdehnungs-
grenze von 500 m pro Segment.
7KLFNQHW wird heute bei Neuinstallationen kaum noch verwendet.
%$6(7+,11(7
Bei dieser Kabelart handelt es sich um ein ca.0,5 cm dickes Koaxialkabel. Auch
hier beinhaltet die Abkürzung einige Merkmale, nämlich die Übertragungsge-
schwindigkeit von 10 Mbps und die max. Ausdehnungsgrenze von ca. 200 m
pro Segment.
Es wird auch mit &KHDSHUQHW oder 7KLQQHWbezeichnet. Die Mantelfarbe ist nor-
malerweise grau oder schwarz. Das Kabel kann mittels T-Stück direkt an die
Netzwerkkarte angeschossen werden. Die Kabel werden als Bus verlegt. An
den Enden des Busses muß zur Terminierung ein 50 Ohm Abschlußwiderstand
angebracht werden.
10Base2 eignet sich gut für den Aufbau kleinerer Netzwerke in Büros oder be-
nachbarten Räumen.
Der Nachteil dieser Verkabelung ist, daß wenn an einer Stelle des Kabels eine
Störung (Unterbrechung) auftritt, das gesamte Netz unterbrochen ist. Es ist
dann keine Kommunikation unter den Geräten mehr möglich.
50 Ohm
50 Ohm
Abbildung 2.2: Bus Topologie
Die Vernetzung der SIPLACE-Bestückstationen wird mit dieser Kabelart reali-
siert.