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Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11 Produktionsmittel / Optimierung Software-Version 50 1.xx A usgabe 01/99 11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) 11 - 11 ● Um rüstkriterie n (fall s Pipett en fehlen) 1. Freie Fä…

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11 Produktionsmittel / Optimierung Betriebsanleitung Linienrechner UNIX
11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) Software-Version 501.xx Ausgabe 01/99
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Einfluß der Losgröße auf das Optimierungsergebnis
Der Einfluß der Losgröße kann mit folgender Formeln ausgedrückt werden:
Hauptzeitgewinn = Produktionszeitgewinn - Umrüstzeit
Produktionszeitgewinn = Losgröße x (alte Produktionszeit - neue Produktionszeit)
Produktionszeitgewinn bei einem Umstvorgang = alte Produktionszeit - neue Produktionszeit
An folgenden zwei Beispielen soll gezeigt werden, wie wichtig eine realistische Losgröße ist.
Beispiel 1:
Losgröße = 1
Umrüstzeit pro Förderer = 60 sec
Produktionszeit = 60 sec
Damit sich ein Umrüsten eines Förderers lohnt, muß der Produktionszeitgewinn mindestens 60 sec
betragen. Dies ist in Beispiel 1 unmöglich.
Beispiel 2:
Losgröße = 100 (oder 100 Lose mit Losgröße 1)
Umrüstzeit pro Förderer: = 60 sec
Produktionszeit pro Los = 60 sec
In diesem Falle würde bereits bei einem Produktionszeitgewinn von 1 sec pro Los ein Förderer umgestellt,
weil sich dadurch ein Hauptzeitgewinn von 40 sec ergibt.
11.3.3.4 Stationsrüstung durch die ROPT
Rüsten des Pipetten-Wechslers (IC-Kopf oder Revolverkopf)
Wird in der konfigurierten Station ein leerer Pipetten-Wechsler gestellt, dann rüstet die ROPT den Pipetten-
Wechsler mit allen notwendigen Pipetten, die für die Bestückung der in der Rüstung enthaltenen BE's
erforderlich sind.
Wird in der konfigurierten Station ein gerüsteter Pipetten-Wechsler gestellt (siehe Kap. 12), kann dieser
entweder unverändert übernommen werden oder aber der Rüstung angepaßt werden. Dies kann mit einem
Parameter in der Standard- bzw. Auftragsparameterdatei eingestellt werden (siehe Abschn. 11.4.3).
Soll der Pipetten-Wechsler angepaßt werden, überprüft die ROPT, ob mit den gerüsteten Pipetten alle in der
Rüstung enthaltenen BE's bestückbar sind.
Falls dies nicht der Fall sein sollte, wird der Pipetten-Wechsler von der ROPT umgerüstet.
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Umrüstkriterien (falls Pipetten fehlen)
1. Freie Fächer des Pipetten-Wechslers werden mit den noch benötigten Pipetten belegt.
2. Die ROPT versucht, alle noch übrigen benötigten Pipetten in Fächer zu setzen, die mit einem Pipetten-
Typ belegt sind, der mehrfach im Pipetten-Wechsler vorhanden ist.
Beispiel:
Sind Fach 2 und Fach 4 mit dem Pipetten-Typ "316" belegt, versucht die ROPT in das Fach 2 oder 4
den benötigten Pipetten-Typ zu setzen.
3. Die ROPT ersetzt alle im Pipetten-Wechsler nicht benötigten Pipetten durch noch nicht gerüstete, aber
für die Rüstung erforderliche Pipetten.
Rüsten des Waffle-Pack-Wechslers
Flächenmagazine (FM's) benötigen einen Flächenmagazin-Träger (FMT).
Die Zuordnung von FM's zu FMT's wird mit Hilfe des Förderer-Editors durchgeführt.
FMT's werden automatisch von der ROPT mitgerüstet (genauso wie Module mitgerüstet werden, wenn z.B. ein
4,5 mm- oder 9,5mm-Linearförderer benötigt wird).
HINWEIS
Leere FMT's, die in der konfigurierten Station bzw. in der Festrüstung gestellt sind, werden von der ROPT
nicht mit Flächenmagazinen belegt.
Je FMT wird maximal ein Flächenmagazin gestellt. (Die Belegung eines FMT's mit mehreren FM's kann in der
Festrüstung vorgeben werden).
Manuelle FMT's werden automatisch mitgerüstet
Unter einem manuellen FMT der HS-180 werden keine Förderer gestellt, außer es ist eine Festrüstung
vorgegeben, die unter dem FMT Förderer gerüstet hat.
Kopfkamera und CRDL-Prüfgerät werden nicht automatisch gerüstet
HINWEIS
Kopfkamera und CRDL-Prüfgerät müssen vor
der ROPT mittels Konfigurations-Editor in der Station
bereits konfiguriert sein (siehe Kap. 12), falls Bauelemente vorhanden sind, die optisch zentriert werden
sollen, bzw. für die eine CRDL-Messung erfolgen soll.
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11.3.3.5 Berücksichtigte Maschinenrestriktionen
In der ROPT werden für den IC-Kopf bzw. Revolverkopf Einschränkungen für folgende Vorgänge berücksichtigt:
IC-Kopf
externe mechanische Zentrierung
Soll ein Bauelement mit der externen mechanischen Zentrierstation zentriert werden, darf es nur vom IC-
Kopf bestückt werden, wenn eine externe mechanische Zentrierstation vorhanden ist und vom Kopf
erreicht werden kann.
externe optische Zentrierung
Soll ein Bauelement mit der externen optischen Zentrierstation zentriert werden, darf es nur vom IC-Kopf
bestückt werden, wenn eine externe optische Zentrierstation vorhanden ist und vom Kopf erreicht werden
kann. Außerdem muß mindestens ein Sensorsystemtyp aus der Gehäuseform-Beschreibung des BE's
(siehe Kap. 6) mit dem Sensorsystemtyp der optischen Zentrierstation übereinstimmen.
Koplanaritätsmessung
Soll eine Koplanaritätsmessung am Bauelement durchgeführt werden und ist ein Koplanaritätsmodul in
der Linie vorhanden, dann darf es nur vom IC-Kopf bestückt werden, wenn das Koplanaritätsmodul vom
Kopf erreicht werden kann. Außerdem muß mindestens ein Sensorsystemtyp aus der Gehäuseform-
Beschreibung des BE's (siehe Kap. 6) mit dem Sensorsystemtyp des Koplanaritätsmoduls übereinstimmen.
Ist kein
Koplanaritätsmodul in der Linie vorhanden, dann darf es vom IC-Kopf ohne diese Einschränkun-
gen bestückt werden.
IC-Entsorgung mittels Entsorgungsband
Soll das Bauelement im Fehlerfall über ein IC-Entsorgungsband entsorgt werden und ist ein solches in der
Linie vorhanden, dann darf es nur vom IC-Kopf bestückt werden, wenn das IC-Entsorgungsband vom Kopf
erreicht werden kann. Ist kein
IC-Entsorgungsband in der Linie vorhanden, dann darf es vom IC-Kopf ohne
diese Einschränkung bestückt werden.
Revolverkopf
Zentrieren am Kopf mittels Zangen
Soll das Bauelement am Kopf zentriert werden, dann darf es nur vom Revolverkopf bestückt werden,
wenn Zangen am Kopf vorhanden sind.
Zentrieren mittels Kopfkamera
Soll das Bauelement mittels Kopfkamera zentriert werden, dann darf es nur vom Revolverkopf bestückt
werden, wenn eine Kamera am Kopf vorhanden ist. Außerdem muß mindestens ein Sensorsystemtyp aus
der Gehäuseform-Beschreibung des BE's (siehe Kap. 6) mit dem Sensorsystemtyp der Kopfkamera über-
einstimmen.
CRDL-Prüfung
Soll das Bauelement elektrisch geprüft werden, dann darf es nur dann vom Revolverkopf bestückt werden,
wenn eine CRDL-Prüfeinrichtung (Prüfzangen, Meßplatine) am Kopf vorhanden ist. Ist keine CRDL-Prüf-
einrichtung in der Linie vorhanden, darf es ohne Einschränkung bestückt werden. Es wird dann eine ent-
sprechende Warnung ausgegeben.