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Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11 Produktionsmittel / Optimierung Software-Version 50 1.xx A usgabe 01/99 11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) 11 - 13 ● Pipettenwechsle r und Manuelles Tray Ein Pi pettenwe ch…

11 Produktionsmittel / Optimierung Betriebsanleitung Linienrechner UNIX
11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) Software-Version 501.xx Ausgabe 01/99
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11.3.3.5 Berücksichtigte Maschinenrestriktionen
In der ROPT werden für den IC-Kopf bzw. Revolverkopf Einschränkungen für folgende Vorgänge berücksichtigt:
IC-Kopf
● externe mechanische Zentrierung
Soll ein Bauelement mit der externen mechanischen Zentrierstation zentriert werden, darf es nur vom IC-
Kopf bestückt werden, wenn eine externe mechanische Zentrierstation vorhanden ist und vom Kopf
erreicht werden kann.
● externe optische Zentrierung
Soll ein Bauelement mit der externen optischen Zentrierstation zentriert werden, darf es nur vom IC-Kopf
bestückt werden, wenn eine externe optische Zentrierstation vorhanden ist und vom Kopf erreicht werden
kann. Außerdem muß mindestens ein Sensorsystemtyp aus der Gehäuseform-Beschreibung des BE's
(siehe Kap. 6) mit dem Sensorsystemtyp der optischen Zentrierstation übereinstimmen.
● Koplanaritätsmessung
Soll eine Koplanaritätsmessung am Bauelement durchgeführt werden und ist ein Koplanaritätsmodul in
der Linie vorhanden, dann darf es nur vom IC-Kopf bestückt werden, wenn das Koplanaritätsmodul vom
Kopf erreicht werden kann. Außerdem muß mindestens ein Sensorsystemtyp aus der Gehäuseform-
Beschreibung des BE's (siehe Kap. 6) mit dem Sensorsystemtyp des Koplanaritätsmoduls übereinstimmen.
Ist kein
Koplanaritätsmodul in der Linie vorhanden, dann darf es vom IC-Kopf ohne diese Einschränkun-
gen bestückt werden.
● IC-Entsorgung mittels Entsorgungsband
Soll das Bauelement im Fehlerfall über ein IC-Entsorgungsband entsorgt werden und ist ein solches in der
Linie vorhanden, dann darf es nur vom IC-Kopf bestückt werden, wenn das IC-Entsorgungsband vom Kopf
erreicht werden kann. Ist kein
IC-Entsorgungsband in der Linie vorhanden, dann darf es vom IC-Kopf ohne
diese Einschränkung bestückt werden.
Revolverkopf
● Zentrieren am Kopf mittels Zangen
Soll das Bauelement am Kopf zentriert werden, dann darf es nur vom Revolverkopf bestückt werden,
wenn Zangen am Kopf vorhanden sind.
● Zentrieren mittels Kopfkamera
Soll das Bauelement mittels Kopfkamera zentriert werden, dann darf es nur vom Revolverkopf bestückt
werden, wenn eine Kamera am Kopf vorhanden ist. Außerdem muß mindestens ein Sensorsystemtyp aus
der Gehäuseform-Beschreibung des BE's (siehe Kap. 6) mit dem Sensorsystemtyp der Kopfkamera über-
einstimmen.
● CRDL-Prüfung
Soll das Bauelement elektrisch geprüft werden, dann darf es nur dann vom Revolverkopf bestückt werden,
wenn eine CRDL-Prüfeinrichtung (Prüfzangen, Meßplatine) am Kopf vorhanden ist. Ist keine CRDL-Prüf-
einrichtung in der Linie vorhanden, darf es ohne Einschränkung bestückt werden. Es wird dann eine ent-
sprechende Warnung ausgegeben.
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● Pipettenwechsler und Manuelles Tray
Ein Pipettenwechsler für den Revolverkopf und ein Manuelles Tray dürfen nicht gemeinsam auf einer
Seite stehen.
● Förderer im Randbereich von Förderbereichen
Bestimmte Förderer dürfen nicht im Randbereich von Förderbereichen stehen, weil sonst die Abholfächer
außerhalb des Verfahrbereiches liegen. Dies wird berücksichtigt.
11.3.3.6 Berücksichtigte Kapazitäten bei der ROPT
In der ROPT werden folgende Kapazitäten berücksichtigt:
● Es werden alle dem System bekannten Förderer-Typen unabhängig vom Kopf-Typ unterstützt.
● Das Platzangebot (Spurbelegung) der Förderbereiche kann nicht überschritten werden.
● Jeder Förderer und jedes Modul wird mit seinem individuellen Platzbedarf berücksichtigt.
Jedes Fach in einem Förderer kann belegt werden.
Förderer, die zum Stellen in den Förderbereich Module benötigen, werden in Module gestellt.
Flächenmagazine werden auf Flächenmagazin-Träger gestellt.
● Die Rüstoptimierung läßt eine 100% Belegung der Förderbereiche zu.
IC-Kopf
● Der IC-Kopf kann auf alle Förderbereiche zugreifen, die mit seinem Portal erreichbar sind.
Revolverkopf
● Der Revolverkopf kann auf alle Förderbereiche zugreifen, die mit seinem Portal erreichbar sind. Er kann
auch auf den Förderbereich eines Waffle-Pack-Wechslers zugreifen, wenn alle Fächer des Flächenmaga-
zins innerhalb des Verfahrbereiches des Revolverkopfes liegen.
11.3.3.7 Berücksichtigung von Förderern bei der Familienbildung
Sobald mehr als eine Rüstung berechnet wird, spielen Umrüstvorgänge zwischen den Rüstungen eine Rolle.
Die Optimierung berücksichtigt diese Umrüstvorgänge. Jeder Förderer der Anfangsrüstung, der nicht mit dem
gleichen Baulementetyp spurtreu in der Folgerüstung gerüstet ist, wird als ein Umrüstvorgang eines Förderers
betrachtet. Dabei wird als Umrüstaufwand lediglich der Austausch des neuen Förderers mit dem abzurüstenden
angesehen. Die Förderer selbst werden so betrachtet, als wären sie mit dem Bauelementetyp vorgerüstet.
Die Umrüstzeit pro Förderer kann bei den Optimierungsparametern eingegeben werden (siehe Abschn.
11.4.3.1).
Auswirkungen:
- Kleine Umrüstzeit: Es werden mehr Förderer in den festen Förderbereich gestellt.
- Große Umrüstzeit: Es werden weniger Förderer in den festen Förderbereich gestellt.
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11.3.3.8 Berücksichtigung von Wechseltischen bei der Familienbildung
Sobald mehr als eine Rüstung berechnet wird, spielen die Umrüstvorgänge auf Wechseltischen eine Rolle. Als
Wechseltisch wird ein Förderbereich bezeichnet, der mit einem Hubwagen komplett ausgetauscht wird. Die
Förderer werden so betrachtet, als wären sie bereits vorher gerüstet und erhöhen nicht den Umrüstaufwand.
Die Optimierung geht davon aus, daß der Umrüstaufwand für Förderbereiche, die als Wechseltisch gekenn-
zeichnet sind, nur aus der Umrüstzeit des Wechseltisches besteht, unabhängig von der Anzahl der umzurü-
stenden Förderer.
Die Kennzeichnung der Förderbereiche als Wechseltisch kann im Konfigurationseditor für die Stationen
vorgenommen werden (siehe Kap. 12).
Die Umrüstzeit kann bei den Optimierungsparametern eingegeben werden (siehe Abschn. 11.4.3.1).
Auswirkungen:
- Kleine Umrüstzeit: Es werden mehr Förderer in den festen Förderbereich gestellt.
- Große Umrüstzeit: Es werden mehr Förderer auf den Wechseltisch gestellt.
11.3.3.9 Berücksichtigung einer Grundlast bei der Familienbildung
Sobald mehr als eine Rüstung berechnet wird, spielt die Grundlast beim Umrüstvorgang eine Rolle. Die
Grundlast umfaßt die Zeit, die zwischen der letzten Bestückung aus der Vorgängerrüstung und der ersten
Bestückung der Folgerüstung verbraucht wird. Die Umrüstzeiten werden nicht mitgerechnet.
Auswirkungen:
- Kleine Grundlast: Es werden mehr Rüstungen erzeugt. Der Schwerpunkt der Umrüstvorgänge liegt
auf den Wechseltischen.
- Große Grundlast: Es werden so wenig Rüstungen wie möglich erzeugt. Es werden Umrüstvorgänge
auf festen Förderbereichen erlaubt.
11.3.3.10Behandlung von dominanten Bauelementen
Wenn die Bestückzeit eines BE's in einem LP-Typ durch seinen hohen Bestückanteil so groß ist, daß die
Produktion des LP-Typs auch mit dem schnellsten Bestückkopf in der Linie zu einer Schieflast führen würde,
muß dieses BE auf mehreren Stationen der Linie in Förderern bereitgestellt werden. So können die zum BE
gehörenden Bestückpositionen auf die Stationen verteilt werden und verhindern damit eine Schieflast der Linie.
Die benötigte Anzahl der Förderer für das dominante BE richtet sich nach
- dem Anteil der Schieflast
- der Anzahl der Bestückpositionen
- und der Anzahl der Köpfe mit denen das BE bestückt werden kann.
Wenn ein dominantes Bauelement jedoch nicht beliebig oft aufgestellt werden soll, z.B. weil nicht genug
Förderer vorhanden sind, kann die Anzahl der Förderer pro Bauelementetyp eingeschränkt werden. Dies hat
den Vorteil, daß ein Bauelementetyp nur eine begrenzte Zahl von Stellplätzen belegt. Die Produktionszeit kann
sich dadurch aber erhöhen, weil die Bauelemente nicht immer auf den optimalsten Stellplätzen stehen.
Außerdem können u.U. mehrere Rüstfamilien berechnet werden, obwohl eine Rüstung ausgereicht hätte.
Diese Einstellung wird in den Standard-/Auftragsparametern mit dem Parameter "Maximale Anzahl bei
Dominanz" vorgenommen (siehe Abschn. 11.4.3.1).