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Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11 Produktionsmittel / Optimierung
Software-Version 501.xx Ausgabe 01/99 11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT)
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11.3.3.11Behandlung von dominanten Rüttelzeiten
Es kommt vor, daß die Bestückzeit stark von der Rüttelzeit der Förderer abhängig ist. Dies ist immer dann der
Fall, wenn ein Bauelement von einem Revolverkopf häufig bestückt werden muß. Der Revolverkopf greift dann
mehrmals hintereinander auf dasselbe Fach eines Förderers zu. Da die Abholgeschwindigkeit des Revolver-
kopfs meist größer ist, als die Zuführgeschwindigkeit des Förderers, kommt es zu Wartezeiten. Um dies zu
vermeiden, wird ein häufig zu bestückendes Bauelement mehrfach gerüstet.
Bedingung: ist der Anteil der Bestückpositionen eines BE's größer ≥ 20% bezogen auf alle Bestückpositionen
die der Revolverkopf zu bestücken hat, und ist die Rüttelzeit des Förderers größer als die Taktzeit des
Revolverkopfs, dann wird das BE ein zweites Mal gerüstet, falls die Kapazität des Förderbereichs dies zuläßt.
Wenn ein dominantes Bauelement jedoch nicht beliebig oft aufgestellt werden soll, z.B. weil nicht genug
Förderer vorhanden sind, kann die Anzahl der Förderer pro Bauelementetyp eingeschränkt werden. Dies hat
den Vorteil, daß ein Bauelementetyp nur eine begrenzte Zahl von Stellplätzen belegt. Die Produktionszeit kann
sich dadurch aber erhöhen, weil die Bauelemente nicht immer auf den optimalsten Stellplätzen stehen.
Außerdem können u.U. mehrere Rüstfamilien berechnet werden, obwohl eine Rüstung ausgereicht hätte.
Diese Einstellung wird in den Standard-/Auftragsparametern mit dem Parameter "Maximale Anzahl bei
Dominanz" vorgenommen (siehe Abschn. 11.4.3.1).
11.3.3.12Pipettenminimierung
Bei der Pipettenminimierung wird mit der Anzahl von Pipetten pro Kopf und LP-Typ gerechnet.
● Für den IC-Kopf wird eine Pipettenminimierung pro LP-Typ durchgeführt.
● Für den Revolverkopf wird ebenfalls eine Pipettenminimierung pro LP-Typ durchgeführt.
Außerdem wird noch diejenige Pipettenkonfiguration am Kopf ermittelt, bei welcher die Anzahl der
Bestückzyklen ein Minimum ergibt.
HINWEIS
Die Pipettenkonfiguration kann bei den Machbarkeitsergebnissen angezeigt werden.
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11.3.3.13Berücksichtigte Zeiten
Bei der ROPT werden die nachfolgend aufgeführten Zeiten berücksichtigt:
● Zeit für eine Bewegung des IC-Kopfs bzw. Revolverkopfs
Um die Berechnung der Bestückzeiten möglichst genau durchführen zu können, wurden an representati-
ven Bestückautomaten Zeitfunktionen aufgenommen. Sie wurden getrennt für die Maschinen-Typen
SIPLACE 80S/80F und HS-180 gemessen.
Die Zeitfunktionen sind außer vom Maschinen-Typ auch abhängig von den verschiedenen Kopf-Typen, wie
Revolverkopf und IC-Kopf und von den 3 Achsen x, y und z.
Die an den Bestückautomaten ermittelten Zeitfunktionen werden direkt in die Berechnung der Bestück-
zeiten einbezogen.
● Nebenzeiten für den IC-Kopf und den Revolverkopf
Die ROPT berücksichtigt die Nebenzeiten.
Für den IC-Kopf werden die Nebenzeiten für folgende Vorgänge berücksichtigt:
● externe Zentrierung optisch abhängig vom Auswertesystem (Sensorsystemtyp)
● Koplanaritätsmessung abhängig vom Auswertesystem (Sensorsystemtyp)
Die Daten der Nebenzeiten für die beiden oben aufgeführten Vorgänge sind in der Gehäuseform-
Beschreibung (.gf) enthalten. Sie werden zur Bestückzeit eines jeden BE‘s, als zusätzlicher konstanter
Zeitaufwand addiert, welches optisch zentriert werden soll, oder bei dem eine Koplanaritätsmessung
durchgeführt werden soll. Die Zeiten werden automatisch beim Abspeichern der GF-Datei berechnet und
abhängig vom Sensorsystemtyp eingetragen und können nicht verändert werden.
Diese zusätzliche Zeit ist ein Mehraufwand gegenüber einer normalen Bestückung.
● Messung lokaler Paßmarken
● Waffle-Pack-Magazin-Wechsel
abhängig von den erforderlichen Pipettenarten (d.h., der Waffle-Pack-Magazin-Wechsel hat Vorrang
vor dem Pipettenwechsel)
● Pipettenwechselzeiten
Für den Revolverkopf werden die Nebenzeiten für den folgenden Vorgang berücksichtigt:
● Messung lokaler Paßmarken
● Waffle-Pack-Magazin-Wechsel

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11.3.4 Fehlerfall beim Optimierungslauf
Werden beim Optimierungslauf vom ROPT-Programm Fehler festgestellt, z.B. daß die Kapazität der Linie für
das Bestücken des Bauelements "YZ" nicht ausreicht, wird eine Fehlerdatei ".error" erzeugt. Diese Datei ist im
Pfad Auftragsdaten/Losplanung/xx.lose/* abgespeichert und kann mit Hilfe der Dateianzeige (siehe Kap. 4,
Abschn. 4.5) ausgewertet werden.
Nachfolgend wird anhand eines Beispiels der Inhalt einer Fehlerdatei dargestellt und erläutert.
Beispiel für den Inhalt einer Fehlerdatei (Fehleranzeige):
OPP_RdRiRs.c(2578): Fehler: Kapazitaet der Linie fuer das Bauelement "YZ" nicht ausreichend.
Bauelement "YZ" in Gehaeuseform "xxx" stellt folgende Anforderungen:
1 = Station "HS180_1", Kopf~S_HS180_B, FB~fest StPl~fest.
2 = Station "HS180_1", Kopf~S_HS180_B, FB~beweglich StPl~beweglich.
3 = Station "HS180_1", Kopf~S_HS180_B, FB~WPW StPl~fest.
4 = Station "SIPL_80S_1", Kopf~SP_12_6xx_S15, FB~80S StPl~<_1_>.
5 = Station "SIPL_80S_1", Kopf~SP_12_6xx_S15, FB~80S StPl~<_3_>.
6 = Station "SIPL_80S_2", Kopf~SP_12_6xx_S15, FB~80S StPl~<_1_>.
7 = Station "SIPL_80S_2", Kopf~SP_12_6xx_S15, FB~80S StPl~<_3_>.
Auftrag "/Losplanung/xx.lose" wird ohne Festruestung ausgefuehrt.
Zeichenerklaerung
1. Spalte : gestellte Anforderungen durch Gehaeuseform und Bauelement
n. Spalte : Anforderung kann vom Bestueckkopf im Foerderbereich erfuellt werden,
wenn:
leer = Anforderung wird nicht erfuellt
X = Anforderung wird erfuellt
Kamera-Nummer = Anforderung mit diesem Sensor vorhanden
- = Abholposition ausserhalb des Verfahrbereiches
letzte Zeile = Anzahl verfuegbarer Spuren
2 und 6 = Sensorsystemtypen, die in der GF-Beschreibung festgelegt wurden
Anforderungen/Stellplatz 1 2 3 4567
Pipette "316 X X X X
Externe optische Zentrierstation
Kopfkamera
222
6666
Transportrichtung links X X X X
Foerderer "S_LIN_30"
Foerderer "S_G_24N" X
X
XXXX
Noch verfuegbare Spuren 90 6 1 120 0 120 120
Anforderung durch
die GF-Beschreibung
Anforderung durch die
Restriktionen (.ri/.rs)