00198149-02_SM_TX_de - 第16页

1 Einleitung 1.2 Was vor Beginn der Arbeiten zu tun ist... Serviceanleitung SIPLACE TX-Serie 06/2017 16 1.2 Was vor Beginn der Arbeiten zu tun ist... Aufgabe und Zweck Bevor Sie an der Maschine Instandhaltungs-, Umbau- o…

100%1 / 324
Serviceanleitung SIPLACE TX-Serie
06/2017
1 Einleitung
1.1 Sicherheitshinweise
15
1.1.9 Sicherheitshinweise zum Sensor des Koplanaritätsmoduls
Der Sensor arbeitet mit einem Halbleiterlaser der Wellenlänge 670 nm (sichtbar/rot).
Die maximale optische Ausgangsleistung ist 60 mW.
Der Sensor ist in Laserklasse 3B eingeordnet.
Beachten Sie beim Betrieb des Sensors unbedingt die einschlägigen Vorschriften nach
IEC60825‑1:2014 über "Sicherheit von Lasereinrichtungen" und die in Deutschland gültige
Unfallverhütungsvorschrift "Laserstrahlung" (DGUV Vorschrift11).
Beachten Sie darüber hinaus die Unfallverhütungsvorschriften Ihres Landes!
Am Sensorgehäuse sind folgende Hinweisschilder an Vorder- und Rückseite angebracht:
Abb.3: Kennzeichnung der Laserklasse 3B für den Sensor
WARNUNG
Die Laserstrahlung ist gefährlich für das Auge
Die zugängliche Laserstrahlung ist gefährlich für das Auge, und in besonderen Fällen auch
für die Haut.
Die Strahlung von Lasern der Klasse 3B (mittlere Leistung) ist für das Auge sowohl bei di-
rekter Einwirkung als auch bei Einwirkung von gespiegelter Strahlung gefährlich. Im oberen
Leistungsbereich können diese Laser auch die Haut schädigen.
Ein direkter Blick in den Laserstrahl ist unbedingt zu vermeiden.
In der Maschine ist das 3D-Koplanaritätsmodul so verbaut und abgesichert, dass bei
bestimmungsgemäßem Gebrauch (kurzfristige Bestrahlungsdauer) die zugängliche
Strahlung die Grenzwerte der Laserklasse 2 erfüllt und somit für das Auge ungefähr-
lich ist.
WARNUNG
Gekapselte Lasereinrichtung Klasse 2
Fest montiert handelt es sich beim Bestückautomaten um eine sogenannte "gekapselte"
Lasereinrichtung der Klasse 2.
Der 3D-Sensor ist in den NOT-AUS-Kreis integriert.
Der NOT-AUS-Kreis darf nicht deaktiviert werden!
Der 3D-Sensor darf nur innerhalb des Bestückautomaten betrieben werden!
WARNUNG
Reparatur und Service
Senden Sie die Sensoren für Reparatur und Service in jedem Fall an ASM Assembly
Systems GmbH & Co. KG.
1 Einleitung
1.2 Was vor Beginn der Arbeiten zu tun ist...
Serviceanleitung SIPLACE TX-Serie
06/2017
16
1.2 Was vor Beginn der Arbeiten zu tun ist...
Aufgabe und Zweck
Bevor Sie an der Maschine Instandhaltungs-, Umbau- oder Servicearbeiten in irgendeiner Form
ausführen, müssen Sie diesen, so nicht anders beschrieben, gegen Wiedereinschalten sichern und
dazu entsprechende Warnschilder anbringen. Wenn ein Ausschalten der Maschine nicht nötig oder
möglich ist, dann wird dies explizit beschrieben.
Wenn Sie sich an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise halten, ist eine Verletzungsge-
fahr für Mitarbeiter ausgeschlossen.
HINWEIS
Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen
Dieses Verfahren beinhaltet die Mindestanforderungen, die an das Verfahren zum Verrie-
geln bzw. Anbringen von Warnschildern an der Maschine bei Instandhaltungs- und Service-
arbeiten gestellt werden. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die nötig sind, um die Arbeit
sicher zu beenden, können von der Arbeitssicherheit, dem Sicherheitsbeauftragten, dem
Sicherheitskommittee und der Gesundheitsabteilung spezifiziert werden.
Beschreibung
Halten Sie sich immer an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise, wenn Sie die Energie in
der Maschine freischalten, regeln oder freisetzen wollen.
Benachrichtigen Sie alle betroffenen Mitarbeiter.
Schalten Sie die Maschine und alle Zusatzgeräte ab. Führen Sie das normale Abschalt-
verfahren durch:
ð Drücken Sie den STOPP-Taster.
ð Fahren Sie den Stationsrechner herunter.
ð Schalten Sie die Maschine am Hauptschalter aus.
Trennen Sie die Maschine von allen Stromquellen:
ð Unterbrechen Sie die Druckluftzuführung.
ð Unterbrechen Sie die Netzversorgung.
Verriegeln Sie die Anlagen.
ð Bringen Sie überall ein Schloss an, wo dies möglich ist:
Abb.4: Schloss am Hauptschalter anbringen
Hauptschalter sichern
Sichern Sie den Hauptschalter mit einem
Vorhängeschloss.
Alternativ: Anbringen von Warnschildern:
Ist es möglich die Maschine mit einem Schloss zu verriegeln, so muss dies durchgeführt
werden.
Es gibt allerdings Situationen, bei denen zum Freischalten der Energie kein Schloss
angebracht werden kann. In diesen Fällen müssen Warnschilder angebracht werden, um die
Serviceanleitung SIPLACE TX-Serie
06/2017
1 Einleitung
1.2 Was vor Beginn der Arbeiten zu tun ist...
17
Mitarbeiter zu informieren, dass sich die Maschine zu Servicezwecken in spannungslosem
Zustand befindet. Das Schild muss sicher befestigt werden, es muss von allen Seiten
einsehbar sein und es darf nur von demjenigen entfernt werden, der es angebracht hat.
Freisetzen gespeicherter Energie:
Gespeicherte Energien in der Druckluftversorgung und elektrische Energien in Elektrolytkon-
densatoren müssen durch geeignete Maßnahmen freigesetzt sein.
Warten Sie dazu nach dem Abschalten der Maschine die angegebenen Entlade- und Druck-
abbauzeiten ab, um an der Maschine gefahrlos arbeiten zu können.
GEFAHR
Auf Spannungsfreiheit prüfen!
Prüfen Sie die Stromversorgung vor Beginn der Arbeiten auf Spannungsfreiheit und
beachten Sie die Wartezeiten!
Überprüfen der Verriegelung:
Testen Sie die Verriegelung der Maschine, indem Sie einfach den START-Taster drücken.
Folgende Schritte sind nötig, um die Maschine wieder betriebsbereit zu machen.
Überprüfen Sie den Arbeitsbereich. Sorgen Sie dafür, dass das autorisierte Personal
sämtliches Werkzeug entfernt und alle Sicherheitseinrichtungen wieder in Kraft setzt.
Benachrichtigen Sie alle betroffenen Mitarbeiter.
Informieren Sie alle Arbeiter in dem betreffenden Bereich, dass die Maschine wieder in
Betrieb genommen wird, ehe Sie auch nur eines der Schlösser bzw. Warnschilder entfernen.
Entfernen Sie die Schlösser/Warnschilder.
Jeder dazu autorisierte Mitarbeiter muss sein eigenes Schloss entfernen und unter
Verschluss nehmen.
Schalten Sie die Maschine ein. Lassen Sie während des Betriebs autorisiertes Personal
überprüfen, ob die Reparaturen ordnungsgemäß durchgeführt worden sind.
Tests
Servicepersonal darf die Schaltungen testen, indem es diese kurzzeitig aktiviert, ohne das
Verriegelungsverfahren aufzuheben. Dies allerdings nur, wenn keine weiteren Personen mehr
Arbeiten an der zu testenden Baugruppe ausführen.
Es ist außerordentlich wichtig, dass alle weiteren START-Taster mit dem Warnschild "Nicht in
Betrieb nehmen" gekennzeichnet sind, um so ein unbeabsichtigtes Starten der Anlage in dieser
Zeit zu verhindern.
Verantwortung und Pflichten
Das Instandhaltungs- und Wartungspersonal ist dafür zuständig, sicherzustellen, dass dieses
Verfahren eingehalten wird.
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des unmittelbar Vorgesetzten des Instandhaltungs-
und Servicepersonals, diesen Personenkreis in dieses Verfahren einzuweisen.
Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Sicherheitsbeauftragten das Verfahren zum
Verriegeln und Kennzeichnen der Verriegelung der Maschinen zu regeln.