00190970-02 - 第227页

5 Vi sion f unktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5.2 LP-Visionsystem Ausgabe 07/97 ab Softwareversion S R.403.xx 5 - 20 Einricht er Eigensc haften des Ein fachkreuz es – Informa tionsg ehalt etwas gering er…

100%1 / 704
Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5 Visionfunktionen
Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx 5.2 LP-Visionsystem
Einrichter 5 - 19
5.2.5 Kriterien zur Erstellung von Paßmarken
Grundsätzlich gelten sowohl für Paßmarken als auch für Ausschußmarkierungen (Inkpunkte) die gleichen Kri-
terien: Eindeutigkeit der Markenformen und gut erkennbare Strukturen, die sich eindeutig von der Umgebung
abheben.
Vorhandene Strukturen als Paßmarken verwenden
Statt Paßmarken können Sie auch eindeutig identifizierbare Strukturen innerhalb des Layouts verwenden.
Beachten Sie allerdings dabei, daß der Lötstopplack eine Kontrastverschlechterung mit sich bringt.
Ort der Marken
Bringen Sie die Paßmarke an einer möglichst strukturfreien Stelle an, an der sie sich gut von der Umge-
bung absetzt. Vom Markenzentrum aus gemessen sollte der Freiraum mindestens Markengröße + 1 mm
Freiraum auf jeder Markenseite haben.
Art der Marken
Es gibt 2 Arten von Marken :
Positivmarken
Die Paßmarke ragt über das Leiterplattenbasismaterial hinaus.
Negativmarken
Die Paßmarke ist in das Leiterplattenbasismaterial eingeätzt.
Markenform
Wählen Sie als Markenform immer eine gutstrukturierte, achsparallele, markante Figur.
Empfohlene Markenformen:
Rechteck, Quadrat oder Kreis
Eigenschaften
Geringer Informationsgehalt (Marken können leicht mit Testpunkten verwechselt werden.)
HINWEIS
Achten Sie darauf, daß sich im Suchfeld der Marken keine ähnlichen Strukturen befinden.
Geringer Platzbedarf im Layout
Sehr robust gegenüber unterschiedlichen Verzinnungsverfahren ( z. B. Heißverzinnen).
Empfohlene Markenabmessungen
für Quadrat und Rechteck: Seitenlänge 1,2 mm - 2,2 mm
für den Kreis Durchmesser 1,2 mm - 2,2 mm
Doppelkreuz und Einfachkreuz
Eigenschaften des Doppelkreuzes
Hoher Informationsgehalt
Erhöhter Platzbedarf im Layout
Empfindlichkeit in Bezug auf hohe Verzinnungen (vorteilhafter ist Kupfer blank)
Wird eine zu geringe Markenqualität zugelassen, besteht die Gefahr, daß vier falsche Positionen
erkannt werden.
5 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6
5.2 LP-Visionsystem Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx
5 - 20 Einrichter
Eigenschaften des Einfachkreuzes
Informationsgehalt etwas geringer als beim Doppelkreuz
Geringerer Platzbedarf im Layout als beim Doppelkreuz
Unempfindlicher als das Doppelkreuz bei hohen Verzinnungen
Abmessungen der Marken:
Einfach- und Doppelkreuz
Abb. 5.2.3 Einfach- und Doppelkreuz mit idealen Abmaßen
Einfachkreuz
Doppelkreuz
Die Mindestabmaße für eine Marke in Länge (l) und Breite (b) hängen von der Strichstärke (s) und der Struk-
tur der Marke ab.
Länge (l) und Breite (b)
Für die gute Erkennbarkeit einer Marke sollten Länge und Breite mindestens 0,9 mm beim Einfachkreuz
und 1,8 mm beim Doppelkreuz betragen. Die Idealmaße betragen für das Einfachkreuz 2,0 mm und für
das Doppelkreuz 2,75 mm. Im Normalfall sind Länge und Breite gleich.
Strichstärke (s)
Die Strichstärke kann sich nach gängigen Strukturbreiten richten und wird zudem von der Markenart
abhängig sein. Achten Sie jedoch auf eine Mindeststrichstärke von 0,3 mm. Die ideale Strichstärke liegt
für beide Markentypen bei 0,5 mm.
Strichabstand (a)
Der Strichabstand richtet sich ebenfalls nach der Markenart. Er sollte auf keinen Fall 0,5 mm unterschrei-
ten. Beim Doppelkreuz beträgt der ideale Abstand 0,75 mm.
Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5 Visionfunktionen
Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx 5.2 LP-Visionsystem
Einrichter 5 - 21
Dicke (d)
Insbesondere bei Marken aus Zinn sollten Sie darauf achten, daß eine Wölbung von 1/10 der Struktur-
breite nicht überschritten wird. Wird dieses Wölbungsmaß überschritten, kann unter Umständen die Marke
nicht gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Die Folge sind unterschiedliches Reflexionsverhalten und Stör-
reflexionen. Eine Erkennung der Marken ist dann nicht mehr gewährleistet.
Empfohlene Markenabmessungen
Bewertung der Markenformen
Bei verzinnten Strukturen und hoher Dimensionsstabilität (geringe Ätzschwankungen) können Vollkreis bzw.
Vollquadrat als sehr günstige Markenformen angesehen werden (Verhältnis Markendicke / Vorbelotungs-
stärke groß!). Nimmt die Dimensionsstabilität ab, so ist der Vollkreis dem Quadrat vorzuziehen.
Für die Markenformen Einfach- und Doppelkreuz ist Kupfer blank vorteilhaft, sofern die Oxidation noch nicht
zu fortgeschritten ist.
Oberfläche der Marken
Achten Sie auf eine möglichst ebene, gering oxidierte Markenoberfläche. Vermeiden Sie Benetzung der
Marke mit Lötstopplack, da sich sonst der Kontrast gegenüber dem Untergrund verringert oder Störrefle-
xionen auftreten können. Ähnliche Effekte entstehen auch bei verzinnten Marken.
Kontrast der Marken
Wählen Sie für eine gute Markenerkennung einen starken Helligkeitskontrast zwischen Marke und Basis-
material, d. h. helle Marken auf dunklem Basismaterial und umgekehrt. Tragen Sie zum Beispiel auf Kup-
fer- oder Zinnuntergrund dunkle Marken auf. Bei Keramiksubstraten mit heller Oberfläche und
ungünstigen Reflexionseigenschaften hilft oftmals, dunkles Widerstandsmaterial unterzulegen, um das
Kontrastverhalten zu verbessern.
Anzahl der Marken
Bei der Verwendung von Keramiksubstraten und kleinen Leiterplatten genügt es in der Regel, zwei Paß-
marken aufzutragen. Bei größeren Leiterplatten empfiehlt es sich allerdings, drei Marken zu definieren.
Die einzelnen Marken können unterschiedliche Strukturen aufweisen. Sie vereinfachen aber die Erken-
nungsmethodik, wenn Sie für jede Marke dieselbe Struktur verwenden.
Markentyp
Einfachkreuz Doppelkreuz
Bereich Idealbereich Bereich Idealbereich
Länge (l) 0,9 mm (min) 2,0 mm 1,8 mm 2,75 mm
Breite (b) 0,9 mm (min) 2,0 mm 1,8 mm 2,75 mm
Strichstärke (s) 0,3 - 1,5 mm 0,5 mm 0,3 - 0,75 mm 0,5 mm
Strichabstand (a) 0,5 mm (min) 0,75 mm
Dicke (d) < 1/10 der Strukturbreite < 1/10 der Strukturbreite
Tab. 5.2.2 Empfohlene Markenabmessungen