00190970-02 - 第290页

Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5 Visionfunktionen Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx 5.6 Bauelement testen Einric hter 5 - 83 Bei Fl ip-Chip s sind d ie Balls u nregelmä ßig auf d em Bau eleme ntekörper…

100%1 / 704
5 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6
5.6 Bauelement testen Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx
5 - 82 Einrichter
5.6.4.4 Option ’Bauelement messen’
HINWEIS
Diese Option läßt sich nur dann aktivieren, wenn zuvor eine GF-Nummer geladen und ein Bauelement abge-
holt worden ist.
Abb. 5.6.14 Menü ’Bauelement testen’, Option ’BE messen’
Bei Aktivierung dieser Option werden folgende Aktionen gestartet:
Das Videobild erscheint am Bildschirm.
Der Meßbefehl mit den vordefinierten Parametern wird abgesetzt.
Das MVS führt die BE-spezifischen Meßschritte nacheinander aus.
Die Meßwerte werden in das Videobild eingeblendet.
Am 80F
4
bzw. 80F
4
-6 Automaten können neben herkömmlichen Bauelementen mit Beinchenanschluß auch
BGAs (B
all Grid Arrays) und Flip-Chips optisch zentriert werden. Der Bauelementekörper der BGAs und Flip-
Chips besteht aus passivierten Siliziumchips. Diese Chipkörper reflektieren stark und sind wellig. Die
Anschlüsse der Bauelemente sind als Balls mit einem Durchmesser von mindestens 80 µm ausgebildet. Bei
Ball-Grid-Arrays sind die Anschlüsse gitterförmig angeordnet. Sie lassen sich deshalb durch Reihen und
Spalten beschreiben.
Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5 Visionfunktionen
Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx 5.6 Bauelement testen
Einrichter 5 - 83
Bei Flip-Chips sind die Balls unregelmäßig auf dem Bauelementekörper angeordnet. Die Koordinaten eines
jeden Anschlusses müssen daher einzeln ermittelt werden.
Der IC-Kopf des 80F
4
bzw. 80F
4
-6 Automaten holt die BGAs bzw. Flip-Chips von Flächenmagazinen ab. Für
eine optische Zentrierung von BGAs oder Flip-Chips reichen allerdings die bislang für konventionelle Bauele-
mente angewandten Auswerteverfahren nicht mehr aus. Neue Auswerteverfahren und neue Beleuchtungs-
techniken wurden deshalb an der IC-Kamera bzw. FC-Kamera entwickelt, um diese neue Generation von
Bauelementen zentrieren zu können. BGAs und Flip-Chips, die sich optisch nicht zentrieren lassen, werden
vom IC-Kopf wieder in die Flächenmagazine zurückgelegt.
Abb. 5.6.15 Menü ’Bauelement testen’, Videobild ’BE messen’
Optische Vermessung herkömmlicher Bauelemente mit Beinchenanschlüssen am 80S-20- und 80F
4
/F
4
-6-
Bestückautomaten
Das Fadenkreuz zeigt den Schwerpunkt des Bauelements an. Die BE-Umrisse werden farblich hervorgeho-
ben.
Die Meßwerte repräsentieren die geometrischen BE-Parameter wie
Beinabweichung
Der Wert der Beinabweichung wird ausgegeben, wenn Sie den Meßmodus ’Lead driven’ gewählt haben.
Teilung
Der Wert wird ausgegeben, wenn der Meßmodus ’Corner driven’ als letzter Meßschritt aktiv ist.
Beinchenanzahl
x- / y-Versatz
BE messen
GF-Nr. = 5
X-Off.[mm] = ... Y-Off.[mm] = ...
Phi[Grad] = ...
Orth.[Gr] = ...
Beinanzahl = ...
Qualität = ...
Länge[mm] = ...
Breite[mm] = ...
Teilung[mm] =
RET: BE messen
B.abw.[mm] =
5 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6
5.6 Bauelement testen Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx
5 - 84 Einrichter
Orthogonalität
Abmaße des Bauelements
Verdrehwinkel und
Faktor für die Qualität der Messung.
Mit ’ESC’ verlassen Sie diese Option, das Videobild wird weggeschaltet. Es erscheint wieder das Menü ’Bau-
element testen’ am Bildschirm.
Farboverlays der einzelnen Meßschritte im Taktbetrieb
1. Size Driven Mode
Die Definition der Meßmethoden finden Sie in Abschnitt 5.6.4.14 ab Seite 5 - 103.
Diese Meßmethode erkennen Sie an rotierenden Fenstern um die Bauelementekanten.
Vorgehen
I. Innerhalb des Suchfensters werden Profile in x- und y-Richtung gebildet. Anhand der daraus gebildeten
Gradienten und einem geometrischen Filter wird die Groblage des Bauelements bestimmt.
II.Fenster rotieren um die BE-Kanten. Für jedes Fenster werden das Profil und die Gradienten bestimmt. Die
Summe der Gradienten ist ein Maß für die Übereinstimmung des Fensterwinkels mit der Lage des Bauele-
ments.
Erreicht die Summe der Gradienten ein Maximum, so ist die Winkellage des Bauelements ermittelt.
III.Unter dem in II. ermittelten Winkel wird der 1. Schritt (I.) wiederholt. Nun kann die Position des Bauele-
ments in x- und y-Richtung genauer bestimmt werden.
Rechtecke:
grün: x- und y-Aufnahmetoleranzen
orange: Von der Station gesendete BE-Dimensionen und Toleranzen
blau: Suchfenster zur Lageerkennung
Anmerkungen
1. Die gefundene Position des Bauelements muß sich innerhalb des grünen Rechtecks befinden,
sonst wird das Bauelement nicht bestückt.
Gilt für alle Meßschritte!
2. Das Bauelement muß sich innerhalb des orangefarbenen Fensters befinden, sonst sind die Meß-
ergebnisse in Frage zu stellen.
3. Die Suchfenster sollen dieselbe Ausrichtung wie das Bauelement haben und größer als dieses
sein.
Linien:
rot: Gefundene Kanten des Bauelements
Anmerkungen:
Die roten Linien werden oft von anderen überdeckt und sind eventuell nicht zu erkennen.