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11 Produktionsmittel / Optimierung Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11.4 Optimierungs-Dialog Software-Version 40 3.xx Ausgabe 06/9 7 11 - 28 Beispiel 2: flexible Fertigung Rüstproblem: Bei eine r flexi blen Fert igun…

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Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11 Produktionsmittel / Optimierung
Software-Version 403.xx Ausgabe 06/97 11.4 Optimierungs-Dialog
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11.4.3.2 Beispiele zur Parametereinstellung
Die Parametereinstellung für die Rüstoptimierung hängt sehr stark von der Häufigkeit der Rüstwechsel
innerhalb einer Fertigung ab.
Anhand von drei Beispielen soll dargestellt werden, wie die Parameter in den verschiedenen Fertigungssitua-
tionen eingestellt werden können:
hoch-flexible Fertigung: es werden in kürzester Zeit viele verschiedene Aufträge mit Rüstwechsel
gefertigt.
flexible Fertigung: es werden häufig Rüstwechsel durchgeführt, wobei auch immer wieder die glei-
chen Aufträge gefertigt werden.
starre Fertigung: es wird über einen langen Zeitraum unverändert nur mit einer einzigen Rüstung
gefertigt.
Beispiel 1: hoch-flexible Fertigung
Rüstproblem:
Bei einer hoch-flexiblen Fertigung wird täglich umgerüstet, um neue Produkte zu fertigen. Es wird
auftragsbezogen umgerüstet.
Ziel:
Für einen Auftrag soll möglichst schnell eine Rüstung berechnet werden. Der Umrüstaufwand soll so gering
wie möglich sein. Die Produktionszeit spielt eine untergeordnete Rolle.
Parametereinstellung:
Familienbildung nach der Methode Sequenz.
Maximale Anzahl (Förderer) bei Dominanz: 1.
Anzahl Iterationsschritte: 1
(Bei der Einstellung 0 wird eine einzige Rüstung erzeugt. Sie ist jedoch nicht optimiert. Dies ist die
kürzeste Art, zu einer Rüstung zu kommen.).
Losdateieinstellung:
Die Losgröße auf 1 stellen, damit nur die Umrüstzeit eine Rolle spielt.
Eine Anfangsrüstung eingeben, d.h. die z.Z. gerüstete Rüstung der Linie.
Auswirkung:
Es wird in der kürzest möglichen Zeit aus der Anfangsrüstung eine Folgerüstung errechnet, die folgende
Eigenschaften hat:
Es wird eine minimale Umrüstzeit von der Anfangsrüstung zur Folgerüstung erreicht.
Jedes Bauelement ist nur ein einziges Mal gerüstet. Die Dominanz von Bauelementen wird unter-
drückt.
Förderer mit zwei Fächern, die aus der Anfangsrüstung in die Folgerüstung übernommen werden,
bleiben spurtreu gerüstet.
Nicht benötigte Bauelemente der Anfangsrüstung bleiben stehen.
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Beispiel 2: flexible Fertigung
Rüstproblem:
Bei einer flexiblen Fertigung werden häufig Rüstwechsel durchgeführt, wobei auch immer wieder die
gleichen Aufträge gefertigt werden. Es wird mittelfristig geplant.
Ziel:
Zusammenfassen von Produkten zu Rüstfamilien mit dem Schwerpunkt auf geringer Produktionszeit.
Umrüstvorgänge möglichst auf Wechseltische beschränken.
Parametereinstellung:
Familienbildung nach der Methode Mittelwert.
Maximale Anzahl (Förderer) bei Dominanz: 2.
Anzahl Iterationsschritte: 5.
Losdateieinstellung:
Die Losgröße auf einen realistischen Wert stellen.
Eine Festrüstung eingeben, falls gewünscht.
Auswirkung:
Es wird in mittlerer Zeit eine Rüstung bzw. eine Rüstfamilie berechnet, die folgende Eigenschaften hat:
Die Umrüstzeit wird entsprechend der Losgröße berücksichtigt.
Die Umrüstvorgänge beschränken sich auf die Wechselwägen (falls konfiguriert).
Die Produktionszeit wird optimiert. Es entsteht ein Kompromiß zwischen Produktionszeit und Umrüst-
zeit.
Beispiel 3: starre Fertigung
Rüstproblem:
Bei einer starren Fertigung wird über einen langen Zeitraum immer nur mit einer Rüstung gefertigt.
Ziel:
Es soll eine einzige Rüstung errechnet werden, wobei die Produkte möglichst zu 100% ausgetaktet sind.
Parametereinstellung:
Familienbildung ist nicht wichtig, da nur eine Rüstung berechnet werden soll.
Maximale Anzahl (Förderer) bei Dominanz: 0. (Die Rüstoptimierung soll selbst entscheiden, wie häu-
fig die Bauelemente aufgestellt werden sollen.
Programmlaufzeit pro Los: z.B. 43200 sec (= 12 Stunden). Die Berechnung kann über Nacht laufen
und ist zum Schichtbeginn am nächsten Tag fertig.
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Losdateieinstellung:
Die Losgröße auf einen realistischen Wert stellen.
Keine Anfangsrüstung und keine Festrüstung eingeben.
Auswirkung:
Es wird die in der angegebenen Programmlaufzeit bestmögliche Rüstung berechnet.
11.4.3.3 Auftragsparameter ändern
Wenn für die Optimierung einer bestimmten Losdatei weder die Defaultwerte noch die Standardwerte verwendet
werden sollen, können für diese Losdatei die Auftragsparameter eingestellt werden. Die Auftragsparameter
sind nur für die Optimierung dieser Losdatei gültig. Zur Beschreibung der einzelnen Parameter siehe Abschn.
11.4.3.1.
Vorgehensweise:
Eine Losdatei anklicken.
Im Menü DIENSTE die Option
Auftragsparameter ändern
anklicken.
Das Fenster "Auftragsparameter für xx.lose ändern" wird geöffnet.
Die Auftragsparameter ändern.
11.4.3.4 Auftragsparameter verwerfen
Die vom Kunden eingestellten Auftragsparameter für eine Losdatei können gelöscht werden. Für diese Losdatei
gelten dann wieder die Standardparameter.
Vorgehensweise:
Eine Losdatei anklicken.
Im Menü DIENSTE die Option
Auftragsparameter verwerfen
anklicken.
Die Auftragsparameter werden für diese Losdatei gelöscht. Es erfolgt keine Nachfrage.
11.4.3.5 Fehlerdatei anschauen
Treten bei der Optimierung einer Losdatei Fehler auf, wird die Optimierung abgebrochen und eine Fehlerdatei
angelegt. Diese Fehlerdatei kann mit der Dateianzeige angezeigt werden. In diesem Fenster werden alle Fehler
aufgelistet, die während der Optimierung aufgetreten sind (siehe auch Abschn. 4.5). Nachdem die Fehler
behoben sind, kann erneut ein Optimierungslauf für die Losdatei gestartet werden.
Vorgehensweise:
Eine als "fehlerhaft" gekennzeichnete Losdatei anklicken.
Im Menü DIENSTE die Option
Fehlerdatei anschauen
anklicken oder fehlerhafte Losdatei mit
Doppelklick anklicken.
Die Dateianzeige mit den Fehlermeldungen wird geöffnet.