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4 Bedienung 4.1 Einstellungen in SIPLACE Pro 58 Bedienungsanleitung SIPLACE Linear Dipping Unit 2 X 05/2020 4.1.12 Aufwärmphasen und Rakelgeschwindigkeit einstellen Während einer Aufwärmphase führt die LDU eine gewünscht…

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4 Bedienung
4.1 Einstellungen in SIPLACE Pro
Bedienungsanleitung SIPLACE Linear Dipping Unit 2 X 05/2020 57
4.1.11 Vernarbungszeit eines Flussmittels einstellen
Wenn während der Produktion mit längeren Stillstandzeiten zu rechnen ist, dann sollte die Vernar-
bungszeit des verwendeten Flussmittels eingetragen werden. Die LDU führt nach Ablauf dieser
Zeit einen Applikationsvorgang durch.
Klicken Sie in SIPLACE Pro auf die Registerkarte des entsprechenden Flussmittels(1).
Klicken Sie in der Ansicht Objekt-Eigenschaften auf die Registerkarte des Flussmittels(2).
Tragen Sie im Bereich Dipp-Flussmittel-Parameter(3) in das Eingabefeld Vernarbungszeit
die Vernarbungszeit des verwendeten Flussmittels in Sekunden[s] ein.
Geben Sie im Bereich Dipp-Flussmittel-Parameter(3) im Eingabefeld Aushärtezeit die
Aushärtezeit des verwendeten Flussmittels in Sekunden[s] ein.
Die Aushärtezeit definiert die maximale Zeit, die zwischen dem Eintauchen und dem Bestü-
cken eines Bauelements nicht überschritten werden darf.
Weitere Informationen zur Vernarbungszeit von Flussmitteln finden Sie in Kapitel 3.3.3 "Vernar-
bungszeit" [}38].
4 Bedienung
4.1 Einstellungen in SIPLACE Pro
58 Bedienungsanleitung SIPLACE Linear Dipping Unit 2 X 05/2020
4.1.12 Aufwärmphasen und Rakelgeschwindigkeit einstellen
Während einer Aufwärmphase führt die LDU eine gewünschte Anzahl an Rakelvorgängen aus, um
das Flussmittel vorzubereiten.
Die Rakelgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, mit der die Rakelachse das Flussmittel in der
Kavität aufträgt.
Klicken Sie in SIPLACE Pro auf die Registerkarte des entsprechenden Flussmittels(1).
Klicken Sie in der Ansicht Objekt-Eigenschaften auf die Registerkarte des Flussmittels(2).
Tragen Sie im Bereich Verarbeitungsparameter(3) in das Eingabefeld Aufwärmphasen die
Anzahl der Rakelvorgänge ein, die während einer Aufwärmphase durchgeführt werden sollen.
Tragen Sie im Bereich Verarbeitungsparameter(3) in das Eingabefeld Rakelgeschwindig-
keit die Rakelgeschwindigkeit in Millimeter pro Sekunde[mm/s] ein.
4 Bedienung
4.2 Planaritätsprüfung durchführen
Bedienungsanleitung SIPLACE Linear Dipping Unit 2 X 05/2020 59
4.2 Planaritätsprüfung durchführen
HINWEIS
Zielgruppe: Rüstungsbediener
Das beschriebene Verfahren ist eine unregelmäßig auftretende Aufgabe, die nur von einem
geschulten Bediener mit speziellen Kenntnissen (Rüstungsbediener) durchgeführt werden
sollte.
Um sicherzustellen, dass im gesamten Dipp-Bereich die Bauelemente in das Medium eingetaucht
werden können, darf der Dipp-Bereich nicht geneigt sein. Darum ist es notwendig, die LDU parallel
zum Portal bzw. zum Bestückkopf des Bestückautomaten auszurichten. Dazu sind an der LDU
zwei Einstellschrauben vorhanden. Die richtige Lage der Kavität kann mit Hilfe eines Messablaufes
in der Stationssoftware überprüft werden.
Mit dieser Messung wird die Dipping-Platte parallel zum Portal eingestellt. Es wird NICHT das
Niveau der Dipping-Platte zur Erde ermittelt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Maschine,
auf der die LDU eingesetzt wird, absolut gerade (im Wasser) steht. Dies ist wichtig, wenn dünnes
Flussmittel nicht aus der Kavität austreten soll. Wenn die Maschine schief steht, und die Dipping-
Platte parallel zum Portal ausgerichtet wird, dann steht auch die Dipping-Platte zur Erde schief.
Ablauf der Planaritätsprüfung
Der Bestückkopf fährt über den ersten Messpunkt in der Kavität der Dipping-Platte. Danach fährt die
Z-Achse langsam solange nach unten, bis die Pipette einfedert und der Sensor der Z-Achse meldet,
dass die Pipette unten auf der Dipping-Platte angekommen ist. Anschließend fährt die Z-Achse wie-
der nach oben. Der absolute Höhenwert des ersten Messpunktes wurde ermittelt.
Danach fährt der Bestückkopf über den zweiten Messpunkt. Die Z-Achse nimmt wieder eine
Höhenmessung vor und ermittelt jetzt den relativen Höhenunterschied zum ersten Messpunkt.
Wenn der Messwert des zweiten Messpunktes positiv ist, dann liegt der Messpunkt 2 höher als der
Messpunkt 1. Wenn er negativ ist, dann liegt er tiefer. Wenn der relative Messwert 0 ist, dann lie-
gen beide Messpunkte auf gleicher Höhe. Ebenso wird mit dem dritten Messpunkt verfahren.
Definitionen
Messpunkt 1: Referenzpunkt (Bezugspunkt).
Absolute Höhe [µm]: gemessene Höhe des jeweiligen Messpunkts.
Relative Höhe [µm]: Abweichung der absoluten Höhe der Messpunkte 2 bzw. 3 zur absoluten
Höhe des Referenzpunkts. Beim Referenzpunkt ist dieser Wert immer 0.
Voraussetzungen
Der Bestückautomat muss exakt parallel zur Erde ausgerichtet sein.
Die Kavität der Dipping-Platte muss frei von Flussmittel sein.
Am Bestückkopf muss sich eine Pipette befinden.