01_VEGO_Broschuere_09062021_D.pdf - 第4页
06 07 AIVs versorgen auch die SMT Linie bedarfs - gerecht mit Materialien – autonom und zuverlässig – um eine möglichst hohe Linien- verfügbarkeit zu ge währleisten. Just- in-time Materialversorgung ist das Stich- wort,u…

04 05
VakuumgreiferMagazinbelader AES 03 Speed Übergabeposition auf dem Shuttle
INNOVATIONSBESCHREIBUNG
Seit geraumer Zeit werden Magazine in modernen
Fertigungen mittels sogenannten fahrerlosen Transport-
systemen (FTS, AIV) transportiert. Auch Magazin Be-
und Entladesysteme werden autonom und vollautoma-
tisch beschickt. Für Rohleiterplatten gibt es jedoch bis
dato noch keine automatisierte Lösung. Diese werden
bisher als Stapel in Boxen mit AIVs zur Fertigungslinie
transportiert und anschließend von einem Bediener
manuell entnommen und in einen sogenannten Sta-
pelentlader eingelegt.
ASYS hat nun die Funktionalität des Linienbelader AES 03
Speed erweitert, sodass dieser sowohl Baugruppen aus
Magazinslots als auch Leiterplatten vom Stapel vereinzeln
und der Linie zuführen kann. Diese werden im Stapel mit
AIV transportiert und der Anlage automatisch zugeführt.
Dafür wurde ein Standard-Leiterplattenmagazin modifi-
ziert. Durch seitliche Einlegebleche mit Auflageflächen
können mehrere Stapel von Leiterplatten aufgenommen
werden. Das Magazin kann in Sekundenschnelle vom
Standard-Magazin zum Stapelmagazin umgebaut wer-
den und umgekehrt.
Die AES 03 Speed wird mit einem zusätzlichen Auszieher
mit Vakuumgreifer ausgestattet. Mit diesem Vakuumgrei-
fer können Leiterplatten von oben beginnend vereinzelt
und der Fertigungslinie zugeführt werden. Da der Stapel
üblicherweise von Hand in das Magazin eingelegt wird,
ist davon auszugehen, dass die Stapel nicht lagekontrol-
liert im Magazin liegen. Für die sichere Entnahme ist die
Position des Stapels zu bestimmen. Um die genaue Posi-
tion festzulegen, ist am Auszieher ein Sensor angebracht,
welcher von oben auf den Stapel sieht. Wird der Aus-
zieher darüber gefahren, erkennt der Sensor die Vor-
derkante des Stapels. Das System addiert automatisch
die Hälfte der Leiterplattenlänge (ist der Maschine
bekannt) und positioniert so den Auszieher mittig. Ist
die Position erreicht, fährt die Z-Achse den Auszieher
nach unten bis die LP vom Greifer angesaugt wird. Der
Vakuumgreifer ist mit einem „Tothub“ und sensorischer
Abfrage ausgestattet. Nachdem die LP angesaugt wur-
de wird der Auszieher eingefahren und die Leiterplatte
auf dem Band abgelegt, indem das Vakuum deaktiviert
wird. Die Höhe des Ausziehers ist so gewählt, dass sich
die angesaugte Leiterplatte oberhalb der Transportebene
befindet. Anschließend wird das Substrat bis ans Band-
ende transportiert und von dort an die nachfolgende
Station übergeben.
Die Anlage vereint also Magazin- und Stapelbelader in
einer Anlage und spart dadurch Platz in der Linie. Außer-
dem können Leiterplattenstapel der Linie nun mit AIVs
autonom zugeführt werden. Es ist kein händischer Ein-
gri erforderlich.
Mit Hilfe eines RFID Tags auf dem Magazin und entspre-
chenden Lesegeräten an der Beladestation kann auto-
matisch erkannt werden, ob es sich um ein Leiterplatten-
magazin oder Stapelmagazin handelt. Außerdem kann
das Produktformat anhand einer Produkt ID ausgelesen
werden. So stellt sich die Anlage vollautomatisch auf
die zu entladenden Produkte ein.

06 07
AIVs versorgen auch die SMT Linie bedarfs-
gerecht mit Materialien – autonom und
zuverlässig – um eine möglichst hohe Linien-
verfügbarkeit zu gewährleisten. Just-
in-time Materialversorgung ist das Stich-
wort,umfassende Software Module die
den Materialbedarf bestimmen, das Lager
Output-Boost an der Linie
MAGAZINE ID
PRODUCT INFO
CODE CONTENT
LOADING
MARKING
organisieren und die AIV-Flotten verwalten
sind der Schlüssel dafür. ASYS deckt diese
Funktionen mit dem Material Manager ab –
einer Softwarelösung, die alle Daten in
der Fertigung sammelt, zusammenführt und
daraus die richtigen Aktionen ableitet.

08 09
Aus dem Handling Bereich wartet ASYS mit einer wei-
teren Produktinnovation auf: einer patentierten Lösung
zur Be- und Entladung von mehrfach-belegten Maga-
zinslots. In die Slots können je nach Länge und Breite
bis zu drei Leiterplatten hintereinander- und zwei Reihen
nebeneinander eingelegt werden. Als Besonderheit ist zu
erwähnen, dass sich die Leiterplatten bei der Be- und
Entladung gegenseitig nicht berühren. Die Magazinka-
pazität wird dadurch um das sechsfache ausgeweitet
ohne Kompromisse in Bezug auf Qualität. Bedeutet in
nächster Konsequenz weniger Magazinwechsel und
dadurch eine ressourcenschonende Abwicklung der
Linienbeladung.
Weiterhin werden die Leiterplatten auf Markieranlagen
mit Codes versehen, um eine eindeutige Zuordnung im
Produktionsverlauf zu gewährleisten. Auch hier zielt
ASYS mit verschiedenen Optionen vor allem auf re-
duzierte Taktzeiten ab. Unter anderem kann in den
INSIGNUM Markiersystemen ein „Fast PCB Exchange“
umgesetzt werden: Leiterplatten werden in der Anlage
synchron ein- und ausgefahren. Beim Markierprozess
selbst greift die bewährte Option „Optimap“. Dank ihr
werden mehrere Markierpositionen in einem einzigen
Prozessschritt beschriftet und verifiziert. Beim Ausle-
sen/Verifizieren der Codes kommt die Option „Random
Check“ zum Tragen. Einzelne Codes werden per Zu-
fallsprinzip ausgelesen, die Taktzeit kann somit um bis
zu 50 Prozent reduziert werden.
Schließlich finden sich auch in den EKRA Drucksyste-
men ausgeklügelte Techniken wieder, die den Output
der Linie maximieren. Mit der aktuellen Entwicklung
„Optilign MultiCarrier“ im X5 Professional Drucksystem
können Durchsatzsteigerungen von 240 Prozent erzielt
werden. Bis zu drei Leiterplatten beziehungsweise Carrier
können in der Anlage gleichzeitig verarbeitet werden.
Dabei werden die Substrate zunächst einzeln optisch zur
Schablone ausgerichtet, um dann im zweiten Schritt
gemeinsam und gleichzeitig bedruckt zu werden. So
werden maximale Durchsätze bei höchster Druckge-
nauigkeit erreicht. Durch diese Herangehensweise sind
weniger Einzeldrucke und Schablonenreinigungszyklen
notwendig, ergo steigen Schablonenstandzeiten bei
sinkendem Reinigungspapierverbrauch.
Ein synchroner Leiterplatten-Transport (Fast PCB Exchange)
für die Übergabe und Übernahme der Leiterplatten
Mehrfach belegbare Magazinslots Optilign Multi Carrier: Bis zu drei Leiterplatten beziehungsweise
Carrier können gleichzeitig verarbeitet werden
Die kombinierte Lösung für das Beladen von bestückten
Baugruppen aus Magazinslots, sowie die Verarbeitung
von unbestückten Leiterplatten vom Stapel, spart Platz
der durch den Entfall des sonst benötigten Stapelbe-
lader gewonnen wird. Die Stapelmenge je Magazin be-
trägt 360 mm. Das entspricht in etwa der Kapazität des
Stapelbelader. Die Maschine hat Platz für drei Magazine.
Dadurch ergibt sich die dreifache Kapazität und somit
dreifache Autonomiezeit. Ausserdem kann ein neues Pro-
dukt mit unterschiedlicher Breite bereits gerüstet wer-
den, während das vorherige Produkt noch verarbeitet
wird. Das spart Zeit beim Produktwechsel und erhöht
den Ausstoß zusätzlich.
MAXIMALER OUTPUT DER LINIE„FAST PCB EXCHANGE“SECHSFACHE MAGAZINKAPAZITÄTDREIFACHE STAPELKAPAZITÄT
Magazinlader