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Einleitung Hinweise zur Instandhaltung 1.3.1 Was ist Minor und Major Mainte nance? 14 Instandhaltungsanleitung SIPLACE SX1/SX2/DX1/DX2 1.3 1 . 3 H in w e is e z u r I n s t a n d h a lt u n g Hinweise zur Instandhaltung …
Einleitung
1.1.9 Laserklassifizierung Was vor Beginn der Arbeiten zu tun ist...
Instandhaltungsanleitung SIPLACE SX1/SX2/DX1/DX2 13
► Alternativ: Anbringen von Warnschildern
Ist es möglich die Maschine mit einem Schloss zu verriegeln, so muss dies durchgeführt werden. Es
gibt allerdings Situationen, bei denen zum Freischalten der Energie kein Schloss angebracht werden
kann. In diesen Fällen müssen Warnschilder an den freigeschalteten Maschinen angebracht wer
-
den, um die Mitarbeiter davon zu unterrichten, dass die Maschine zu Servicezwecken freigeschaltet
worden ist. Das Schild muss sicher befestigt werden, es muss von allen Seiten einsehbar sein und
es darf nur von demjenigen entfernt werden, der es angebracht hat.
► Freisetzen gespeicherter Energie:
Gespeicherte Energien in der Druckluftversorgung und elektrische Energien in Elektrolytkondensa
-
toren müssen durch geeignete Maßnahmen freigesetzt sein.
⇨ Warten Sie dazu nach dem Abschalten des Automaten die angegebenen Entlade- bzw. Druckab
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bauzeiten ab um am Automaten gefahrlos arbeiten zu können.
► Überprüfen der Verriegelung:
Testen Sie die Verriegelung des Automaten, indem Sie einfach den START-Taster drücken.
► Folgende Schritte sind nötig, um den Automaten wieder betriebsbereit zu machen.
► Überprüfen Sie den Arbeitsbereich. Sorgen Sie dafür, dass das autorisierte Personal sämtliches
Werkzeug entfernt und alle Sicherheitseinrichtungen wieder in Kraft setzt.
► Unterrichten Sie alle betroffenen Mitarbeiter.
► Informieren Sie alle Arbeiter in dem betreffenden Bereich, dass die Maschine wieder in Betrieb ge
-
nommen wird, ehe Sie auch nur eines der Schlösser bzw. Warnschilder entfernen.
► Entfernen der Schlösser/Warnschilder
► Jeder dazu autorisierte Mitarbeiter muss sein eigenes Schloss entfernen und unter Verschluss neh
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men.
► Schalten Sie den Automaten ein und lassen Sie während des Betriebs autorisiertes Personal
überprüfen, ob die Reparaturen ordnungsgemäß durchgeführt worden sind.
Testen
Servicepersonal darf die Schaltungen testen, indem es diese kurzzeitig aktiviert, ohne das Verriege
-
lungsverfahren aufzuheben. Dies allerdings nur, wenn keine weiteren Personen mehr Arbeiten an der
zu testenden Baugruppe ausführen.
Es ist außerordentlich wichtig, dass alle weiteren START-Taster mit dem Warnschild "Nicht in Betrieb
nehmen" gekennzeichnet sind, um so ein unbeabsichtigtes Starten der Anlage in dieser Zeit zu verhin
-
dern.
Verantwortung und Pflichten
▪ Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Instandhaltungs- und Servicepersonals sicherzustel
-
len, dass dieses Verfahren eingehalten wird.
▪ Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des unmittelbar Vorgesetzten des Instandhaltungs- und
Servicepersonals, diesen Personenkreis in dieses Verfahren einzuweisen.
▪ Es gehört zu den Aufgaben und Pflichten des Sicherheitsbeauftragten, unter Einbeziehung des Si
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cherheitskommittees, der Gesundheitsbehörden (Health Service Department) und den Managern
der verschiedensten Abteilungen und Vizepräsidenten das Verfahren zum Verriegeln und Kenn
-
zeichnen der Verriegelung der Automaten zu regeln.

Einleitung
Hinweise zur Instandhaltung 1.3.1 Was ist Minor und Major Maintenance?
14 Instandhaltungsanleitung SIPLACE SX1/SX2/DX1/DX2
1.3
1.3 Hinweise zur Instandhaltung
Hinweise zur Instandhaltung
Sehen Sie dazu auch...
1.1.7 Sicherheitshinweise bei Instandhaltungstätigkeiten [ ➙ 9]
1.3.1
1.3.1 Was ist Minor und Major Maintenance?
Was ist Minor und Major Maintenance?
Die Instandhaltung an Produktionsequipment unterliegt Rahmenbedingungen, die sich durch den Pro
-
duktionszeitplan und andere organisatorische Gegebenheiten ergeben. Auch die Verfügbarkeit der in
die SIPLACE Instandhaltung eingewiesenen Mitarbeiter spielt eine Rolle in der Umsetzbarkeit derIn
-
standhaltung.
Zur leichteren Umsetzung der SIPLACE Instandhaltung in der täglichen Produktionspraxisberücksichtigt
diese SIPLACE Instandhaltungsanleitung den Komplexitätsgrad der Wartungstätigkeiten. Bei den
Instandhaltungstätigkeiten wird zwischen Minor Maintenance und Major Maintenance unterschieden.
Minor Maintenance
Minor Maintenance sind wöchentliche Instandhaltungstätigkeiten. Die wöchentlichen Instandhaltungsin
-
tervalle können mit Hilfe der Instandhaltungsanleitung ausgeführt werden und benötigen somit keinen
zusätzlichen Trainingsaufwand. Typischerweise werden diese Arbeiten vom Bedienpersonal
durchgeführt.
In der Minor Maintenance sind alle, im wöchentlichen Rhythmus durchzuführenden, Instandhaltungsauf
-
gaben zusammengefasst. Die durchschnittlich benötigte Arbeitszeit liegt bei ca. 1 Stunde pro Linie, je
nach Linienkonfiguration sowie Anzahl und Erfahrung der Personen, welche die Wartung durchführen.
Minor Maintenance = Wöchentliche Wartungspause, einfache Tätigkeiten
Major Maintenance
Major Maintenance sind empfohlene Instandhaltungstätigkeiten mit höherem Komplexitätsgrad, die
i. d. R. alle 6 und 12 Monate ausgeführt werden. Sie erfordern ein spezielles Training.
Normalerweise werden diese Arbeiten von geschultem Bedien- oder entsprechendem Instandhaltungs-
oder Servicepersonal durchgeführt. Die Major Maintenance wird in einem 6- und 12-monatlichen Rhyth
-
mus (bei C&P20: 3-monatlich) geplant und durchgeführt. Die Planung der Major Maintenance an den
SIPLACE Automaten wird normalerweise mit der geplanten großen Ofenwartung in der Fertigungslinie
verbunden.
Major Maintenance = 3-, 6-, 12-monatliche Wartungspausen, komplexe Tätigkeiten
Wöchentliche Instandhaltungstätigkeiten
Woche
12-monatliche Instandhaltungstätigkeiten
6-monatliche Instandhaltungstätigkeiten
3-monatliche Instandhaltungstätigkeiten
Woche

Einleitung
1.3.2 Berechnungsgrundlage der Instandhaltungsintervalle Hinweise zur Instandhaltung
Instandhaltungsanleitung SIPLACE SX1/SX2/DX1/DX2 15
1.3.2
1.3.2 Berechnungsgrundlage der Instandhaltungsintervalle
Berechnungsgrundlage der Instandhaltungsintervalle
Die Festsetzung der SIPLACE Instandhaltungsintervalle ist rein zeitbasiert auf folgender Grundlage ge
-
macht:
▪ Schichtmodell: Acht Stunden pro Schicht, drei Schichten pro Tag, fünf Tage die Woche, 50 Wochen
pro Jahr
▪ Reale Bestückleistung nach Maschinenspezifikation
▪ Umwelt- und Produktionsbedingungen: siehe Dokument "Netz- und Druckluftkonfiguration"
1.3.2.1
1.3.2.1 Anpassung der Wartungsintervalle an die tatsächlichen Produktionsbedingungen
Anpassung der Wartungsintervalle an die tatsächlichen Produktionsbedingungen
Der Wartungsstatus berechnet sich aus Bestückzyklen, Temperatur und Betriebsstunden. Der War
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tungsstatus wird als Fortschrittsbalken (0 – 100 %) angezeigt.
Bestückzyklen für Wartungsfälligkeit:
▪ CPP: 40 Mio. bestückte Bauteile
▪ C&P20: 30 Mio. bestückte Bauteile
▪ C&P20A/M/P: 37,5 Mio. bestückte Bauteile
Einige Kunden wünschen, die Instandhaltungsintervalle
an ihre tatsächlichen Umwelt- und Produktionsbedingun
-
gen anzupassen. Dazu gibt es für einige Baugruppen die
Möglichkeit, einen Wartungsmonitor an der Stationssoft
-
ware abzurufen (ab SW703.02).
Der Wartungsmonitor steht für folgende Baugruppen zu
Verfügung:
▪CPP
▪ C&P20/A/M/P
▪ X- und Y-Achse (nur SX1/SX2/DX1/DX2)
HINWEIS
Wartungszähler
► Nach erfolgter Instandhaltung muss der Wartungszähler für die jeweilige Baugruppe
zurückgesetzt werden.