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9 Ameisensäurebubbler Damit ein prozessstabiles, flussmittelfr eies Löten erreicht werden kann, wird das inerte T rägergas (N 2 ) mit Ameisensäure (HCOOH) angereichert und in die Prozesskammer geführt. Damit die „Sättigu…

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Inerte Gase und Formiergas
Typischerweise wird zum Schutz vor Oxidation Stickstoff (N
2
)
verwendet. In Kombination mit 5 % Wasserstoff wird das
Formiergas zur Reduktion von Oxiden ebenfalls verwendet, in
diesem Mischverhältnis sind keine besonderen Schutzvorrich-
tungen nötig.
Formiergase mit einem Wasserstoffanteil von 5 % bis zu
100 % benötigen zwingend entsprechende Schutzvorrichtun-
gen und werden erst ab 280 °C verwendet. In Abhängigkeit
von der Prozesstemperatur kann der Einsatz von Ameisensäu-
re von Vorteil sein.
Aktivierungsart (Gas)
Investition Benetzung
N
2
N
2
/H
2
(95 %/5 %)
H
2
100 %
Ameisensäure HCOOH
N
2
N
2
/H
2
Unterschiedliche Medien
für unterschiedliche Anforderungen
Abhängig von der Prozesstemperatur und der gewünschten Oxidfreiheit ist der Einsatz
verschiedener Pozessmedien möglich.

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Ameisensäurebubbler
Damit ein prozessstabiles, flussmittelfreies Löten erreicht werden kann, wird das inerte Trägergas (N
2
) mit Ameisensäure
(HCOOH) angereichert und in die Prozesskammer geführt. Damit die „Sättigung“ des Trägergases mit Ameisensäure konstant
bleibt, ist es notwendig die Parameter beim Durchströmen der flüssigen Ameisensäure konstant zu halten. Dazu gehören die
Strömungsgeschwindigkeit, der Volumenstrom, die Temperatur und die Füllmenge des Ameisensäurebehälters (Bubblers).
Die Kontrolle des Stickstoffvolumenstroms ist mit heutiger Regelungstechnik einfach und prozesssicher zu realisieren. Ganz
im Gegenteil zum Füllstand der Ameisensäure in klassischen Bubblerlösungen. Diese klassischen Bubbler müssen manuell,
unter Berücksichtigung der Schutzvorkehrungen für die Mitarbeiter, mit der Säure nachgefüllt werden und unterliegen größe-
ren Schwankungen in der Füllmenge. Fortschrittlicher ist die neue Generation Bubbler, die den Füllstand automatisch kontrol-
liert und nachregelt. Hiermit wird nicht nur ein stabiler Prozess ermöglicht, sondern auch die Sicherheit der Mitarbeiter erhöht,
da Originalgebinde (Standard 10 l) mit Ameisensäure ohne Umfüllen in das Gehäuse des Bubblers eingestellt werden können.
Zur Abrundung des Sicherheitskonzeptes wird das Gehäuse überwacht und ist mit einer eigenen Absaugung versehen.
Die Entfernung der Oxide auf Metallen indet bei der Ameisensäure in einem zweistugen Prozess statt, dessen schematischen
Ablauf sie der nebenstehenden Grak entnehmen können. Im ersten Teil werden sogenannte Formiate des Metalls gebildet
und ab ca. 200 °C werden die Formiate zersetzt (Cu) oder verdampft (SnO, SnO
2
). Das im zweiten Teil gebildete H+ unterstützt
die Oxidentfernung ebenso, wie das ab der Schmelztemperatur flüssige Lot in der reduzierenden Umgebung. Dadurch kann
eine gut benetzbare Oberfläche auf Kupfer und anderen Metallen erreicht werden. Die Anwendung eignet sich ab Prozesstem-
peraturen von über 200 °C.
Gesteuerter Kammerdruck mit Sticktoffatmospähre
Drucklevel konstant
Ameisenbubbler
Pumpe
Propertionalventil
oder
Maß Flow Controller
HCOOH
N2
0 °C
150 °C
200 °C
SnO
2
+ 2 H - COOH Sn + CO
2
+ H
2
O
SnO
+ H - COOH Sn + CO
2
+ H
2
O + H
2
M - (COOH)
2
M + 2CO
2
+ H
2
MO + 2H - COOH M - (COOH)
2
+ H
2
O

Daten und Fakten:
Technische Details zur Nexus
Software
Vakuum-Prozess
Daten
Prozesskammer
Heizplatte
› Heiz-/Kühlplatte programmierbar mit geschlossenem Regelkreis
› Ausgerüstet mit integriertem Thermoelement, um das Temperaturprofil der Heizplatte zu regeln
› Temperaturverteilung auf der durchwärmten Heizplatte innerhalb +/-2,5 K
› Heiz-/Kühlplatte mit einer Nutzfläche von 500 mm x 500 mm
› Max. Betriebstemperatur 400 °C
*
› Heizrate max. 150 K/min
*
, max. Kühlrate 180 K/min
*
› USB-Anschluss und Ethernet-Port für die Vernetzung und Fernbedienung
› Windows 7 für HMI und B & R SPS für die Maschinensteuerung
› Bis zu 100 Schritte pro Rezept
› Anzahl der Rezepte ist nicht begrenzt
› Rückverfolgbarkeit und MES-Konnektivität verfügbar
› Jeder Schritt kann mit einem vorbestimmten Druckwert, Temperatur, Heiz-/Kühlrate
oder Haltezeit belegt werden. Ebenso kann in jedem Schritt wahlweise mit Stickstoff,
Formiergas oder Ameisensäure gearbeitet werden.
› Grafische Darstellung von Temperaturwerten und Drücken auf dem Monitor für die Prozessüberwachung
› Programmierbare Zeiten von 1s bis 1 Stunde pro Prozessschritt
› Kammer mit Sichtfenster für Kamera (optional erhältlich)
› Bedienung von der Vorderseite
› Restsauerstoff-Messgerät
KÜHLWASSER
Kühlsystem für den Anschluss an eine offene Wasserkühlung oder
Hauswasserversorgung 10-15 SLM Kühlwasserstrom
ABMESSUNGEN
Länge: 1617 mm, Breite: 1194 mm, Höhe: 1336 mm
GEWICHT
680 kg
ELEKTRISCHE ANSCHLÜSSE
3 x 400V +/-5 % 50Hz TN-C-S
› Vakuumpumpe Wahlweise bis 2 mbar oder 0,1 mbar
› Drucksensoraufzeichnung mit interner Software
*
bezogen auf die Kontaktplatte