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2 Betriebssicherheit Betriebsanleitung SIPLACE D3 2.6 Sicherheitseinrichtungen Ab Softwareversion SR.605.xx Ausgabe 07/2008 DE 76 2.6.4 NOT -HAL T -Schleifen und Meldekreis 2.6.4.1 Aufbau der NOT -HAL T -Schleifen Folgen…

Betriebsanleitung SIPLACE D3 2 Betriebssicherheit
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Schützsicherheitskombination 3TK2806 (Pos. 1 in Abb. 2.6 - 6) 2
Die Schützsicherheitskombination ist im Stromversorgungseinschub untergebracht. Sie wird zur
Überwachung der NOT-HALT-Schaltungen und Schutzeinrichtungen verwendet.
Drei Bedingungen müssen für die Aktivierung der Schützsicherheitskombination erfüllt sein:
– Das Signal "Softwarefreigabe" muss erfolgt sein.
– Die NOT-HALT-Schleife muss geschlossen sein.
– Die Starttaste muss betätigt worden sein.
An der Frontseite der Schützsicherheitskombination befinden sich drei grüne LED für die
Betriebsanzeige (siehe Abb. 2.6 - 7
, Seite 76):
– Die LED "Netz" zeigt an, dass Spannung anliegt.
– Die LED "Kanal 1" und "Kanal 2" leuchten, wenn der Starttaster betätigt wurde, die NOT-
HALT-Schleife geschlossen ist und der Meldekreis keinen Fehlerstatus signalisiert.
Servicesteckdose (Pos. 2 in Abb. 2.6 - 6) 2
Die Servicesteckdose ist im Stromversorgungseinschub untergebracht und durch die Abdeckung
gesichert. Sie kann nur genutzt werden, wenn der Automat eine 5-Leiterverbindung (L1, L2, L3,
N und PE) zum Versorgungsnetz hat. Bei einem 4-Leiteranschluss - beispielsweise ohne N - ist
die Steckdose nicht nutzbar.
WARNUNG 2
Beachten Sie dazu auch die Sicherheitshinweise über lebensgefährliche Spannungen, auch
wenn der Automat ausgeschaltet ist! (Siehe Abschnitt 2.1.3 ab Seite 34)

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2.6.4 NOT-HALT-Schleifen und Meldekreis
2.6.4.1 Aufbau der NOT-HALT-Schleifen
Folgende Kontakte sind in Serie geschaltet und bilden die NOT-HALT-Schleife:
– Schließkontakte der vier Schutzhaubenschalter
– Schließkontakte der beiden Schutzschalter für die Abdeckklappen über dem LP-Transport
– Schließkontakte der beiden NOT-HALT-Taster
– Schließkontakte der Zuführmodul-Abdeckklappen (Option)
– Schließkontakte der vier BE-Wagen
– Kanäle der Schützsicherheitskombination SSK K6
Bei der NOT-HALT-Schleife 2 wird das CAN-Bus-Signal des Meldekreises (siehe Abschnitt
2.6.4.2
) dem Kanal 2 der Schützsicherheitskombination SSK K6 zugeführt. Ist die NOT-HALT-
Schleife geschlossen, und wird keine Fehlfunktion vom Meldekreis signalisiert, so leuchten zu-
sätzlich zur grünen Netzkontroll-LED der Schützsicherheitskombination die beiden grünen LED
der Kanäle 1 und 2.
2
Abb. 2.6 - 7 Signal-LED an der Schützsicherheitskombination
(1) Netz / Power
(2) Kanal 1 / Channel 1
(3) Kanal 2 / Channel 2
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2.6.4.2 Aufbau des Meldekreises
Die Meldekontakte der Schutzschalter von Schutzhauben, von Abdeckklappen über dem LP-
Transport, von BE-Wagen und von NOT-HALT-Tastern werden einzeln abgefragt. Im betriebsbe-
reiten Zustand des Automaten sind alle Meldekontakte geschlossen. Wird z. B. eine Schutzhaube
angehoben, öffnet der jeweilige Meldekontakt. Über den CAN-Bus wird diese Zustandsänderung
dem Steuerrechner signalisiert. An der Bedieneroberfläche wird die entsprechende Fehlermel-
dung eingeblendet.
2.6.4.3 Funktionsbeschreibung der NOT-HALT-Schleifen
Für das Starten und für den Betrieb des Automaten müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
– Alle vier BE-Wagen müssen angedockt und angeschlossen sein.
– Alle Schutzhauben müssen geschlossen sein.
– Die beiden Abdeckklappen über dem LP-Transport müssen geschlossen sein.
– Die beiden NOT-HALT-Taster müssen entriegelt sein
– Die Abdeckklappen (Option) über den Zuführmodulen müssen geschlossen sein.
– Der Mindestbetriebsdruck muss erreicht sein.
– Das Signal "Softwarefreigabe" muss aktiviert sein. Damit ist der Sicherheitskreis geschlos-
sen.
– Von der Stromversorgung werden 24 V- an die Starttaster und die Schützsicherheitskombina-
tion durchgeschaltet.
– Wird jetzt einer der Starttaster gedrückt, schaltet die Schützsicherheitskombination SSK K6
und aktiviert folgende Komponenten:
– Zwischenkreisspannung 250 V- für die Servoverstärker der Portalachsen
– Zwischenkreisspannung 145 V- für die Sternachsen
– Der Achseinschub (Axis Unit) bekommt ein "Servo Enable" - Signal für die Servoverstär-
ker
– 34 V- Betriebsspannung werden an die BE-Wagen durchgeschaltet
– 24 V- Betriebsspannung werden zur den Leergurtschneideinrichtungen durchgeschaltet.
– Die LP-Transportsteuerung erhält das Freigabesignal für die LP-Klemmung, den LP-
Stopper und die Hubtischsteuerung
Damit ist die Maschine betriebsbereit.