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SIPLACE „Head Ver ification“ Bedienungsanleitun g Ausgabe 01/2015 73 Am Segm ent 20 (2) ist bei der Messun g Radial runout 5° ein Pipettenlän genanstieg innerhalb von 5° gemessen worden, der nicht zulässig ist. E ventuel…

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4.13.3 Erklärung des Messergebnisses anhand der Ergebnis-PDF
Diese Ergebnisse kann man sehen, wenn man im Summary-Menü nach unten scrollt, oder eine
Ergebnis-PDF erzeugt!
Abbildung 49: Ergebnis-PDF ZDS sensor values_1
Abbildung 50: Ergebnis-PDF ZDS sensor values_2
Am Segment 7 kann man sehen, dass der Wert für Radial runout 360° mit 103µm (1) deutlich über
dem zulässigen Grenzwert ist. Das bedeutet, dass die Pipettenlänge während einer kompletten 360°-
Drehung des Segments aufgrund einer Rotation taumelt und so nicht exakt auf dem Pipettensitz liegt.
Zudem kann man das Ergebnis mit der Messung des Sensor value [mV] für Segment 7 (6) in
Verbindung bringen. Der kleinste Min Value [mV] der gesamten Messung, der den größten Abstand
zwischen Lichtschranke Z-Unten und dem Schaltring (hellste Messung) wiederspiegelt, ist in etwa bei
einem Drehwinkel ca. 75° (7) am Segment 7. Somit kann man daraus schließen, dass hier eventuell
eine Verunreinigung durch Staub (weiße Partikel, deswegen hier eine Hellmessung) vorliegt.
Der größte gemessene Max value [mV] ist am Segment 2 (4) zu finden. Aus dem Diagramm ist
ersichtlich, dass dieser Wert am Segment 2 in etwa bei einem Winkel von ca. 210° (5) erreicht wurde.
Hier ist somit der kleinste Abstand der Lichtschranke Z-Unten zum Schaltring gemessen worden. In
diesem Bereich könnte es sich aufgrund einer Dunkelmessung um eine Beschädigung des
Schaltringes handeln.
Hell-Dunkel-Messungen (Schwankungen im analogen Spannungswert der Lichtschranke Z-Unten)
können sich aber auch durch ein Taumeln (unsauber montierter Schaltring) des Schaltrings ergeben.
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Am Segment 20 (2) ist bei der Messung Radial runout 5° ein Pipettenlängenanstieg innerhalb von 5°
gemessen worden, der nicht zulässig ist. Eventuell handelt es sich hier um eine verschmutzte Pipette.
Der größte erreichte Wert für den LED gain wurde am Segment 9 (3) erreicht. Eine solche
Abweichung kann auf einen baldigen Ausfall der Lichtschranke Z-Unten hindeuten.
Der Wert Variation 360 [mV] (8) errechnet sich aus der Differenz zwischen Max value [mV] und Min
value [mV]. In unserem Fall 4141mV 3977mV = 164mV
4.13.4 Deutung der Ergebnisse
Derzeit liegen keine Erfahrungswerte vor!
4.14 Messung „Component sensor calibration
Für diese Messungen werden folgende Teile benötigt:
CP20P: 20x Nozzletype 4235 03098748-01 (Kalibrierpipette)
4.14.1 Erklärung der Messung Ablauf
Mit der Messung „Component sensor calibration“ wird überprüft, wie weit sich die Z-Höhe der Pipette
verändert, wenn die Z-Achse im Modus Achsen-Überlappung während der Sterndrehung nach unten
positioniert wird und den BE-Sensor aktiviert. Es wird überprüft, wann der Schaltpunkt des BE-
Sensors ist, wenn die Stirnfläche der Pipettenspitze außermittig beim Achs-Überlappen den BE-
Sensor aktiviert. Die Ecke einer Stirnfläche der Pipette wandert bei einer Drehung um den Sternpunkt
im Bereich von kleinen Winkeln (wie es bei der Bewegung Rachenanschlag links nach
Rachenanschlag rechts der Fall ist) eher nach unten. Man kann es auch als diagonalen Kippeffekt
beschreiben! Diese Z-Achsenveränderung wird mit dieser Messung am BE-Sensor gemessen.
Mithilfe der Ergebnisse dieser Messungen können letztendlich auf folgende Ursachen Rückschlüsse
gezogen werden:
1. Schiefe BE-Sensor-Montage
Ablauf der Messung im Detail:
1. Kopfreferenzlauf wird durchgeführt
2. Segment 1 wird mit dem Stern in die Bestückposition gedreht.
3. Das Mitnehmerlager steht nun mittig im Rachen der Z-Achse.
4. Die Z-Achse fährt nach unten, bis der Rachen mittig im Ausschnitt des Laufringes steht und
den BE-Sensor schaltet.
5. Segment 1 wird mit dem Stern langsam in Richtung linker Anschlag am Laufring gedreht.
6. Ist die Position linker Anschlag erreicht, so fängt die Z-Achse an, schrittweise nach unten zu
Takten, bis die Ecke der Pipettenstirnfläche den BE-Sensor aktiviert.
7. Nun wird schrittweise der Stern vom linken zum rechten Rachenanschlag getaktet.
8. Dabei wird immer wieder schrittweise die Z-Achse verfahren, bis der BE-Sensor durch die
Pipettenstirnfläche aktiviert ist.
9. Beim Erreichen der Mitte des Rachens sollte der kleinste Wert, also 0, erreicht werden.
10. Der Abstand von der niedrigsten Z-Achsenstellung (Mitnehmer am Rachen links oder rechts)
bis zur höchsten Z-Achsenstellung (Mitnehmer in Rachen Mitte = 0) bei Unterbrechung des BE-
Sensors ergibt den Wert Calibration value
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Abbildung 51: Funktionsbeschreibung Component sensor calibration
Legende zur Zeichnung:
1. Mittellinie der Mitnehmerlager im Rachen (leichter Radius)
2. Rachenfläche Unten (leichter Radius zum Übergang zum Laufring)
3. Mittelachse des Mitnehmerlagers am Rachenanschlag links
4. Mittelachse des Mitnehmerlagers in der Rachenmitte
5. Mittelachse des Mitnehmerlagers am Rachenanschlag rechts
6. Ecke der Pipettenfläche, die bei Stellung Rachenanschlag links den BE-Sensor unterbricht (9)
7. Pipettenspitze, die bei Stellung Rachenmitte den BE-Sensor unterbricht (10). Dies ist auch die
Höhe 0, welche während des Referenzlaufes ermittelt wird und dient als Bezugspunkt zur
Ermittlung des Werts Calibration value
8. Ecke der Pipettenfläche, die bei Stellung Rachenanschlag links den BE-Sensor unterbricht (9)
9. Das ist die sinnbildliche Darstellung des BE-Sensorstrahls, wenn am Rachenanschlag links
oder rechts der BE-Sensor unterbrochen wird. In Realität ist der BE-Sensorstrahl immer auf
Höhe 10, die Z-Achse muss daher eher nach Oben (ins Negative) gezogen werden, damit die
Ecke der Pipettenfläche den BE-Sensor noch nicht unterbricht!
10. BE-Sensorstrahl
11. Wert Calibration value
Dies ist die Änderung der Z-Höhe, wenn beim Drehen des Sterns die Pipettenfläche über die
Diagonale kippt und somit der BE-Sensor „früher“ aktiviert wird.