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Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11 Produktionsmittel / Optimierung Software-Version 50 1.xx A usgabe 01/99 11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) 11 - 9 11.3.3.2 Fe strü stung Der Bedien er ka nn für di e Optimi…

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11 Produktionsmittel / Optimierung Betriebsanleitung Linienrechner UNIX
11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) Software-Version 501.xx Ausgabe 01/99
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Wurde die Datei erfolgreich übersetzt, d.h., es wurden die Rüstdaten für eine oder mehrere optimierte
Rüstungen erzeugt, wird die Losdatei mit "optimiert" gekennzeichnet. Konnte die Losdatei aufgrund von Fehlern
nicht übersetzt werden, wird die Losdatei als "fehlerhaft" gekennzeichnet. Es wird eine Fehlerdatei ".error" unter
dem Pfad der Losdatei erzeugt, in welcher die Fehlerursachen aufgezeigt werden (siehe Abschn. 11.3.4).
11.3.3 Funktionen der Rüstoptimierung
In den nachfolgenden Unterpunkten sind die Parameter erläutert, welche die ROPT beeinflussen, bzw. bei der
ROPT berücksichtigt werden.
11.3.3.1 Steuerung der ROPT durch den Bediener
Um die ROPT zu steuern, kann der Bediener mit Hilfe der entsprechenden Editoren folgende Dateien bear-
beiten und damit Einfluß auf die ROPT nehmen:
- Losdatei xx.lose Festrüstung --> Anfangsrüstung --> Leiterplatten -->
---> Anlage --> Teilanlage (siehe Kap. 14)
- Förderereditor .ri Typ-Bindungen (siehe Kap. 9)
(In der Rüstinfodatei sind die Zuordnungen zwischen
BE -> Maschinen-Typ -> Förderer,
BE -> Förderer,
GF -> Maschinen-Typ -> Förderer und
GF -> Förderer enthalten).
- Restriktionsdatei .rs Individuum-Bindungen (siehe Kap. 10)
(In der Restriktionsdatei sind z.B. Bindungen von BE's an
Förderbereiche enthalten).
- Parameterdatei Standard.Def Festlegen der Standardparameter
OPP.Def Festlegen der auftragsspezifischen Optimierungs-
parameter
- Bestückpositionseditor im LP-Editor Festlegen einer Bestückreihenfolge durch Zuordnen
von Bestückpositionen zu verschiedenen Bestück-
ebenen (siehe Kap. 8)
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11.3.3.2 Festrüstung
Der Bediener kann für die Optimierung eine Festrüstung (ff.ar) in der Losdatei vorgeben. Diese wird ohne
Einschränkung übernommen.
Jedes Bauelement der Festrüstung wird spurtreu in die neue Rüstung eingebaut, gleichgültig ob es von
vorgegebenen LP-Typen benötigt wird oder nicht.
Teilgerüstete Förderer der Festrüstung werden nicht aufgerüstet.
(Teilgerüstet bedeutet, daß z.B. bei einem Förderer mit zwei Fächern nur ein Fach belegt ist).
Ein Bauelementetyp, der bereits in der Festrüstung enthalten ist, kann von der Rüstoptimierung so oft
gerüstet werden, wie es die optimale Rüstung erfordert. Es kann aber auch festgelegt werden, daß ein
festgerüsteter Bauelementetyp nicht noch einmal aufgestellt werden darf, unabhängig davon, ob dies ein
optimaleres Ergebnis zur Folge hätte.
Diese Einstellung wird in den Standardparametern vorgenommen (siehe Abschn. 11.4.3.1).
Leere Fächer/Förderer können aus der Festrüstung entfernt werden und für die Belegung durch die Rüst-
optimierung freigegeben werden.
Diese Einstellung wird in den Standardparametern vorgenommen (siehe Abschn. 11.4.3.1).
Bauelemente, die nicht benötigt werden, können aus der Festrüstung entfernt und für die Belegung durch
die Rüstoptimierung freigegeben werden.
Diese Einstellung wird in den Standardparametern vorgenommen (siehe Abschn. 11.4.3.1).
11.3.3.3 Anfangsrüstung
Der Bediener kann eine Anfangsrüstung (aa.ar) in der Losdatei vorgeben. Die Optimierung versucht, so viele
Bauelemente wie möglich spurtreu aus der Anfangsrüstung zu übernehmen. Nicht benötigte Bauelemente der
Anfangsrüstung werden nur dann abgerüstet, wenn andere Bauelemente an deren Stelle gerüstet werden
sollen. Wieviele Bauelemente spurtreu übernommen werden, richtet sich nach der eingegebenen Losgröße.
Auswirkungen:
- Große Losgröße:
- Produktionszeit ist wichtig,
- Umrüstvorgänge sind erlaubt, wenn dadurch die Produktionszeit geringer wird,
- wenige Bauelemente aus der Anfangsrüstung werden übernommen.
- Kleine Losgröße:
- Umrüstzeit ist wichtig,
- so wenig Umrüstvorgänge wie möglich zulassen,
- so viel Bauelemente aus der Anfangsrüstung wie möglich übernehmen.
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Einfluß der Losgröße auf das Optimierungsergebnis
Der Einfluß der Losgröße kann mit folgender Formeln ausgedrückt werden:
Hauptzeitgewinn = Produktionszeitgewinn - Umrüstzeit
Produktionszeitgewinn = Losgröße x (alte Produktionszeit - neue Produktionszeit)
Produktionszeitgewinn bei einem Umstvorgang = alte Produktionszeit - neue Produktionszeit
An folgenden zwei Beispielen soll gezeigt werden, wie wichtig eine realistische Losgröße ist.
Beispiel 1:
Losgröße = 1
Umrüstzeit pro Förderer = 60 sec
Produktionszeit = 60 sec
Damit sich ein Umrüsten eines Förderers lohnt, muß der Produktionszeitgewinn mindestens 60 sec
betragen. Dies ist in Beispiel 1 unmöglich.
Beispiel 2:
Losgröße = 100 (oder 100 Lose mit Losgröße 1)
Umrüstzeit pro Förderer: = 60 sec
Produktionszeit pro Los = 60 sec
In diesem Falle würde bereits bei einem Produktionszeitgewinn von 1 sec pro Los ein Förderer umgestellt,
weil sich dadurch ein Hauptzeitgewinn von 40 sec ergibt.
11.3.3.4 Stationsrüstung durch die ROPT
Rüsten des Pipetten-Wechslers (IC-Kopf oder Revolverkopf)
Wird in der konfigurierten Station ein leerer Pipetten-Wechsler gestellt, dann rüstet die ROPT den Pipetten-
Wechsler mit allen notwendigen Pipetten, die für die Bestückung der in der Rüstung enthaltenen BE's
erforderlich sind.
Wird in der konfigurierten Station ein gerüsteter Pipetten-Wechsler gestellt (siehe Kap. 12), kann dieser
entweder unverändert übernommen werden oder aber der Rüstung angepaßt werden. Dies kann mit einem
Parameter in der Standard- bzw. Auftragsparameterdatei eingestellt werden (siehe Abschn. 11.4.3).
Soll der Pipetten-Wechsler angepaßt werden, überprüft die ROPT, ob mit den gerüsteten Pipetten alle in der
Rüstung enthaltenen BE's bestückbar sind.
Falls dies nicht der Fall sein sollte, wird der Pipetten-Wechsler von der ROPT umgerüstet.