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Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11 Produktionsmittel / Optimierung Software-Version 50 1.xx A usgabe 01/99 11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) 11 - 17 11.3.4 Fehlerfall beim Optimierungslauf Werden beim Optim…
11 Produktionsmittel / Optimierung Betriebsanleitung Linienrechner UNIX
11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) Software-Version 501.xx Ausgabe 01/99
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11.3.3.13Berücksichtigte Zeiten
Bei der ROPT werden die nachfolgend aufgeführten Zeiten berücksichtigt:
● Zeit für eine Bewegung des IC-Kopfs bzw. Revolverkopfs
Um die Berechnung der Bestückzeiten möglichst genau durchführen zu können, wurden an representati-
ven Bestückautomaten Zeitfunktionen aufgenommen. Sie wurden getrennt für die Maschinen-Typen
SIPLACE 80S/80F und HS-180 gemessen.
Die Zeitfunktionen sind außer vom Maschinen-Typ auch abhängig von den verschiedenen Kopf-Typen, wie
Revolverkopf und IC-Kopf und von den 3 Achsen x, y und z.
Die an den Bestückautomaten ermittelten Zeitfunktionen werden direkt in die Berechnung der Bestück-
zeiten einbezogen.
● Nebenzeiten für den IC-Kopf und den Revolverkopf
Die ROPT berücksichtigt die Nebenzeiten.
Für den IC-Kopf werden die Nebenzeiten für folgende Vorgänge berücksichtigt:
● externe Zentrierung optisch abhängig vom Auswertesystem (Sensorsystemtyp)
● Koplanaritätsmessung abhängig vom Auswertesystem (Sensorsystemtyp)
Die Daten der Nebenzeiten für die beiden oben aufgeführten Vorgänge sind in der Gehäuseform-
Beschreibung (.gf) enthalten. Sie werden zur Bestückzeit eines jeden BE‘s, als zusätzlicher konstanter
Zeitaufwand addiert, welches optisch zentriert werden soll, oder bei dem eine Koplanaritätsmessung
durchgeführt werden soll. Die Zeiten werden automatisch beim Abspeichern der GF-Datei berechnet und
abhängig vom Sensorsystemtyp eingetragen und können nicht verändert werden.
Diese zusätzliche Zeit ist ein Mehraufwand gegenüber einer normalen Bestückung.
● Messung lokaler Paßmarken
● Waffle-Pack-Magazin-Wechsel
abhängig von den erforderlichen Pipettenarten (d.h., der Waffle-Pack-Magazin-Wechsel hat Vorrang
vor dem Pipettenwechsel)
● Pipettenwechselzeiten
Für den Revolverkopf werden die Nebenzeiten für den folgenden Vorgang berücksichtigt:
● Messung lokaler Paßmarken
● Waffle-Pack-Magazin-Wechsel

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11.3.4 Fehlerfall beim Optimierungslauf
Werden beim Optimierungslauf vom ROPT-Programm Fehler festgestellt, z.B. daß die Kapazität der Linie für
das Bestücken des Bauelements "YZ" nicht ausreicht, wird eine Fehlerdatei ".error" erzeugt. Diese Datei ist im
Pfad Auftragsdaten/Losplanung/xx.lose/* abgespeichert und kann mit Hilfe der Dateianzeige (siehe Kap. 4,
Abschn. 4.5) ausgewertet werden.
Nachfolgend wird anhand eines Beispiels der Inhalt einer Fehlerdatei dargestellt und erläutert.
Beispiel für den Inhalt einer Fehlerdatei (Fehleranzeige):
OPP_RdRiRs.c(2578): Fehler: Kapazitaet der Linie fuer das Bauelement "YZ" nicht ausreichend.
Bauelement "YZ" in Gehaeuseform "xxx" stellt folgende Anforderungen:
1 = Station "HS180_1", Kopf~S_HS180_B, FB~fest StPl~fest.
2 = Station "HS180_1", Kopf~S_HS180_B, FB~beweglich StPl~beweglich.
3 = Station "HS180_1", Kopf~S_HS180_B, FB~WPW StPl~fest.
4 = Station "SIPL_80S_1", Kopf~SP_12_6xx_S15, FB~80S StPl~<_1_>.
5 = Station "SIPL_80S_1", Kopf~SP_12_6xx_S15, FB~80S StPl~<_3_>.
6 = Station "SIPL_80S_2", Kopf~SP_12_6xx_S15, FB~80S StPl~<_1_>.
7 = Station "SIPL_80S_2", Kopf~SP_12_6xx_S15, FB~80S StPl~<_3_>.
Auftrag "/Losplanung/xx.lose" wird ohne Festruestung ausgefuehrt.
Zeichenerklaerung
1. Spalte : gestellte Anforderungen durch Gehaeuseform und Bauelement
n. Spalte : Anforderung kann vom Bestueckkopf im Foerderbereich erfuellt werden,
wenn:
leer = Anforderung wird nicht erfuellt
X = Anforderung wird erfuellt
Kamera-Nummer = Anforderung mit diesem Sensor vorhanden
- = Abholposition ausserhalb des Verfahrbereiches
letzte Zeile = Anzahl verfuegbarer Spuren
2 und 6 = Sensorsystemtypen, die in der GF-Beschreibung festgelegt wurden
Anforderungen/Stellplatz 1 2 3 4567
Pipette "316 X X X X
Externe optische Zentrierstation
Kopfkamera
222
6666
Transportrichtung links X X X X
Foerderer "S_LIN_30"
Foerderer "S_G_24N" X
X
XXXX
Noch verfuegbare Spuren 90 6 1 120 0 120 120
Anforderung durch
die GF-Beschreibung
Anforderung durch die
Restriktionen (.ri/.rs)
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Beispiel für die Ermittlung der Fehlerursache anhand der Fehleranzeige:
1. Das Bauelement kann nicht auf Stellplatz 6 oder 7 gerüstet werden, da auf diesen Stellplätzen die Pipette
"316" nicht verfügbar ist.
2. Die beiden Hilfsmittel "Externe optische Zentrierstation" und "Kopfkamera" führen zu keiner weiteren Ein-
schränkung, da die Zentrierung des BE's mit dem jeweils verfügbaren Hilfsmittel durchgeführt werden kann.
3. Die Stellplätze 1, 4 und 6 sind wegen der benutzerdefinierten Restriktion "Transportrichtung links" (siehe
Kap. 9) nicht verfügbar. In Verbindung mit "1." verbleiben somit noch die Stellplätze 2, 3 und 5.
4. Das Bauelement kann aufgrund der Förderer-Zuordnung mit Ausnahme von Stellplatz 3 an jedem Ort gerüstet
werden. Die ROPT rüstet den jeweils möglichen Förderer. In Verbindung mit "1." und "3." kann das Bau-
element also auf den Stellplätzen 2 und 5 gerüstet werden.
5. Stellplatz 2 hat zum Zeitpunkt der Fehleranzeige noch 6 verfügbare Spuren, Stellplatz 5 war bereits voll. Da
der Förderer S_G_24N (24mm-Gurtförderer) 9 Spuren zum Stellen benötigt, ist auch Stellplatz 2 für dieses
Bauelement nicht mehr verfügbar.
Resultat:
Die für das Bauelement "YZ" möglichen Stellplätze 2 und 5 sind überlastet und stehen somit für das BE
nicht mehr zur Verfügung.
Um die Ursachen leichter analysieren zu können, wurde die Fehlerdatei erzeugt.
Möglichkeiten der Fehlerbehebung:
1. Die erforderlichen Ressourcen für das Bauelement "YZ" auch auf anderen Stellplätzen zur Verfügung stellen,
z.B. durch Zulassen der Pipette "316" auf den Stellplätzen 6 und/oder 7.
2. Die Bindung des BE's an eine Seite (Restriktion: Transportrichtung links) der Linie aufheben, so daß es auf
beiden Seiten der Linie gerüstet werden kann.
3. Technische und benutzerdefinierte Restriktionen für andere Bauelemente, die zur Zeit ebenfalls nur auf den
Stellplätzen 2 und/oder 5 rüstbar sind, aufheben, um diese Stellplätze zu entlasten.
4. Den verfügbaren Platz in den Stellplätzen 2 und/oder 5 vergrößern, falls er durch bereits gestellte, nicht mehr
benötigte Komponenten eingeschränkt ist.