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Betriebsanleitung Linienrechner UNIX 11 Produktionsmittel / Optimierung Software-Version 50 1.xx A usgabe 01/99 11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) 11 - 15 11.3.3.1 1 Behandlung von dominanten Rüttelzeiten Es komm…
11 Produktionsmittel / Optimierung Betriebsanleitung Linienrechner UNIX
11.3 Grundlagen der Rüstoptimierung (ROPT) Software-Version 501.xx Ausgabe 01/99
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11.3.3.8 Berücksichtigung von Wechseltischen bei der Familienbildung
Sobald mehr als eine Rüstung berechnet wird, spielen die Umrüstvorgänge auf Wechseltischen eine Rolle. Als
Wechseltisch wird ein Förderbereich bezeichnet, der mit einem Hubwagen komplett ausgetauscht wird. Die
Förderer werden so betrachtet, als wären sie bereits vorher gerüstet und erhöhen nicht den Umrüstaufwand.
Die Optimierung geht davon aus, daß der Umrüstaufwand für Förderbereiche, die als Wechseltisch gekenn-
zeichnet sind, nur aus der Umrüstzeit des Wechseltisches besteht, unabhängig von der Anzahl der umzurü-
stenden Förderer.
Die Kennzeichnung der Förderbereiche als Wechseltisch kann im Konfigurationseditor für die Stationen
vorgenommen werden (siehe Kap. 12).
Die Umrüstzeit kann bei den Optimierungsparametern eingegeben werden (siehe Abschn. 11.4.3.1).
Auswirkungen:
- Kleine Umrüstzeit: Es werden mehr Förderer in den festen Förderbereich gestellt.
- Große Umrüstzeit: Es werden mehr Förderer auf den Wechseltisch gestellt.
11.3.3.9 Berücksichtigung einer Grundlast bei der Familienbildung
Sobald mehr als eine Rüstung berechnet wird, spielt die Grundlast beim Umrüstvorgang eine Rolle. Die
Grundlast umfaßt die Zeit, die zwischen der letzten Bestückung aus der Vorgängerrüstung und der ersten
Bestückung der Folgerüstung verbraucht wird. Die Umrüstzeiten werden nicht mitgerechnet.
Auswirkungen:
- Kleine Grundlast: Es werden mehr Rüstungen erzeugt. Der Schwerpunkt der Umrüstvorgänge liegt
auf den Wechseltischen.
- Große Grundlast: Es werden so wenig Rüstungen wie möglich erzeugt. Es werden Umrüstvorgänge
auf festen Förderbereichen erlaubt.
11.3.3.10Behandlung von dominanten Bauelementen
Wenn die Bestückzeit eines BE's in einem LP-Typ durch seinen hohen Bestückanteil so groß ist, daß die
Produktion des LP-Typs auch mit dem schnellsten Bestückkopf in der Linie zu einer Schieflast führen würde,
muß dieses BE auf mehreren Stationen der Linie in Förderern bereitgestellt werden. So können die zum BE
gehörenden Bestückpositionen auf die Stationen verteilt werden und verhindern damit eine Schieflast der Linie.
Die benötigte Anzahl der Förderer für das dominante BE richtet sich nach
- dem Anteil der Schieflast
- der Anzahl der Bestückpositionen
- und der Anzahl der Köpfe mit denen das BE bestückt werden kann.
Wenn ein dominantes Bauelement jedoch nicht beliebig oft aufgestellt werden soll, z.B. weil nicht genug
Förderer vorhanden sind, kann die Anzahl der Förderer pro Bauelementetyp eingeschränkt werden. Dies hat
den Vorteil, daß ein Bauelementetyp nur eine begrenzte Zahl von Stellplätzen belegt. Die Produktionszeit kann
sich dadurch aber erhöhen, weil die Bauelemente nicht immer auf den optimalsten Stellplätzen stehen.
Außerdem können u.U. mehrere Rüstfamilien berechnet werden, obwohl eine Rüstung ausgereicht hätte.
Diese Einstellung wird in den Standard-/Auftragsparametern mit dem Parameter "Maximale Anzahl bei
Dominanz" vorgenommen (siehe Abschn. 11.4.3.1).

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11.3.3.11Behandlung von dominanten Rüttelzeiten
Es kommt vor, daß die Bestückzeit stark von der Rüttelzeit der Förderer abhängig ist. Dies ist immer dann der
Fall, wenn ein Bauelement von einem Revolverkopf häufig bestückt werden muß. Der Revolverkopf greift dann
mehrmals hintereinander auf dasselbe Fach eines Förderers zu. Da die Abholgeschwindigkeit des Revolver-
kopfs meist größer ist, als die Zuführgeschwindigkeit des Förderers, kommt es zu Wartezeiten. Um dies zu
vermeiden, wird ein häufig zu bestückendes Bauelement mehrfach gerüstet.
Bedingung: ist der Anteil der Bestückpositionen eines BE's größer ≥ 20% bezogen auf alle Bestückpositionen
die der Revolverkopf zu bestücken hat, und ist die Rüttelzeit des Förderers größer als die Taktzeit des
Revolverkopfs, dann wird das BE ein zweites Mal gerüstet, falls die Kapazität des Förderbereichs dies zuläßt.
Wenn ein dominantes Bauelement jedoch nicht beliebig oft aufgestellt werden soll, z.B. weil nicht genug
Förderer vorhanden sind, kann die Anzahl der Förderer pro Bauelementetyp eingeschränkt werden. Dies hat
den Vorteil, daß ein Bauelementetyp nur eine begrenzte Zahl von Stellplätzen belegt. Die Produktionszeit kann
sich dadurch aber erhöhen, weil die Bauelemente nicht immer auf den optimalsten Stellplätzen stehen.
Außerdem können u.U. mehrere Rüstfamilien berechnet werden, obwohl eine Rüstung ausgereicht hätte.
Diese Einstellung wird in den Standard-/Auftragsparametern mit dem Parameter "Maximale Anzahl bei
Dominanz" vorgenommen (siehe Abschn. 11.4.3.1).
11.3.3.12Pipettenminimierung
Bei der Pipettenminimierung wird mit der Anzahl von Pipetten pro Kopf und LP-Typ gerechnet.
● Für den IC-Kopf wird eine Pipettenminimierung pro LP-Typ durchgeführt.
● Für den Revolverkopf wird ebenfalls eine Pipettenminimierung pro LP-Typ durchgeführt.
Außerdem wird noch diejenige Pipettenkonfiguration am Kopf ermittelt, bei welcher die Anzahl der
Bestückzyklen ein Minimum ergibt.
HINWEIS
Die Pipettenkonfiguration kann bei den Machbarkeitsergebnissen angezeigt werden.
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11.3.3.13Berücksichtigte Zeiten
Bei der ROPT werden die nachfolgend aufgeführten Zeiten berücksichtigt:
● Zeit für eine Bewegung des IC-Kopfs bzw. Revolverkopfs
Um die Berechnung der Bestückzeiten möglichst genau durchführen zu können, wurden an representati-
ven Bestückautomaten Zeitfunktionen aufgenommen. Sie wurden getrennt für die Maschinen-Typen
SIPLACE 80S/80F und HS-180 gemessen.
Die Zeitfunktionen sind außer vom Maschinen-Typ auch abhängig von den verschiedenen Kopf-Typen, wie
Revolverkopf und IC-Kopf und von den 3 Achsen x, y und z.
Die an den Bestückautomaten ermittelten Zeitfunktionen werden direkt in die Berechnung der Bestück-
zeiten einbezogen.
● Nebenzeiten für den IC-Kopf und den Revolverkopf
Die ROPT berücksichtigt die Nebenzeiten.
Für den IC-Kopf werden die Nebenzeiten für folgende Vorgänge berücksichtigt:
● externe Zentrierung optisch abhängig vom Auswertesystem (Sensorsystemtyp)
● Koplanaritätsmessung abhängig vom Auswertesystem (Sensorsystemtyp)
Die Daten der Nebenzeiten für die beiden oben aufgeführten Vorgänge sind in der Gehäuseform-
Beschreibung (.gf) enthalten. Sie werden zur Bestückzeit eines jeden BE‘s, als zusätzlicher konstanter
Zeitaufwand addiert, welches optisch zentriert werden soll, oder bei dem eine Koplanaritätsmessung
durchgeführt werden soll. Die Zeiten werden automatisch beim Abspeichern der GF-Datei berechnet und
abhängig vom Sensorsystemtyp eingetragen und können nicht verändert werden.
Diese zusätzliche Zeit ist ein Mehraufwand gegenüber einer normalen Bestückung.
● Messung lokaler Paßmarken
● Waffle-Pack-Magazin-Wechsel
abhängig von den erforderlichen Pipettenarten (d.h., der Waffle-Pack-Magazin-Wechsel hat Vorrang
vor dem Pipettenwechsel)
● Pipettenwechselzeiten
Für den Revolverkopf werden die Nebenzeiten für den folgenden Vorgang berücksichtigt:
● Messung lokaler Paßmarken
● Waffle-Pack-Magazin-Wechsel