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1 Betriebssicherheit Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5 1.5 Energiezustand des Automaten nach dem Ausschalten des Hauptschalters Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx 1 - 36 1.5.1 Haupt schalter ausgeschaltet - …

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Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5 1 Betriebssicherheit
Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx 1.5 Energiezustand des Automaten nach dem Ausschalten des Hauptschalters
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1.5 Energiezustand des Automaten nach dem Aus-
schalten des Hauptschalters
GEFAHR
Die Automaten der SIPLACE-Familie werden mit 3 x 400 V ± 10 %, 50/60 Hz Netzspannung versorgt.
Teile dieser Anlage führen daher lebensgefährliche Spannungen - auch bei ausgeschaltetem Hauptschalter.
Unsachgemäßer Umgang mit diesen Automaten kann deshalb zu Tod oder schwerer Körperverletzung sowie
erheblichem Sachschaden führen.
Beachten Sie die geltenden Unfallverhütungs- und DIN-Vorschriften (insbesondere DIN EN 60204, Teil 1).
Nur qualifiziertes bzw. geschultes Personal darf die Abdeckung über dem Steuer- und Servoeinschub öffnen.
Abb. 1.5.1 Lage von Steuereinschub, Servoeinschub, Hauptschalter, Servicesteckdose und Drucklufteinheit am Automaten
- Legende zu Abb. 1.5.1
1 Hauptschalter Q1 2 Drucklufteinheit
3 Servicesteckdose 4 Servoeinschub
5 Steuereinschub 6 Meßeinheit Steuereinschub
7 Meßeinheit Servoeinschub
unge-
schaltet
ge-
schaltet
1 Betriebssicherheit Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5
1.5 Energiezustand des Automaten nach dem Ausschalten des Hauptschalters Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx
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1.5.1 Hauptschalter ausgeschaltet - Automat am Netz angeklemmt
Die nachfolgende Tabelle gibt die Spannungen von Baugruppen an, wenn der Hauptschalter ausgeschaltet
ist, der Automat jedoch am Netz angeklemmt bleibt.
1.5.2 Hauptschalter ausgeschaltet - Automat vom Netz abgeklemmt
Der Automat ist bis auf geringe Restspannungen im Servoeinschub elektrisch energielos.
1.5.3 Druckluftverhältnisse im Automaten nach Abschalten des Haupt-
schalters
Beim Ausschalten des Hauptschalters (Pos. 1 in Abb. 1.5.1) oder Ausfall der Netzversorgung für den Automa-
ten schließt das elektrisch gesteuerte Hauptventil Y1 der Drucklufteinheit (Abb. 1.4.1, Seite 1 - 33). Der Druck
fällt innerhalb von 5 sec auf 0 bar ab.
Baugruppe Spannung
Netzfilter Z1
Klemmen L1, L2, L3
3 x 400 VAC
Servicesteckdose
230 VAC
Hauptschalter Q1
Klemmen 1, 3, 5
Klemmen 2, 4, 6
3 x 400 VAC
0 VAC
Servoeinschub (siehe Pos. 7 in Abb. 1.5.1)
Meßbuchse 001
Meßbuchse 002
Meßbuchse 003
Meßbuchse 004
Meßbuchse 005
Meßbuchse 006
Meßbuchse 008
Meßbuchse 009
GND 007
< 12 VDC
< 12 VDC
< 12 VDC
0 VDC
0 VDC
0 VDC
< 12 VDC
< 12 VDC
Steuereinschub (siehe Pos. 6 Abb. 1.5.1)
Meßbuchse 5 V
Meßbuchse + 12 V
Meßbuchse – 12 V
Meßbuchse + 15 V
Meßbuchse – 15 V
Meßbuchse + 24 V
GND
0 VDC
0 VDC
0 VDC
0 VDC
0 VDC
0 VDC
Tab. 1.5 - 1 Spannungen von Baugruppen, wenn der Hauptschalter ausgeschaltet ist und der Automat am Netz angeklemmt bleibt
Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F5 1 Betriebssicherheit
Ausgabe 05/99 ab Softwareversion SR.405.xx 1.6 Verriegeln des Automaten und Anbringen von Warnschildern
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1.6 Verriegeln des Automaten und Anbringen von
Warnschildern
1.6.1 Aufgabe und Zweck
Bevor Sie an den Automaten Wartungs- oder Servicearbeiten in irgendeiner Form ausführen, müssen Sie die-
sen gegen Wiedereinschalten sichern und dazu entsprechende Warnschilder anbringen. Wenn Sie sich strikt
an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise halten, ist eine Verletzungsgefahr für Mitarbeiter ausge-
schlossen.
1.6.2 Beschreibung
Halten Sie sich immer an die nachstehend beschriebene Vorgehensweise, wenn Sie die Energie im Automa-
ten freischalten, regeln oder freisetzen wollen.
1. Unterrichten Sie darüber alle betroffenen Mitarbeiter.
2. Schalten Sie den Automaten bzw. alle Zusatzgeräte ab. Führen Sie dazu die normalen Abschaltverfahren
durch wie
Drücken des HALT-Pilzdrucktasters,
Herunterfahren des Stationsrechners,
Abschalten des Automaten am Hauptschalter oder
Öffnen von Kipphebelschaltern.
3. Trennen Sie den Automaten von all seinen Energiequellen wie
Druckluftzuführung und
Netzversorgung.
4. Verriegeln Sie die Anlagen.
Bringen Sie überall dort ein Schloß an, wo dies möglich ist.
Alternativ: Anbringen von Warnschildern
Ist es möglich, die Maschine mit einem Schloß zu verriegeln, so muß dies durchgeführt werden. Es
gibt allerdings Situationen, bei denen zum Freischalten der Energie kein Schloß angebracht werden
kann. In diesen Fällen müssen Warnschilder an den freigeschalteten Maschinen angebracht werden,
um die Mitarbeiter davon zu unterrichten, daß die Maschine zu Servicezwecken freigeschaltet worden
ist. Das Schild muß sicher befestigt werden, es muß von allen Seiten einsehbar sein und darf nur von
demjenigen entfernt werden, der es angebracht hat.
5. Freisetzen gespeicherter Energie
Gespeicherte Energien in der Druckluftversorgung und elektrische Energien in Elektrolytkondensatoren
müssen durch geeignete Maßnahmen freigesetzt sein.
Warten Sie dazu nach dem Abschalten des Automaten die in den Abschnitten 1.3 und 1.4 angegebe-
nen Entlade- bzw. Druckabbauzeiten ab, um am Automaten gefahrlos arbeiten zu können.
6. Überprüfen der Verriegelung.