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5 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5.2 LP-Visionsystem Ausgabe 07/97 ab Softwarevers ion SR.403.xx 5 - 18 Einricht er Abb. 5.2.2 Zeilen- und Spaltenprofil eines Do ppel-Kreuzes ➀ Marke ➁ Summe de…

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Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5 Visionfunktionen
Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx 5.2 LP-Visionsystem
Einrichter 5 - 17
Bei dem 2D-Mustersuchverfahren wird das Mustererkennungsfenster in Moxelbereiche aufgeteilt. Moxel
(
Mo
saikpi
xel
) sind Pixelfelder mit z. B. 16 x 16, 8 x 8 usw. Pixel. Je niedriger die Pixelanzahl, desto höher die
Auflösung und desto niedriger die Suchgeschwindigkeit.
Abb. 5.2.1 Erklärung von Kamerasichtfeld, Suchfeld und Mustersuchfenster
Sichtfeld der Kamera
Suchfeld
Kamerasichtfeld
Referenzpaßmarke (in diesem Bereich wird nach der Marke gesucht)
Mustersuchfenster
Moxel = Pixelfeld, z. B. 16 x 16 Pixel
(es enthält die Referenzpaßmarke)
Zu suchende Marke
Das Mustersuchfenster wird in Moxelschritten über das Suchfeld geführt. Die Grauwerte eines jeden Moxels
der Referenzpaßmarke werden dabei errechnet. Diese reduzierte Datenstruktur enthält genügend Informatio-
nen über die Grobstruktur und Lage der Referenzpaßmarke.
HINWEIS
Das Suchfenster soll so klein wie möglich gewählt werden, um eine hohe Suchgeschwindigkeit zu erreichen.
Es sollte allerdings auch groß genug sein, um die Marke eindeutig zu identifizieren.
Zur genauen Muster- und Lagebestimmung der Paßmarke wird das 1D-Mustersuchverfahren eingesetzt. Das
Markenabbild wird zeilen- und spaltenweise zerlegt und die Grauwerte innerhalb einer jeden Zeile und Spalte
aufsummiert. Diesen Prozeß anhand eines Doppelkreuzes veranschaulicht das nächste Bild.
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5 - 18 Einrichter
Abb. 5.2.2 Zeilen- und Spaltenprofil eines Doppel-Kreuzes
Marke
Summe der Grauwerte spaltenweise: Spaltenprofil
Summe der Grauwerte zeilenweise: Zeilenprofil
Aus den Horizontal- bzw. Vertikalprofilen wird die Position der Marke genau bestimmt. Nach dem Teachen
werden die gewonnenen Markenstrukturparameter im Linienrechner abgespeichert.
Nun wird das gespeicherte Modell getestet. Dabei verfährt das Portal die Leiterplattenkamera in alle 4
Ecken des Suchfeldes über der Leiterplatte (worst case). Das Visionsystem muß bei diesem Test die
Marke viermal reidentifizieren.
Zum Schluß werden die Koordinaten einer jeden Paßmarke (mindestens zwei) in die NU-Datei manuell
eingetragen oder aus der CAD-Datei in die NU-Datei übernommen. Damit sind Koordinaten und Marken-
strukturparameter für die zu bestückende Leiterplatte als Modell im System festgelegt.
Beim Bestückprozeß werden dann wiederum mit den zuvor beschriebenen Bildverarbeitungsmethoden,
2D- und 1D-Verfahren die Paßmarkenparameter ermittelt. Das Mustersuchfenster wird in Moxelschritten
über das Suchfeld geführt und auf größtmögliche Übereinstimmung bei den Grauwerten von Referenz-
paßmarke und Leiterplattensuchmarke abgesucht (Korrelationsverfahren). Bei Übereinstimmung von
Referenz- und Suchmarke ist die Korrelation maximal.
Ist die Marke gefunden, startet unter sehr genauer Bestimmung von Geometrie und Koordinaten der Paß-
marke das 1D-Mustersuchverfahren. Die genaue Markenform und Koordinaten werden nun jeweils über
die Spalten- und Reihenprofile (siehe Abb. 5.2.2) mit dem Korrelationsverfahren bestimmt. Aus den
gewonnenen Koordinaten werden Lage, Verdrehung und Scherung der Leiterplatte bestimmt.
Ausschußmarkierungen ( = Inkpunkte) werden ebenso nach der oben beschriebenen Methode erfaßt und
ausgewertet.
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5.2.5 Kriterien zur Erstellung von Paßmarken
Grundsätzlich gelten sowohl für Paßmarken als auch für Ausschußmarkierungen (Inkpunkte) die gleichen Kri-
terien: Eindeutigkeit der Markenformen und gut erkennbare Strukturen, die sich eindeutig von der Umgebung
abheben.
Vorhandene Strukturen als Paßmarken verwenden
Statt Paßmarken können Sie auch eindeutig identifizierbare Strukturen innerhalb des Layouts verwenden.
Beachten Sie allerdings dabei, daß der Lötstopplack eine Kontrastverschlechterung mit sich bringt.
Ort der Marken
Bringen Sie die Paßmarke an einer möglichst strukturfreien Stelle an, an der sie sich gut von der Umge-
bung absetzt. Vom Markenzentrum aus gemessen sollte der Freiraum mindestens Markengröße + 1 mm
Freiraum auf jeder Markenseite haben.
Art der Marken
Es gibt 2 Arten von Marken :
Positivmarken
Die Paßmarke ragt über das Leiterplattenbasismaterial hinaus.
Negativmarken
Die Paßmarke ist in das Leiterplattenbasismaterial eingeätzt.
Markenform
Wählen Sie als Markenform immer eine gutstrukturierte, achsparallele, markante Figur.
Empfohlene Markenformen:
Rechteck, Quadrat oder Kreis
Eigenschaften
Geringer Informationsgehalt (Marken können leicht mit Testpunkten verwechselt werden.)
HINWEIS
Achten Sie darauf, daß sich im Suchfeld der Marken keine ähnlichen Strukturen befinden.
Geringer Platzbedarf im Layout
Sehr robust gegenüber unterschiedlichen Verzinnungsverfahren ( z. B. Heißverzinnen).
Empfohlene Markenabmessungen
für Quadrat und Rechteck: Seitenlänge 1,2 mm - 2,2 mm
für den Kreis Durchmesser 1,2 mm - 2,2 mm
Doppelkreuz und Einfachkreuz
Eigenschaften des Doppelkreuzes
Hoher Informationsgehalt
Erhöhter Platzbedarf im Layout
Empfindlichkeit in Bezug auf hohe Verzinnungen (vorteilhafter ist Kupfer blank)
Wird eine zu geringe Markenqualität zugelassen, besteht die Gefahr, daß vier falsche Positionen
erkannt werden.