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5 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5.10 Koplanaritäts-Lasermodul (Nur SIPLACE 80F4 bzw. 80F4-6) Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx 5 - 144 Einric hter 5.10.2 Technisc he Daten Baueleme nt…

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Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5 Visionfunktionen
Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx 5.10 Koplanaritäts-Lasermodul (Nur SIPLACE 80F4 bzw. 80F4-6)
Einrichter 5 - 143
5.10 Koplanaritäts-Lasermodul (Nur SIPLACE 80F
4
bzw. 80F
4
-6)
5.10.1 Funktionsbeschreibung
Mit dem Koplanaritäts-Lasermodul werden die vertikalen Verbiegungen der Anschlußbeinchen von Bauele-
menten gemessen. Die Vermessung der Beinchenhöhe erfolgt berührungslos nach dem Prinzip der Lasertri-
angulation.
Der Bestückkopf holt das zu prüfende Bauelement ab, zentriert es optisch mit der IC-Kamera und fährt es
nacheinander mit allen vier Seiten über den feststehenden Laserstrahl des Koplanaritäts-Lasermoduls. Dabei
wird jedes Anschlußbeinchen von unten vom Laserstrahl abgetastet. Das von der Unterseite der Beinchen
gestreute Laserlicht wird von einem Sensor erfaßt und dient als Grundlage für die Berechnung der exakten
Position der Beinchen zur Leiterplatte. Die dabei ermittelten Positionswerte werden dann mit dem vom
Anwender vorgegebenen Grenzwert verglichen. Wird dieser Wert überschritten, wird das Bauelement ent-
sorgt bzw. zurückgelegt.
Abb. 5.10.1 Meßprinzip Laser-Triangulation
Empfängeroptik
Detektor
Meßsignal
Zeit t
Laser
Sendeoptik
Verfahrrichtung
Das Koplanaritäts-Lasermodul wird in Kombination mit der optischen Bauelementezentrierung mittels
Visionsystem eingesetzt. Bauelemente mit verbogenen oder fehlenden Anschlußbeinchen werden erkannt
und ggf. entsorgt.
1
2
3
4
5
6
7
z = 0
+Z
+Z'
Z' = 0
5 Visionfunktionen Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6
5.10 Koplanaritäts-Lasermodul (Nur SIPLACE 80F4 bzw. 80F4-6) Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx
5 - 144 Einrichter
5.10.2 Technische Daten
Bauelemente : Verwendbar für ’Gull-Wing’ Bauelementeformen
Bauelementgröße und Anschlußrastermaß begrenzt durch das
Bauelemente-Lageerkennungssystem,
d.h. max. Größe 43,0 mm x 43,0 mm x 11,0mm.
Meßprinzip : Berührungsloses Messen mittels Laser-Triangulation
Algorithmus Funktionen : JEDEC-Standard - Berechnung der Aufsetzebene; sämtliche
Abweichungen werden bezüglich dieser Ebene bestimmt. Eine
Schräglage des Bauelementes an der Saugpipette, die z. B. durch
einen Adapter verursacht werden kann, hat somit keinen Einfluß auf
die ’Gut/Schlecht’-Entscheidung.
Meßbereich : ± 0,75 mm (vertikal)
Laserfokus :
25 µm
Laserleistung : 2,0 - 2,5 mW (maximal)
Wellenlänge : 750 nm
Auflösung : 4 µm (vertikal)
Wiederholgenauigkeit : ± 10 µm (vertikal)
Meßgenauigkeit : ± 20 µm (vertikal)
Meßzeit : ca. 2,5 - 4,5 Sek./Bauteil bei einem QFP100 mit 0,6mm Teilung
Steuerung und Kommunikation : Durch einen im Modul integrierten Prozessor
V 24 serielle Verbindung zum Stationsrechner
Modulabmessungen : ca. 440 mm x 30 mm x 85mm
Einbaulage : Im Maschinenständer neben dem Optikmodul
(auf einem Träger montiert)
Sicherheit : Das Koplanaritätsmodul entspricht, wenn es in der Maschine installiert
ist, der
Laserklasse 1
. Das Modul ist außerhalb der Maschine ohne
zusätzliche Installationen oder ohne Eingriff in die Schutzfunktionen
nicht funktionsfähig. Sollten die Schutzfunktionen am Gerät umgangen
werden, entspricht es automatisch der
Laserklasse 3B
-
Verletzungs-
gefahr für Auge und Haut
- und erfordert somit Schutzmaßnahmen
nach VBG 93.
Betriebsanleitung SIPLACE 80S-20/F4/F4-6 5 Visionfunktionen
Ausgabe 07/97 ab Softwareversion SR.403.xx 5.10 Koplanaritäts-Lasermodul (Nur SIPLACE 80F4 bzw. 80F4-6)
Einrichter 5 - 145
5.10.3 Sicherheitshinweise
GEFAHR
OOO
An den Sicherheitseinrichtungen oder am Koplanaritäts-Lasermodul dürfen keinerlei Änderungen oder Mani-
pulationen vorgenommen werden!
Das Koplanaritäts-Lasermodul entspricht - ohne
Schutzmaßnahmen - der
Laserklasse 3B
(Abb.
5.10.2)
Dies bedeutet
Gefahr für Auge und Haut!
Aus diesem Grund dürfen die Sicherheits-
einrichtungen
auf keinen Fall
umgangen
werden!
Abb. 5.10.2 Kennzeichnung der Laserklasse 3B
Um das Lasermodul in
Laserklasse 1
für Auge und Haut ungefährlich betreiben zu können, sind folgende
Sicherheitseinrichtungen an der Maschine installiert:
Der Stecker mit der Spannungsversorgung
(Interlockleitung) ist fest mit dem Maschinen-
ständer verbunden. Dadurch kann das Laser-
modul
nur innerhalb der Maschine
betrieben
werden.
Die Interlock-Leitung ist mit den Schaltern für
die Schutzhauben in Reihe geschaltet. Selbst
bei Betätigung des Schlüsselschalters zur
Schutzüberbrückung bleibt diese Schutzfunktion
erhalten. Dadurch kann das Lasermodul
nur in
geschlossener Maschine
betrieben werden!
Abb. 5.10.3 Kennzeichnung der Laserklasse 1
K
Unsichtbare Laserstrahlung
Nicht dem Strahl aussetzen
Laserklasse 3 B
2,4mW max., 750nm; n. IEC 825-1(1993)
Laser Klasse 1